Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerfarben, Mal- und Bindemittel und ihre Verwendung in der Maltechnik
Person:
Linke, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-967954
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3885354
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lautet. Im Gegensatz zu dieser ,,Analyse" wurde im zweiten Experimente 
das Wasser aus seinen Bestandteilen zusammengesetzt, die ,,Synthese" des 
Wassers durchgeführt. Das Wasser ist also ein zusammengeset3ter Stoff. 
Alle Bemühungen, Wasserstoffgas weiter zu zerlegen, zu analhsieren, 
andere Bestandteile aus demselben zu gewinnen, sind ebenso gescheitert, wie 
desgleichen beim Sauerstoff. 
Wasserstoff sowohl als Sauerstoff sind demnach als nicht zusammen- 
gesetzte, als einfache Stoffe erkannt. 
Ma1i hat bisher einige 70 solcher einfachen, unzerlegbaren StoHe, 
die man als chemische Elemente bezeichnet,rgefunden. Die wichtigsten 
derselben sind: 
"Aluminium A! 27 Magnesiu1n Mg 24 
-"Antimon Sb 119.6 Manga1i Mn 54.8 
'"Arsen As 74.9 Natrium Na 23 
Baryum Ba 136.9 Nickel Ni 58.6 
Brei pl) 206.4 "phospbor P 31 
      
,-Brom Br 79.8 Quecksilber Hg 199.8 
Cadmium cd 111.7 ""HSauerstoff O 16 
Caleium ca 39.9 V Schwefel S 32 
      
Chrom C r 52.5 V Silicium Si 28 
Eisen Fe 55.9 V Stickstoff N 14 
-Fluor F 19.1 Strontium St 87.3 
Gold Au 197.2 Ums: U 239.8 
-"Jo"d J 126.5 "tWasserstoff H 1 
Kalium I( 39.1 J WismiIt Bi 207.5 
Kobalt Co 58.6 8ink Zn 64.9 
-Koh1enstoff c 12 Sinn Zu 117.4 
Kupfer Cu 63.2 
Es sind darunter gasförmige, flüsßge und feste Stoffe  gewöhnliche 
3immertemperatur vorausgesetzt. Bekanntlich kann man viele feste Stoffe 
durch Erhit3en verfliissigen, ,,schmelzen", Fliissigkeiten durch Erhitzen ,,ver- 
dampfen", in Gaszustand bringen; andererseits lassen sich Gase durch Ab- 
kÜk)kung verflüssigen, Fliissigkeiten durch Abkiihlung zum Erstarren,  
frieren" bringen. Das findet auch bei den Elementen statt.  
Beispielsweise: Schwefel schmilzt in der Hitze; noch höher erhitzt, 
siedet er und verdampft. Das bei gewöhnlicher Temperatur flüssige Queck- 
s3IbeV läßt steh durch starkes Abkühlen in ein festes, hämmerbares T-Metall 
verwandeln, das in der Wärme Ssofort wieder flüssig wird; andererseits 
verflüchtigt Quecksilber in der Hitze, ja langsam schon bei gewöhnlicher 
Temperatur. 
Man unterscheidet in der Reihe der Elemente Metaille und nicht- 
metallische Elemente (Metalloide). Die nicht metallischen Elemente 
sind in der obigen Tabelle mit einem Sternchen gekennzeichnet.
        

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