Bauhaus-Universität Weimar

Stauffer-Bern und fein Berliner Kreis. 
Hieb hier nicht bei dem Vor-sag. Leider kam das Werk aber nicht zum Abschluß Und als 
ich später einmal Stanffer darüber intekpel1ie1-te, meinte er, daß fid.7 die anderm nun auch 
plagen mögen- wie et es getan. Geheime-at Leb:-s hat das Verdienst, das, was von Stauffer 
niedergeschrieben, in seinem Staufferbuch publiziert zu haben. Ein genaues Verzeichnis der 
notwendigen Materialien, das G:-undieren der Platten usw. bilden den Beginn des Buches, 
das leider da, wo das At3en und das Arbeiten auf der blanken Platte erst beginnen 
sollte, abbricht. 
-II- W Ill- 
Ich glaube, es W,-zk im skühjahk z886, zur Zeit, da sich Stauffer auch mit dxr St::ite 
.,Der Gelt-euzigte" befaßte, daß er dem Wunsche- ein g1'0SeI'es Bild ZU Malen- 7THhiFrrääm; 
Bei seiner großen Vorliebe für Altes und Neues Testsi1JeM- die U' in s:kI;M 'felikh daß 
wie vornehmlich auch in seinen Briefen und Karten-Ei) zitterte, war-des ivoli)t deetg1te:Hcda-M-M 
er ein Thema aus der Bibel wählen WE1'dVs S,0 tm? er fah n M    
 at-f eine Reihe von Skizzen, die sich allmählich 
Christus und Magdalene zu malen und entw ei er offenen amikMmndm Haue die 
ZU einer ab9efÖl0"-e"en KomPofitM.1 gesmMtM. Isi:eii nließ spielte sich der Vorgang- ab 
nach de? Mitte ZU einen Blick in M Landschaft of-k'on gesihaffen, zeichnete er eine rö  
Sobald er sieh die nötige Klarheit übe- die Ktomp0s(;zä M von PotMsm s l S, ß.M 
Anzahl Studien, namentlich auch Akte, und m den J' ebmfau Amme te ei eine 
Reihe landschaftlicher und architektonischer Motive- die U' S ZU Vetivenden hoH'te. 
Wie nun schon die Studien hierzu etwas seht SkAkUakIsÖe9 hauen- so hanc Ue K0MPfsM0t1 
allmählich auch mehr die Erscheinung eines Reliefs angenommen, und besonders. eine sU3eUde 
sc-:uengenalt auf der linken Seite des Bilder- machte den Eindruck eines, antiken Reliefs. 
Stauffer mußte selbst das Gefühl haben, daß er auf diesem Wege zu keinem guten Ende 
kommen könne. Die Schwierigkeiten steigerten sich dann noch, als er daran ging, eine farbige 
Skizze zu machen resp. seine Komposition in sarbe zu setzen. So trafen verschiedene Dinge 
zusammen, die ihn bestimmten, auf eine Weile diese großere Arbeit zur Seite zu setzen. 
Erst später, während eines Aufenthaltes in Belvoir, dem Landsit3e seines sreundes 
Esther-Welti, scheint er sich über die weitere Gestaltung seines Bildes klarer geworden zu 
sein. In einem Briefe vom 29. Juli x890 schrieb er: ,-Ich werde hier auch die landschaft- 
liche Studie machen für mein Bild, ich setze den Tisch unter die Kastanienbäume, die eine 
Umfassungsmauer überscbatten. Ich lasse die Handlung unter dem Blätterdache spielen; je 
weniger man künstelt und komponiert und klügelt, desto einfacher wird die Sache. Das 
Bild braucht nach meinem Dafürhalten vor allem Wahrscheinlichkeit; ich glaube somit die 
Hauptschwierigkeit, an der ich bis dato immer gescheitert, überwinden zu können, das Lokal. 
So viel habe ich bis jetzt schon gefunden, daß es nichts Dümm ei-es gibt, als ins Blaue hinein, 
ohne sich an ein bestimmtes Motiv zu halten, zu komponieren. Finden Du einen schönen 
PMB- der einer schönen Handlung oder irgend einem Vorn-urfe als Lokal dienen könnte, so 
ist die Sache Mit einem Male einfach; je ivahrscheinlicher und natur-genseuek das Lokal, desto 
UnMitteIbcU'et" de! Eindruck- desk0 Mehr ist man gezwungen, wirkliche Wesm von Fleisch und 
Blut sehr gut hinein zu malen." Trog dieser für seine Arbeit, wie Stauff"er glaubte, 
günstigen Bedingungen gedieh diese aber doch nicht weiter. Ich glaube nicht, daß er in 
Belvoir irgendwelche Studien zu diesem Zwecke gemalt hat; denn ich sah später keine und 
auch die Arbeit wurde sonst in keiner Weise weiter geführt. Ein großer Keil:-ahmen war, 
soweit ich mich erinnere, noch beschafft worden, aber es kam zu keiner Auszeichnung. Wenn 
 S0 f(hMb ev z. B. auf einer Karte auße d As  
Beim Nad)fchlagen fand ich dann die Aufklärung:  sie lasse  Ue W:-te: PS. xl1. Vkks 1, 2, 
Wie lange wendeft Du Dein Angesicht von mir? 2. Wie lang; soll ,'wwü nimm so. ga"3,VkksC0"tn? 
Schmerzen leiden in meinem Herzen tägliO; oder PS. XVlll. 15, Und le?  In meiner Seele, 
Reden meines Mundes; und das Sinnen meines 6erzens wird in Deiner Gegenwart  W0hlskfallen die 
Du bist mein Helfer und Erlöser. U alle Zeit- HEX-
        

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