Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Baukunst
Person:
Dohme, Robert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-967995
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3934825
36 Deutsche Baukunst. Blütezeit des romanischen Stile-Z. 
 steigt das schmalere Mittelstück mit 
einer Galerie von vier Schallösf- 
 nungen auf, um dann wie die nie- 
 deren Seitenteile im Satteldach zu 
  schließen. Vor die Front legt sich 
 eine einfache später gotisierte Vor- 
 hatte mit hart-tnndet That nnd sechs- 
 bogiger Säulengalerie darüber.  
 Dem Mindener Bau verwandt ist 
 die Turmbildung der Kirche zu 
,    Wnnstdoef, während in Fisehbach 
 .  und Melverode gar die Mauern 
  in der Breite aller drei Schiffe 
 F- turmartig hinaufgeführt sind. 
  Origineller als alle diese An- 
  F M-W  lagen ist die Westfront des Dome-Z 
 IT-T St. Patroklus zu Soest. Unwill- 
H kürlich geinahnt sie an die Er- 
 scheinung de: italienischen Stadt- 
 häuser. Bon ihnen hat auch wohl 
 der Architekt. die Anregung für 
 diese in Deutschland sonst nirgends 
 wiederkehrende Form geschöpft: 
 vor die ganze Breite der Kirche 
 legt sich ein etwa quadrater Vor- 
 bau, aus dem der viereckige Turm 
 aufsteigt. Eine achteckige Pyramide 
 schrie-ßt diesen; de wo des Vkileteck 
 in dasA teck umseHt, steigen eine 
 viereckigech Ecktürmchen aus, jeder 
 wieder mit einem Pyram1dendach 
 UL1  geschlossen; zwischen ihnen begrenzt 
 ein spiher Giebel jede der Front- 
 seiten. Die .reichere Gliederung 
       dieser Oberteile, das Borkommen 
 I       von Kleeblatt- und Sp1Hbögen in 
"  sei--- ihnen deutet freilich auf eine Et- 
Fks- 29- F"ssTVE M D"M ZU SICH- bauungszeit, die über die uns hier 
beschäftigende Periode hinausreicht 
und bereits den ersten Jahrzehnten des dreizehnten Jahrhunderts angehört. Die Haupt- 
mafse ist durch zwei Reihen rundbogiger Schallöffnungen gegliedert; auch sie schon 
überschlank, unten zwei-, oben dreiteilig, in ihrer ganzen Erscheinung auf die Spätzeit 
des romanischen Stile-Z deutend. Das interessanteste Stück der Anlage aber ist der den 
Turm umschließende niedrigere Bau. Jm Erdgeschosse bildet er zum größten Teil
        

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