Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Baukunst
Person:
Dohme, Robert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-967995
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3938939
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Deutsche Bauku11st. 
Die Renaissancc. 
mentc wie in der deutschen Frührenaissance im allgemeinen, aber die Bildung im 
einzelnen ist doch eine andere; anders auch das rhythmische Empfinden siir Ver- 
hältnisse.  Aus der Mitte des Jahrhunderts besitzen dann die Länder in der 
Nähe der Meeresküste zwei Arbeiten, die im Gegensatz zu diesen, den spezifischen 
Charakter der belgischen Frührenaissance tragenden Werken Produkte der nieder- 
kindischen Hochrenaisfancekunst sind, beides freistehende, monnmentale Grabn1äler 
vorwiegend architektonischen Charakters. Zunächst das im Jahre 1548 errichtete 
Grabmal des Grafen Enno 11. von Ostfriesland in der Großen Kirche zu Emden, 
ein Kapellenbau mit reichem plastischen Schmuck; und dann das merkwürdige 
Monutnent des letzten Friesenhäuptlings dieser Gegenden, des 1511 verstorbenen 
Edo Wiemken in der Kirche zu Jener, von seiner Tochter Maria in den Jahren 
1561--64 errichtet. Inmitten ein echt niederländischer Sarkophagausbau: auf hohem 
marmornen Katafalk, den sechs Karyatiden (Tugenden) umstehen, der Tote in voller 
Rüstung ausgestreckt, ihm zu Häupten je eine schildhaltende weibliche Gestalt. Zwischen 
den Karyatiden an dem eingezogenen Sockel des Katafalks sechs weinende Genien; 
auch sonst reicher plastischer Schmuck. Und um diesen, seinesgleichen suchenden
        

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