Bauhaus-Universität Weimar

Meifker der Farbe. 
Ausgaben zugänglich machen. die große Ver- Bestehen; es war die Sammlung 1s8i im Privat- 
ösfentlichung aller deutschen Kunstdenkmäler wird hause ihres Gründen, des Brauereibeslizers Carl 
in der Art der Leitung und Organisation ein Iacobsen, dem Publikum zugänglich gemacht 
Gegenstück der ,,Monut11enia Oel-n1aniae l-lisiorica" worden. 
werden. Auch hier soll eine Zentralkommission die 
Direktion haben, um die Arbeiten an die einzelnen Frankfurt a.M. während selbst in kleineren 
Abteilungen zu verteilen und zu überwachen. Aus Städten als Frankfurt regelmäßig größere Summen 
dem großen Grundwerk werden dann kleine billige, im städtischen Haushaltplan für Museen und Ga- 
gut illustrierte Voll-sbücher über einzelne Gebiete lerien vorgesehen sind, war die Stadt Frankfurt 
sich entwickeln, deren Abfassung der gleiche Fach- bisher in der Lage, auf derartige Ausgaben nahezu 
mann zu übernehmen hatte, der in der großen verzichten zu können, da die Stiftung des Städtl- 
Ausgabe das Thema bearbeitet hat. wie an- schen Kunstinstituts als ausreichend erschien, die 
regend wird es sein  um nur ein Beispiel zu Ver-psIichtungen, die ein größeres Gemeinwesen der 
nennen  wenn aus den publikationen der deut- bildenden Kunst gegenüber hat, zu erfüllen. Aber 
schen Miniaturen, Siegel, Medaillen und so fort tatsächlich genügen die Finanzen des Instituts bei 
ein Volks!-uch mit den gteichzeitigen echten Bild- weitem nicht, um die Städelsche Sammlung heute 
nissen unserer deutschen Kaiser und der großen in der weise auszubauen, wie es ihrem Range 
deutschen Voltsmänner für unsere Jugend zu- unter den europäischen Galerien und Kupferstiki)- 
sammengestellt wird, die sich bisher an den Theater- kabinetten entsprechen würde. So mußte es als 
bildern des Frankfurter Römers begeistern muß! wünschenswert erscheinen, daß die Stadt selbst in 
Als Ausfluß der Vorarbeiten der ,,Mouumenta" umfassender weise die Bestrebungen des Instituts 
ergeben sich zugleich photographische Sammeln-erke unterstützt. Ehe derartige Bestrebungen eine feste 
der verschiedensten Art, die namentlich für den Form annahmen, fiel nun der Stadt bekanntlich 
Gebrauch in den Lehrmitteln der Universitäten ein großes Vermächtnis zu: die Pfungstsche Stif- 
und höheren Schulen zum Teil schon vor der Ver- tung, deren Erträgnisse für die Begründung einer 
ösfentlichung der großen Hauptwerke ausgegeben modernen Galerie teftamentarisch bestimmt sind. 
werden könnten.  Ein illustriertes Iahrbuch der Damit war der Stadt ohne besondere Kraftan- 
kunstgeschichtlichen Forschung, eine Bibliographie, strengung die Möglichkeit gegeben, eine Aufgabe 
die Errichtung kunstwissenschaftlicher Anstalten und zu erfüllen, die in allen größeren Gemeint-esen als 
Verbindungen im Ausland, die kunstgeschichtliche" notwendige Kulturausgabe angesehen wird. So 
Vorbildung und Fortbildung der Lehrer und steh- bedeutend dieser Anfang war, mußten sich doch alle 
rerlnnen an den höheren Schulen, die Forderung, beteiligten Kreise darüber klar sein, daß hiermit 
daß auch in den höheren Lehranstalten kunstwisien- eben doch nur ein Anfang gemacht war, daß auch 
schaftlicher Unterricht eingerichtet wird, die Schaf- diese Stiftung, deren Betätigung durch den willen 
fang von Lehrmltreln; und su)ließlich die systema- des Stifters feste Grenzen gezogen sind, nicht aus- 
tisd)e dorthin-ingung des Volkes mit Kunftkenntnis  reichen würde, um einen planmäßigen Ausbau des 
und Kunstverstckndnls  das etwa sollen die Auf- vorhandenen öffentlichen Kunstbesitzes zu ermög- 
gaben des deutschen Vereins für Kunftwissensd)aft lichen. Für eine beabsichtigte Heranziehung der 
sein. wahrlich, ein Programm, dessen erstaunliche Stadt und der städtischen Finanzen für die Ent- 
Größe man erst dann ganz fühlt, wenn man be- wickelung der FransfI1kttt KUUiU"0MMcU"S VII 
denkt, daß Althosf und Bode die treil-enden Kräfte aber vor allem zu berückikshtkgM- MS d-II St3delfthe 
zu seiner Ausführung sind, also zwei Männer, die Institut durch seinen Stiftungsbrief als durchaus 
us-s,k hkpß pkpgk4s--- krachen, sondern auch bis selbständige, von der städtischen Verwaltung un- 
zuk leg--n Kraft das durchseczen, was sie sich vor- abh2T-1sigeAI1sksIs !--steh-II bleibst- muß- -iI1eF1ssi0n 
genommen haben.  Die öffentlichen Aufforde- der Städelschen Sammlung mit einer städtischen 
rungen zum Beitritt sind anfangs Januar ver- Galerie also ausgeschlossen wäre. Aus dieser kom- 
s.mpk worden. plizierten Situation heraus hat Direktor Smar- 
zenski eine denkschrift über die Ausgestaltung und 
In der westpoint-Militär-Academy zu London weitere Entwickelung der Städelschen und der zu 
ist ein altes Taschenbuch aufgefunden worden, das begründenden städtifchen K-unstsammlung verfaßt, 
gefüllt ist mit vielen Skizzen. Eine große Wahr- die vom Magistrat und Stadtverordneten im Prin- 
scheinlichkeir spricht dafür, daß dies ein Skizzen- zip genehmigt ist. danach soll die städtische Galerie 
buch des jugendlichen Whistler gewesen ist. zwar als selbstständiges Gebäude auf dem Städel- 
sd)en Grundstück errichtet werden, aber in der weise, 
Am Z. November feierte die Nr carlsberg daß beide Gebäude resp. Gebäudegruppen eine 
Gl7ptothek in Kopenhagen ihr -sjähriges künftlerisch-architektonische Einheit bilden, und der
        

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