Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Altertums und des Mittelalters bis zum Ende der romanischen Epoche
Person:
Zimmermann, Max Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952388
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4368164
Die byzankinische Kunst. 
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genaue Schilderung in dem Malerl-uch vom Berge Athos, welches der französische 
Forscher Didron im Jahr 1839 als Manuskript in den Händen der Maler jenes merk- 
würdigen Mönchsstaates auf dem Berge Athos fand, und welches wahrscheinlich im 16. 
oder Anfang des 17. Jahrhunderts entstanden ist. Das Buch sollte nicht so sehr als Vor- 
schrift, sondern als Ratgeber dienen. Für uns ist es von Wichtigkeit, weil die Typik, die 
es beschreibt, größtenteils auf das Mittelalter zuriickgeht. Die zahlreichen Klöster und 935 
Kirchen des Berges Athos find noch bis auf den heutigen Tag eine Stätte byzantinischer 
Wand- und Tafelmalerei, wie sie es schon in den späteren Jahrhunderten des byzantinischen 
Reiches, freilich zuleht mit Untermischung abendländlicher Formen, waren. Auch sonst 
finden sich zahlreiche Wandgemälde in den Kirchen von Syrien und Griechenland. 
Die große technische Geschicklichkeit der byzantinischen Künstler kam hauptsächlich den 
Kleinkünsten zu gut, und deren Erzeugnisse gehören zum Besten, was die byzantinische 
Kunst hervorgebracht hat. Den Miniaturen am nächsten verwandt sind die zahlreichen 
Arbeiten in Email, bei welchen die Umrißzeichnung in Metall hergestellt und die zwischen- 
liegenden Felder mit farbigem Glas-fIUß (1Usgefüllt wurden. Zu dieser schwer beweglichen 
Technik passen vorzüglich die steifen Formen und die glänzende Farbe. Ein berühmtes- 

        

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