Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Stilleben, Frucht-, Blumen- und Tierstück, Bildnis, Akt, Figurenbild
Person:
Schmid-Breitenbach, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-967970
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3876685
alles Nebensächlicl)e oder Widerstrebende mit starker 
Hand unterdrückt, wird nie ein Künstler. Wie pein- 
lich höchste Naturähnlichkeit auf uns wirkt, beweist am 
besten ein Wachsfigurenkabinett. Daß nicht der Mangel 
an Leben allein schuld daran ist, zeigen Stilleben 
aus farbigem Wachs. 
Die Anordnung von Fruchtstücken, die aus Obst, 
Gemüsen und allen übrigen Garten- und Felderzeug- 
nisTen zusammengesetzt sein können, ist wegen ihrer ziem- 
lich allgemeinen Rundung und energischen Farbe etwas 
schwierig. Sie gestattet selten einen pyramidalen Auf- 
bau ohne 3uhilfeuahme anderer Gegenstände, die meist 
um so willkommener sind, als sie zur Milderung harter 
Kontraste dienen können. .85orizontale Anordnung aber 
verlangt reiche Abwechslung in der Gruppierung und 
Verschiedenheit ihrer Zusammensetzung. Ihre leuchten- 
den Farben müssen als Farbflecke und Tonwerte so 
geordnet werden, daß ihre Verteilung über die Bild- 
fläche harmonisch wirkt. 
Bei der Malerei hat man sich vor brutaler und 
harter Farben- nnd gcdrechselt runder Formgebung zu 
hüten. Man kann mit gutem Willen auch auf der 
rundesten Frucht Flächen finden, die im Kontraste zu 
einander stehen. Starke Farben wirken umso abstoszen- 
der, wenn ihr Ton und der Reichtum ihrer Tinten 
nicht genügend berücksichtigt ist. Nur zu häusig findet 
man bei Fruchtstücken harte Schlagschatten, welche ihre 
Verbindung störend beeinflussen. Da sie selbst genügend 
Farbenreicl)tum zeigen, empfiehlt es sich, dem Hinter- 
grunde eine neutrale Farbe zu geben.
        

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