Bauhaus-Universität Weimar

Aphorismen von LelTer LIry 
Kunst kommt von Können. Gewiß, doch was ist Könnens Es gibt nur 
einen feststehenden Begriff von KuniI und Können, und der liegt allein im 
Künstler selbst. Hat er ihn nicht, fühlt er ihn nid.)t in seinem Innern, dann 
kann ihm kein Gott helfen  nicht einmal die liebe Kritik. 
Wie die Lava macht sich die Kunst ihren eigenen Weg, aller menschlichen 
Hemmnisfe spottend. O 
Narren, die da glauben, daß das Geld für das Gedeihen der Kunst abf0lUk 
notwendig sei,  siehe Frankreich nach x870. 
Das Talent is? nicht immer schädlich .   . 
P 
Talent zu haben ist heute eine billige Ware; nur muß man den Preis dafür 
zahlen können. V 
Wunderlicl)e Mensci)en, die Herren von der Kritik! Da verfolgen sie nun fahre- 
lang, ja ihr ganzes Leben den Künstler mit ihrem Haß und suchen ihn ZU Ver- 
nichten  andere wieder sehen ihre Lebensaufgabe erfüllt, wenn sie ,,ihren" KkMsUeV 
zur Anerkennung gebracht haben. Charaktere:"  wer will es bejahen oder ver- 
neinen? G 
 sagte der alte Professor zu seinem jungen Kollegen, ,,dem Zufall, lieber 
Freund, verdanken Sie das Beste in Ihrer Kunst? Glauben Sie mir, vernichten 
Sie, was der Zufall Ihnen gebracht, und versuchen Sie, es durch Arbeit und Fleiß 
wieder auf den früheren Zustand zu bringen. Dann haben Sie etwas gelernt und 
ehrliche Kunst geschaifen." So sagte der große alte Meister. (Es war MeUzEIs) 
I-S 
Malen ist schwer; doch am schwersten ist, den richtigen Moment zu erfassen- Um 
aufzuhören. O 
,,In den zehn Zeilen, die ich über Sie gesd)rieben, isi mehr Kunst- Als Sie je- 
mals in Ihrem ganzen Leben machen werden-  spricht der Kritiker von heute 
zum Künstler. E 
Die Zeichnung kann man erlernen, die Farbe nie. 
G 
,,Sie haben noch kein Bild von dem Maler  fragte ein Gast den Kunst- 
mäzen MeyerZ  ,,Wer if- der Maler  antwortete der KuniIMä3M- -KeM1e 
ich nicht. Verkehrt er bei mir:"- 
Druck des Textes von E!-nlk Heärid1 Nad1f., G. tu. b. I-L, Leipzig 
Druck der Fa:-bentafeln von Föt1ker öd Bot-ries, Zwidiau
        

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