Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte der Gotik und Renaissance
Person:
Knackfuß, Hermann Zimmermann, Max Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952390
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3922876
3. Deutsche Malerei und Plastik im 15. Jahrhundert. 
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in Breisach gelebt zu haben, wo er 1491 starb.  Zahlreiche Schulbilder, unter welchen 
diejenigen seines Bruders Ludwig nicht mehr sicher herauszuerkennen find, zeugen davon, 
welchen Einfluß die Malerwerkstätte Schongauers gewonnen hatte. 
(Jm Anschluß an diesen großen Meister der Stichkunst möge nun gleich die Geschichte 
des deutsch-niederländischen K-upferstiches im 15. Jahrhundert zu Ende geführt 
werden. Martin Schongauers Kunst hat natürlich auch in diesem Zweige eifrige Nachahmer 
gefunden, viele seiner Blätter sind von anderen kopiert oder mehr oder weniger frei benutzt 
worden. Das Monogramm L. S. wird auf Martins Bruder Lndwig bezogen, auch die Mono- 
grammisten B. M., A. G. [Albert Glockenton gedeutet, thiitig zwischen 1479 und 1483] und W. H. 
stehen unter Schongauers Einfluß. Der Stecher B. S., den man ohne sichere Begründung 
Barthel Schongauer- nennt, scheint nur Kot-ist und zwar hauptsächlich nach dem gleich zu 
besprechenden Meister gewesen zu sein. Dieser ist der neuerdings auch als Maler nach- 
gewiesene Meister des Wolfegger Hausbuches, so genannt nach feinen Zeichnungen 
in dem mittelalterlicl)en Hausbuch der Sammlung des Fürsten von Waldburg-Wolfegg, auch 
bezeichnet als Meister des Amsterdamer Kabinetts nach dem Hauptfammlungsort seiner Werke 
oder als Meister von 1480 nach der Jahreszahl, die handschriftlich vermerkt früher auf 
einem seiner Stiche gesehen worden ist. Er zeigt sich in seinen technisch sehr zart be- 
handelten 89 Blättern mit breiten und weichen Linien als bedeutender Künstler von un- 
gewöhnlich selbständiger Auffassung und freier Zeichnung. Mit besonderer Vorliebe hat er 
Profandarstellungen geschaffen [Abb. 338], Tiere sehr natürlich gezeichnet und viel zur Aus- 
bildung der Landschaft beigetragen. Aus seinen Gemiilden ist nachgewiesen worden, daß er 
zur mittelrheinischen Schule in und um Mainz gehört haben muß. Nächst Schon- 
gauer ist Her der g;rt;srragendste deutsche Kupferstecher. Schwäbif ch sind vier Bildnisstiche 
mit dem eichen   Die Mo- 
nogrammisten H. W. [1481], B. R. 
letzterer specieI1 MüMhEU- WU-  E? -T?   
gehören. Der Kupferstecher Mair    I 
ist wahrscheinlich tdentisch mit dem      
Maler Nikolaus Alexander Mair     
von Landshut [nachweisbar zwi-   H-   
schen 1-t91 und 1h41J- Der Be- :  -E: 
Meister M. Z., der Matthias     T? 
Zasinger genannt wird; er ist        
technisch sehr geschickt- wenn such J;  ?    
enen eiten, an von rü even    " H-   - 
Arbeiten Diirers geholt. Auch      
Bildhauer haben damals gestochen,  it;      
wie einige Arbeiten von Beit F?  Z L- J-  I   
Stoß und eine von Jörg Shr- .      
tin dem Jüngeren beweisen. Nicht i- ,Y   
näher zu lokalisieren ist der jeden-      " "     
falls oberdeutsche Meister    : F 1-H;,H  
aus dessen freier und kräftiger        
Weise man vermuten könnte, daß      
er Maler war. Wenzel von OlmiiH   " H!  
            
e euten e e er atten je         
Niederlande im 15. Jahrhun- IF,   
den. Der Meister J. A. M. .     
mit dem Wer-ersehifschen von    
Z-I-esse hat its seiten est großes:   
Stichen Vetwaiidtsct)ast mit der   
damaligen holländischen Ma1ekej, .-is-se  
namentlich mit Geer-tgen von St. Abs. 333.  
.Ja11s während der sehr begabte Kupferftieh vom Meister des Wolfegger .Vausbuchs.
        

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