Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Malerei
Person:
Janitschek, Hubert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-975647
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3945638
Werke ans Baldungs Spätzeit. 
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erinnert. Von dem 1nalerischeu Eindruck kann das erhaltene Fragment nur eine 
Andeutung geben; die Absicht erkennt man ja: möglichste Einschränkung der Farben- 
leiter, Konzentration auf einen vollen Akkord, der dann um so kräftiger wirkt; so treten 
auf dem Fragment nur zwei Töne in Wirksamkeit: Rot (Mantel Josephs) und Grün 
(Gewand Marias), der Hintergrnnd ist dunkel (Mauer, Nachthimmel). Eine Vanitas 
von 154() in der Sammlung des Konsul-Z Weber in Hamburg schließt säh an die 
Todes-darstelIuugen von 1517 an: eine stehende, junge, nackte Frau, die von hinten 
vom Tode umfaßt wird; vor ihr ein Knabe, hinter ihr eine liegende ältere nackte 
Frau. Das Bild ist von sehr kräftiger Färbung. Ebenso gehört dieser Spätzeit 
der Herkule-Z 1nit Antaeus in der Sammlung Habich in Kafsel an. Der Umfang der 
Phantasie nnd der gestaltenden Kraft Valdungs wird, wie bei den meisten deutschen 
Malern des Zeitraums, nicht durch die Gemälde umgrenzt; die Holzschnitte treten hinzu 
u11d im besonderen Falle der Reichtum vorhandener Handzeichnungen. An dramatischer
        

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