Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der deutschen Baukunst
Person:
Dohme, Robert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-967995
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3937036
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Die Gotik. 
Deutsche Baukunst. 
Langhause gelangt, wählt man dafür  das einzige Mal bei den Cisterziensern  die 
Hallenform, offenbar von der Elisabethkirche angeregt. Auch sonst wird diese Form 
mehrfach in Hessen wieder aufgenommen: ziemlich gleichzeitig mit dem Marburger Vor- 
bild an der Pfarrkirche zu Wetter; aus dem vierzehnten Jahrhundert an der Marien- 
und an der Dominikanerkirche in Marburg selbst, sodann an den Kirchen zu Franken- 
be.rg, Friedberg, Grünberg und (später zur Hallenform umgebaut) Alsfeld. Vielleicht 
steht auch die Anlage des ebenfalls halIenförmigen Langhauses der Stiftskirche 
St. Marien zu WeHlar noch unter dem Einfluß der Elisabethkirche, deren FensterforIn 
im dortigen Chor wiederkehrt. 
Reifer als an den bisher besprochenen Schöpfungsbauten tritt der Stil, der etwas 
jüngeren Entstehungszeit entspre(hend, in der Kirche des Augustiner-Chorherrenstiftes 
zu Wimpfen im Thal auf. Ein glücklicher Ausnahmsfall hat hier den Chronisten 
mitteilsamer, als sonst üblich, in Bezug auf die Entstehung des Baues gemacht. 
Richard v. Dietenstein ("s 1278), Dechant der Kirche, ließ in den sechziger Jahren 
das baufällige alte Gotteshaus bis auf die Westtürme abbrechen und ,,berief einen in 
der Baukunst wohl erfahrenen SteinmeHen, der damals gerade aus der Stadt Paris 
gekommen war, um die Kirche in französischer Art (0pere francigen0) aus Haustein 
zu erbauen.   Und von allen Seiten strömte das Volk herzu, das herrliche Werk
        

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