Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Barock, Rokoko und der Neuzeit
Person:
Zimmermann, Max Georg Gensel, Walther
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952401
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3933401
D. Die Kunst in den übrigen Ländern. 
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Den größten Ruhm crwarb sich Jos6 Ville.gas aus Sevilla (geb. 1848) mit 
seinen Prozessionen, Straßenszenen usw; (Der Palmsountag, Die Taufe, Der 
Tod des Matadors). Neuerdings hat sich Joaquin Sorolla y Bastida mit 
Virtuos gemalten, sonnigen Freilichtbildern, besonders Strandszenen, hervor- 
getan- Im GEgCUsUH ZU ihm sucht Jgnaeio Zuloaga im Anschluß an 
Velazquez7 und Gohas breite, flächige Malweise in sei11en kräftigen Porträt;-, 
und Sittenbildern eine mehr 
entwickelt- Ihr gehört Weh T    
der einzige moderne italienische  c.     
Künstler von wahrhaft euro-      
päisiher Bedeutung an: Anto-    " Es  
Freilich ist dieser von den   D-  
gepriesen worden; se1erten sie        
in ihm doch den -J-ortsei;er der       
antiken Kunst, den die alten     
Grje(hen und Römer als eben-    
biirtigen Genossen begrüßen  W T "-Y  J 
wiirden. Heute denken wir  ?  I  
anders. Wir empfinden in W   - 
seinen Schöpfungen mehr das     
Graziöfe, Weibli(he, an die   
Zopfzeit Eri11nernde als die  X  
?-ormenreinheit, die jene be-  
wunderten. Canooa war kein 
Revolutionär, sondern eine 
 geben    
heute oielle16ht seinen aumn-    
tigen, zuweilen freilich etwas   
affcktiertcnGrUppen undEinzeF-   Jgnacio Znloaga: Die Konservatoristinnen. 
figuren, wie der trotz der Bei- . (Zu Seite W) 
mischnng von En1psiudsamkeit 
immer wieder entzückenden Gruppe Amor und Pshche (Abb. 556), der lieblichen 
Hebe, den drei Grazien, vor den zuweilen etwas gewaltsamen Heldengestalten 
(Theseus, Perseus, Herkules und Lichas) den Vorzug, so sehr wir auch die 
anatomische Durchbildung einer Gruppe wie die Faustkämpfer im Vatikan be- 
wundern. Von den großen Monu1nenten wird das Christinen-Denkmal in 
Wien a1n längsten seinen Ruhm bewahren (Abb. 557).  enthüllt so viel 
formale Schönheit und getrage11e Empfindung, und der Gedanke, der über den 
Tod fortdauernden Huldigung und Liebe kommt darin so unmittelbar zum Ans-
        

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