Bauhaus-Universität Weimar

De1" SOUde17HU11l3 von- wacker (lZHen-. 
un hat auch Düsseldorf seine Sezessi"on. Denn die Ausstellung des nengegrün- 
  deten ,,Sonderbundes", die im Mai gleichzeitig mit den beiden Ansstellungen des 
Kunstpalastes auf dem neutralen Boden der Kunsthalle eröffnet wurde, scheint 
 ähnliche Tendenzen zu verfolgen wie ihre Vorgängerinnen in München Und BEIDE. 
Von älteren Künstlern gehören der Vereinigung Christian RohIfB M Hagen Find de? 
Düsseldorfer Landschafter Ernst te Peerdt an, die  ;Tl:-est  
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Rudolf Bosselt iind der Kunstgewerbler s. H. Ehmcke. Also Kunstler, wie sie auch am 
,-Ring" mitarbeiten- jener Publikation, die für das theinische Kunst-leben etwas sHUZ N-eUFs 
bedeutet. Ein gewisser Gegensatz zur Akadeniie ist EbM1"0  k""biU" Wie seUm"3'M M 
München und Berlin, nur fehlen, mit geringen JlusnahMM- Z-I I. S ISMM UND SeNf-ct10nen. 
Eine erlesene Ges(hmackskultui-, die sich schon in.der ungew b71I1th gekFINgMM sfkSfäIkIsM 
Aufstellung der Kunstwerke bemerkbar machte- If? -SUCH 47aeMhaIbM W MEIet1schen und 
           
übel gewirkt, die musterhaften Babys entwickeln sich 'sUChk Immer ZU den V0I'biIdlichen Zeit- 
genossen. Man hat auch, um die Modernitiit des Unternehmens ZU bEi"1"egeIn- neben Max 
Lieberniann eine ganze Reihe von franz5st"fthM JMPkessi07ÜfkM I?kI"VemühTT CSZ0WUe Und 
Van Gogh fehlen ebensowenig wie Money pissarro, Sisley und Renoir; Signac und Seurat 
vertreten den Neo-Jmpressi"onismus, Edouard Vuillard mit einer ganz köstlichen natur-e 
morte aus Düsseldorfer Privatbesi"g übertrifft sie alle im einschmeichlerischen Reiz des Kolorits. 
Van Gogh in der Kunsthallel Ia, Düsseldorf wird modern, bunte Flaggen wehen von alten 
grauen Häusern, auch die Akademie wird von jugendlichen Anwandlungen ergriffen und holt 
sich einen neuen Lehrmeister von der Münchner ,,Scholle-. Aber das sind Absichten, die 
Bedeutung nur dann beanspruchen können, wenn gleich ein Stück Erfüllung mitquittiert 
wird. ,,Man glaubt draußen an ernsten Willen und an wahrhaftes Kunstgefühl in Düssel- 
dorf so wenig, daß man nur dann aufhorchen wird, wenn Sie von wirklichen, ernsthaften 
Dingen, von Realisationen erzählen wer-den," sagte mir ein Landsmann, der sich von der 
landesüblichen wahrhaft grotesken Überscl)agung der einheimischen alten Götter immer klug 
ferngehalten hat. 
BE-0"elt und Deußer, das sind die Heersühi-er. Es ist erstaunlich, was für Fortschritte 
bef0"deW de? L-7I1dfChaftet Deußer gemacht hat. Um seine ebensogut gemalten wie 
dUtchgeflU)rten und erlebten Natnts(hildei-ringen in ihrem ganzen Wert zu würdigen- ist es 
t10tWMdkS- Einen Blick Auf die LM1dschaftsgemälde in der Deutschnationalen AussielIung des 
Kunstpalastes zu werfen. Das Niveau ist nicht schlecht, überall tüchtiges Können und gute 
Beobachtung. Fehlt nur: Persönlichkeit. All diese nieder:-heinisOhen und hollcindisch-vlaniischen 
Landschaften von Hardt, Liesegang, Weskendorp, Kiederich und wie sie alle heißen mögen, 
scheinen in einer Werkstatt gemalt zu sein. Eine beklagenswerte Schablonisierung hat die 
guten Ansäge, die der Eugen Kampf-Schule früher viele Anhänger warb, ums Leben ge- 
bracht. Als die Pflege niederrheinischer Motive das Erbe der verblaßten Rhein:-omantik mit 
ihren Loreleifelsen und ihrem Ruinenkultus,anti-at, konnte, man annehmen, eine neue Blütezeit 
sei für Düsseldorf angebrochen, und noch 1egt glauben viele gute Leute am Rhein in diesen 
fast immer übergroßen Stasfeleibildern den Extrakt der modernen Kunst vor sich zu sehen. 
In Wahrheit ist es nichts als ein guter Stuben-Naturalismus, zurechtgemacht für den 
Geschmack des modern-angekrankelten Kunstphilisters. Eine Langeweile geht von diesen 
        
aus, daß KollektivausstelIungen dieser Maler, wie sie jetzt in allen wichtigeren Rhcinskzz,kM 
Meister der Fürst. VI- JOHN- Heft S-
        

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