Bauhaus-Universität Weimar

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mitgeteilt von Züdw1g Bu ardrx2 
(sortsegung.) 
Münd;en, den IS. IS. 87. 
Ihren mir angekündigten Sendungen sehe id) mit Jntresse und Freude entgegen, 
und mache bereits meine GegenleisiUngen locker. 
Ihrem Unternehmen mit den ,,Neuen" bringe ich meine vollste Sympathie ent- 
gegen; ich sprach auch mit Einzelnen der genannten Herren, die sehr dafür ein- 
genommen sind, namentlich für die alliährlichen Wiederholungen. 
Schlittgens sehr gutes Bild sah ich heute. Langhammer u. Stremel kennen 
Sie, ich empfehle Ihnen noch einen talentvollen Mann Namens Olde, auch ein 
gewisser Zehme macht gute Sachen. Claus Meyer ist wohl nur mit Vorsicht dazu 
zu rechnen, ich will ihn nicht herabsetzen, aber für die Verständigen paßt er nid9t 
hinein, und für das dumme Publicum ist er dann ein Trost für das Uebrige. Es müßte 
jedenfalls Alles exquistt sein, so daß es mehr oder weniger mit der ganzen Anschauung 
aussöhnt. Für meine Person bedaure ich eigentlich, daß ich nichts Neues bringen 
kann, gerade als der Geheime Ober-Neue nur mit alten Sachen vertreten sein kann. 
Mein Abendmahl, das am J. Jan. in Kopenhagen fertig wird, könnten Sie 
haben und bitte ich Sie dann unser Project mit der Nationalgallerie mit aller 
Schläue vorzunehmen. Außer etwa einem Studienkopf habe ich sonst nichts hinzu- 
zufügen. Die Idee mit dem Catalog ist recht gut, und wird Beifall sZnden. Sie 
werden schon aus der ganzen Sache ein künstlerisches Ereigniß für Berlin machen. 
Ob der x5. Jan. das richtige Datum ist, weiß ich nicht zu beut-theilen, mir ist es, 
als ob das etwas nahe an Weihnacl)ten mit seinen absorbirenden Jntressen wäre. 
Doch müssen Sie das selbst am besten beurtheilen können.  
. . . . . . sd)eint Ihnen untreu geworden zu sein. Sie können Ihre vielfach be- 
vorzugte Stellung dazu benutzen, ihm seinen Erfolg etwas zu schmälern, und  
würden Sie der Kunst nur einen Gefallen erweisen, wenn diese künstlerischen Protzen 
möglichst bald aufhören, oben an zu schwimmen . . . 
Meine kleine Bergpredigt iß schließlich sehr gut ausgefallen, und tritt nun ihre 
Reise nach Amerika an. Das Bildchen für den Franzosen macht mir viel Freude 
und wird zu meinen bessern Sad9en zählen, es is! fast schade, dies an den mir 
persönlich unbekannten Sammler abzugeben. Ich muß aber mein Versprechen dem 
Mann gegenüber halten. 
        

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