Bauhaus-Universität Weimar

Meister der Farbe 
der einSkulprurenverzeichnis für die Besucher der Stadt, als oberste Scheidelinie annahm. Nach 
Wectikadt enthält, das die griechischen Meister- der alten Einteilung, die von Fiorillo stammt, 
werte Roms nach den Standorten aufzählt. Die war pompeji in neun Regionen eingeteilt. Jüngs- 
BeschkekbMIg gibt -Hinweis? auf Gegenstände, hat man an der porta di Vesuvio einige Er- 
KkTI1iklet"- UtspttMgs0rt usw. und bringt interessante gänznngsgrabungen vorgenommen, die den Unterbau 
Mitteilungen über bisher noch nicht bekannte der Anlage vollständig bloßgelegt haben.  Dem 
Künstler und et-giinzende Nachrichten über schon Beginn der Ausgrabungen in Herculaneum steht 
bekannte griechische Bildhauer.  In der Provinz nunmehr auch nichts mehr im Wege, nachdem die 
von Sevilla bei Carmona legten sechs beim Graben Zentralkommission für Altertiimer und sä)öne 
auf dem Platz einer ehemaligen römischen Netto- Künste den Vorschlag des Professors Waldstein, 
polis beschäftigte Arbeiter eitles! Pk)3UkzkftI)eI1 die Beteiligung des Auslande an den Ausgrabungs- 
Tempel VOII fkhekI1b-U" h0c)eM kiFI1iUe!7kfThM Und arbeiten betreffend, angenommen hat.  Der Ar- 
nrchä0l0gifä)en wert bloß. Man hat darin Mo- chäologe Friedrich Noack hat aus Kosten des kaiserl. 
saiIen und Fressen mit Darstellungen von Pstanzen, deutschen archäologischen Instituts die Stadtmauer 
Tieren Und L4Mdfch-Titel! gefunden- Gleichzeitig von Athen einer Untersuchung unterzogen, wobei 
fand man mehrere Statuetten aus Terrakotta, zwei höchst interessante Grabreliefs M) f6nden.... 
ferner Kristallschalen und wertvolle Steine, die Als letztes, aber wahrlich nicht geringste- Ereignis, 
phönizischen Charakter tragen. Professor Schulten wollen wir von einem ganz bedeutenden Funde 
von derGöttinger Universität, der die Ausgrabungen Kenntnis geben: An der Stelle der einstigen Gärten 
des alten Numantia leitet, hat sich unverzüglich des Sallust in Rom ist eine, der edelsten Blüte- 
nach Carmona begeben, um diese Entdeckung auf zeit der griechischen Kunst entstammende lebens- 
ihren Wert hin zu prüfen.  In Ephesns wurde große Marmorsigur eines Mädchens von großer 
das ganze große Gebiet des berühmten Artemis- Schönheit gesunden worden. Sie ist ins linke 
tempels 19o4J5 auf Kosten des British Museums Knie gesunken, mit leicht rückwärts gebogenen: 
untersucht. Als Resultat wurde in erster Linie Oberkörper, gleichsam, als wenn sie im Vorwärts- 
erzielt, daß nicht allein der ganze Grundplan des fliehen von einem Pfeil im Rücken getroffen wäre. 
1870 V(-U W00d Unter dem helleI1iskifchen Stratum Das Gesicht zeigt nach echter Griechenart keine 
entdeckten Tempels aus dem sechsten vorchristlichen schmerzentstellten Züge, denn die Augen sind weit 
Jahrhundert und sein architekturaler Charakter geöffnet und der Mund nur ein wenig verzogen. 
mit neuen Bett-essen festgestellt werden konnte, Man hätt das wert für eine Niobide, die zu einer 
sondern daß auch kleine Weihegeschenke- darunter im Z. Jahrhundert vor Christo entstandenen 
Kultfiguren der Göttin, gefunden wurden. Dann Giebelreihe gehört hat.  
traten Reste von drei wohl zu unterscheidenden 
Tempeln aus den Perioden vor Kroisos zutage. 
Außerdem fanden sich 2ooo Kleingegenstände aus Wer die diesjährigeDresdenerKunstgewerbe- 
dem 8. und 7. Jahrhundert. Darunter waren auch Ausstellung besucht hat, wird stch des wunder- 
hübsd)e Statuetten und andere Gegenstände in vollvornehmenArbeitszimmers füreinenbayerischen 
Elfenbein, Kristall, Metall und noch eine größere Regierungspräsidenten erinnern, das, ebenso wie 
Anzahl Münzen, aber nur sehr wenig persönlicher das dicht dabei gelegene feine Eßzimmer, von den 
Schmuck. Der einzigarrige Schatz weist zahlreiche vielfachen Bizarrerien jener Aue-stellung er- 
Darstellungen der Göttin, sowie auch Kultfiguren freulich abstach. Schaute man in den Kata- 
aus dem Kroisostempel, zusammen wohl so an log, so war das Erstaunen nicht geringe, den 
der Zahl auf; sie zeigen nunmehr, wie die Göttin überderben Simplizisßmuszeichner Bruno Paul 
vom 8. bis ins 4. Jahrhundert vor Chr. hinein an als den Urheber so ungemein guter, echt hand- 
dieset ihrer Hauptkultstätte dargestellt wurde.  werklicher Kunst verzeichnet zu finden. Jn den 
In der Nähe von Oliveto Lucano sind die Um- Fachl-reisen herrschte nur eine Stimme dar- 
fassungsmauerneinerhochgelegenenvorgeschichtlichen über, daß Paul sich einen Ehren:-latz verdient 
Stadt zum Vorschein gekommen.-Die italienischen habe; und so ist das Unwahrscheinliche Ereignis 
Archäologen haben eine neue Einteilung pompejis geworden, daß ein böser Simplizissimus-Bube von 
vorgenommen. Man scheidet nunmehr das Stadt- der preußischen Unterrichtsverwaltung zum Direktor 
bild wieder in sechs Regionen, die ihrerseits in der Berliner Kunstgewerbeschule berufen worden 
Inseln oder Häuser-blocks zerfallen, wobei man die ist! Diese Verirrung müßte eigentlich von Heide 
Straße nach Stabiä, die Hauptverkehrsader der gezeichnet werden. 
 
     
        

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