Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sagen und Sänge von Lauenstein und Loquitzthal
Person:
Meßmer, Ehrhard Müller-Münster, Franz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-960959
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3889133
Dass auch auf ihrer 6eburtsstätte lJauenstein der Geist der weissen 
Frau nachts ruhelos umherirrf, davon weiss das Colle im lJoquitzthale nod) 
heutigen Tages sich manches zu erzählen. So soll sie regelmässig alle 
sieben Jahre am Jlllerseelenfage durd) die Raume der Burg wandern und 
sich im weissen Gewande einer Nonne mit blutbefleckten Händen den er- 
schredcten Schlossbewohnern zeigen. Hieran knüpft sich die folgende Erzählung: 
se - - us - -re Die weisse Frau auf cauenstein. - -r- - sie pp - 
Sin lllärchen.") 
Es war zur Zeit des dreissigjährigen Krieges, 
Als Ritter Ulrich l5err auf lIauenstein.  
Jils jüngerer von zwei Brüdern hatte er 
Dach seines Uaters Tod der Mitherrschait 
Dem älteren zu Gunsten früh entsagt, 
freiwillig diesem Burg und Land belassend. 
Denn wohlbewusst, dass Bruder-Mist gedeiht, 
Wo zwei an gleiche Schotte sind gebannt, 
Zog er hinaus, um draussen in der Welt 
Die deutsche Wehr und mannesltrait zu proben 
Und fremden ljerr"n sein tapfres Schwert zu leih"n. 
So hat im schnellen Wechsel er der Jahre 
Dicht nur die deutschen Länder, sondern auch 
ltalien, Frankreich. Spanien weit durchstreift 
E) vergl. l11usäiu-" (l0llumärd)en der Deutschen ,.l)ie Sntführung", sowie Leu-is' 
..ll1onlr". seiden Erzählungen liegt die gleid)e 0uelle zu Grunde, die ll1usäus auf -einen 
SkkM2Ug0I1 d1Mh Thüringen und 0hertranleen in lIauenstein entdeckt haben rn0d)te und 
alsdann in seinem Märchen ,.l)ie (-Jntlührung" verwertet hat, von ihm wiederum hat 
lZewis, wie er selbst mitteilt. den Stett zu dem obengenannten Roman entlehnt. l)0d) 
während dieser seiner Erzählung ein phantastisd)-romantisehes Gepräge verleiht,,bringt 
jener den l5ergang in mehr humoristisd)er Form zur"l)a"rstellung.
        

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