Bauhaus-Universität Weimar

Meister der Farbe 
Gegenwärtig ist in Paris eine von langer Hand Zum Direktor des Goethe - Schiller- 
vorbereitete Ausstellung russise-her Kunst er- Archivs in Weimar sowie der beiden dortigen 
öffnet worden, die im wesentlichen die ganze mo- Museen ist D-. A. Ko"tschau, bisher Direktor des 
derne russifche Malerei in einer im westlichen Europa Dr-esdner Historischen Museums, ernannt worden. 
noch nie gesehenen Vollständigkeit zur Anschauung Er tritt an die Stelle des hochangesehenen Pro- 
bringt, daneben aber auch die höchst pikante russifche fessors Dr. C. Ruhlandt, der viele Jahre lang 
Kunst des 18. Jahrhunderts und der ersten Hälfte dieses Amt in großem Ansehen verwaltet hat. 
des 19.Jahrhunderts berücksichtigt. Die Ausstellung   IV  
hat in Paris einen außerordentlichen Erfolg und B E"" h"ßMh"  der Vil"" 
soll, wenigstens zum größeren Teil (sie enthält un- o:t:Xese i"rkRo"s; IV? Mh"Jr 9esa3:-ah:I 
gefähr 6oo Bilder) auch in Berlin und München P  Pa es- eh  U"9""se  
f   das Gelande dieses Gartens fühlt sich die romische 
paar gez"gt werden N Stadtv rwaltun b it  t di A l d t  
Eine merkwürdige Ausstellung hat im e g M Fig , e n Wen es In M 
   nationalen Institutes sur Ackerbau zu stellen und 
Oktober in Krefeld stattgefunden; namlceh eine   E H 
niederländisch-indische Kunstausscellung in der vor- zu wesen schonen ZWe 7oo0 käm des PaY.". zu 
   - opfern; und zwar nicht etwa an einer mogltchst 
w1.egMd.amre ErzeUgnM-e de9.KUnskhandwMs.aUs abgelegenen Stelle, sondern auf der reizenden, mit 
Ncederlandisch-Indien vorgefuhrt wurden, Stücke,     
  einem Pincenwaldchen bepsianzten Anhohe gegen- 
deren ungemein feiner dekorativer Reiz auf unser  
heutiges europäisches Schaffen nicht phnk Wirkung U!-et der Viila Strohlfern, links an der großen 
 Allee, die vom Tore bei Porta del Popolo zum 
bleiben wird. II   
Aesculapsbrunnen fahrt. Glut!-licherweise ist das 
Der wied""aUfb" des  ,i" Projekt des Architekten für den Bau des Institutes 
Ve"edig?ockc Mr lä"Jge"rZM' L? when achZw"fel so gemildert worden, daß von den an dieser Stelle 
an det-Gute derAusfuhrung derb sherfertiggestellten besonders Mzwam paMmlagm nicht auzuvM 
Teile ergeben,- zu' deren Untersuchung eine K.om- zum Opfer fällt; Und noch glücklHM- daß die 
mWo" ei"g"f"3t M N großen Psianzungsanlagen, die das Institut er- 
Für K0PMhCSM UND! III litt!-O MUfsUM fordert, getrennt von dem Gebäude auf die nörd- 
kI1 Aussicht- das Mk die GOstI)Id)ks de? dXI1klU)sI1 lichen kahlen Wiesen des Parkes verlegt sind. 
Malerkunst im 19. Jahrhundert von grundlegender is-N 
Bedeutung ist: die Sammlung von H. Hirschfprung, Todesfälle. 
eines bedeutenden Kopenhagener Zigarrenfabri- Alfred Stevens, Maler in Paris, 83 Jahre. 
kanten. Diese bürgerliche Qualität des Stifters Dk.HansWilhelmAuer, Architekt inSt.Gallen, 59J. 
verdient bemerkt zu werden, weil es nicht alltäglich Alia Ajolsi, Bildhauer, 27 Jahre. 
ist, daß ein Kaufmann Zeit und Neigung ei-iibrigt, Eugen Felix, Maler in Wien, 7o Jahre. 
um einemoderne Gemäldegaleriezusammenzubringen, Frederico-Etienne Let-our, französischer Maler, 7o I. 
die nicht etwa nur siiichtige Geschmackelaunen zu Louis Frank;ois Boitte, Architekt in Paris. 
befriedigen vermag, sondern ausgesuchte Qualität Heinrich Burckhardt, Glasmaler in München, 85 J. 
und kiinsilerische Liickenlostgkeit in sich vereint. Johann Lindner, Kupfer-stecher in MüncbM- 67 I- 
Die Art der Sammlung erinnert stark an die Franz X-wer Pawlii!, Medailleur. 
allerdings noch wesentlich bedeutendere Galerie der Eugenio Gignous, lombardischer Landschafter, 56 J. 
Brüder Tretjakow in Moskau, deren Begründer Oskar Levertin, Professor in Stockholm, 44 Jahre. 
zwei Tuchfabrikanten waren. Alles, was die dä- Christian Malt, Landfchafter in München, 74 J. 
nische Kunst von Eckersberg und Marstrand bis Albert Genick, Architekt, 7o Jahre. 
aus unsere Tage an wesentlichen Talenten hervor- Paul Rinckleben, Bildhauer in Dresden, 64 Jahre. 
gebracht hat, ist in Hirschsprungs Sammlung mit Robert Förderreuther in Dresden. 
h"o"chst charakteristischen Stücken vertreten. Der C. Chr. Andersen, Maler, 57 Jahre. 
Besitzer hat nun seine Schätze der Stadt Kopen- Carl von Telepy, ung-US LM1dfÖSfkOM-8M- 78 Is 
hagen mit der Bedingung vermischt, daß ein eigenes Gustav G:-ohe, Bildhauer in Berlin, 77 Jahre. 
Museum dafür erbaut werde. Nach mehr-jähriger Paul Cezanne, französischer Maler, 67 Jahre. 
Überlegung ist dieser Vorschlag nunmehr ange- Friedrich Reusch, Bildhauer, 63 Jahre. 
nommen und die Aufstellung der Sammlung als August H-3rtet, Porträtmaler, 74 Jahre. 
öffentliches Museum gesichert. Gustav Laeverrenz, Maler 
I3SIs!lIIeher und verantwortliche Reduktion- S. El. Stern-Inn, ltelszlg, Quer-M.13.  D!-use von Ernst 5etltltl1 llati1i., S.m.b. S. tret:-tin 
l)keliatben(ltucl(e von desto-C Bartes- Zwittertr-
        

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