Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Des weyland Nürnberger Handwerksmeisters Hans Sachsens lustige Schwänke
Person:
Sachs, Hans Barlösius, Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-967904
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3894089
Zum Kirchhof hin mit seiner Mehr; 
Dann wollten sie mit einem Heer 
Des Feinds bald haben 0bgesiegt, 
herab ihm thun die ljauben. 
l)ess tobt' ein junger Bauer sehr 
Und nahm zu sich drei sd)arie (1lehr"; 
Ein lcrummes Messer und darmit 
Rreuzhacl(en und Säuspiesse 
Trug er mit sid) auf ein halb Jahr 
Zu Feld und haus, und wo er war; 
Er aclrert'. drasch. mäht' oder sd)nitt, 
0hn" dass die Wehr er liesse. 
tZin"s Tags er zu der Wiesen kam, 
Das grüne Gras zu mähen, 
legt seine Wehr bei der l3edc" zusamm', 
chät sich sehr darmit blähen: 
Jils er nun mäht' in einem Sumpf, 
kam ihm ein' l3ummel in den Rumpf 
Und darin hin und wieder summt- 
Sich überall anstiesse. 
Sie thät laut Summen bum, bum bum. 
Der Schwahe wart sich schnell herum, 
Sprach: ,,Sturm man lautet. Gottes Sohn! 
Der Feind, der ist im lIandet" 
Als nun in Schrecken stand der Mann, 
Da fing die l3ummel wieder an 
bum, bum. bum. bum in gleichem Ton. 
l)er Sd)wab' zur Flucht sich wandte. 
crat auf 'nen Rechen zum (lngliiclc 
im Gras an einem Rangen; 
l)er traf ihn. als er schnellt zuriide: 
,.6ott. ich geb' mich getangen!" 
So sd)rie er. dacht es wär' der Feind. 
So mancher Mann grausam ersd)eint, 
Doch wenn es an ein Treffen geht. 
So lleud)t er doch mit Schande.
        

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