Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Barock, Rokoko und der Neuzeit
Person:
Zimmermann, Max Georg Gensel, Walther
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952401
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3930597
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I. Die Kunst 
im Zeitalter des Barockstils 
Dach hat eine wild bewegte, aber doch harmonisch lebendige Linie. An dem 
Siidtor sind zwei Bogenstellungeu übereinander, Säulen nnd Pilaster sind 
bü11delweise malerisch zusammengestellt nnd ihr Gebälk ist vielfach verkröpft. 
An Stelle der fehlenden Nordseite wurde im 19. Jahrhundert der Museums- 
bau von Semper errichtet. Nach dieser Seite hin sollte sich ursprünglich der 
neue K-önigspalast anschließen. In dem noch unter dem Kurfürsten Johann 
Georg Ill., dem Vorgänger Augusts des Starken, errichteten Palais des Großen 
Gartens ist der Villenbau der italienischen Spätrenaissanee vorbildlich gewesen, 
auch sind Motive der französischen und hollä11discheu Renaissance verwertet. 
Diese strengere Auffassung ist im Zwinger gänzlich aufgegeben und ein schon 
ins Rokoko hin1"iberleitendes Tändeln mit den Bauformen dafür eingetreten. 
Der ganze Bau ist eine schlagende Verkörperung des Geistes, der unter August 
dem Starken am Dresdener Hofe herrschte. Die Bestimmung des Hofraumes 
für Feste unter freiem Himmel ist in der ganzen an die phantastische Pracht 
eines Theaters erinnernden Erscheinung des Baues sehr glücklich zum Ausdruck 
gebracht. Trog der lustig wnchernden Dekoration herrscht die Masset1gliederung 
vor und die scheinbar regellose Wildheit des Sch1nuckes wird überall durch das 
edle Schönheitsgefühl des Meisters gebändigt.  Wie ein Protest gegen dieses 
ganz individuell empfundene Werk erscheint das sogenannte Japanische Palais 
in Dresden, das Pöppelmanu ursprünglich in bescheidenen Verhältnissen für 
den Grafen Flemming errichtete und das dann Zacharias Longuelu11e (1669
        

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