Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Altertums und des Mittelalters bis zum Ende der romanischen Epoche
Person:
Zimmermann, Max Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952388
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4367522
Bemerkungen über das antike Kunftgcwerbe. 
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g , Frauenköpsen und Si- 
T-T  lensmasken. An den 
"   Enden sind goldgefaßte 
  Glaskugeln und nackte 
  geflügelte Frauen in 
    Halbfiguren. Die Rö- 
 - H;  "  mer folgten technisch den 
  Spuren der Etrusker 
     unduahmeusic,sti1istiseh. 
    die Griechen zum Vor- 
  i-- K  
     M-  
    H- s-F:-EIN   Das Verdienst der 
      Griechen ist es, erkannt 
     H-X zu haben, wie außer- 
  - ordentlich gut sich das 
 Silb er zur Anfertigung 
Abs. 249. C-truskisi1-es H-ask-and aus Guid- um- GirssIijsseu aus Vu1ci. von künstlerisch ge- 
schmüiktem Geschirr und 
Gerät eignet, weil es 
hart ist, scharfe Formen gibt und edelsten Metallglanz besiHt. -Schon im 5. Jahr- 
hundert wurde mit Silbergerät großer Luxus getrieben, und das steigerte sich fortwährend, 
besonders nach Alexander. Die Technik war fast ausschließlich getriebene Arbeit mit feiner 
Ciselierung. Besonders in der Krim sind Silber- 
geräte von herrlichster Arbeit gefunden. Später  ;    
trieben die Römer großen Luxus in Silber,      
selbst das Speisegerät für den täglichen Ge-    -       
brauch- Wesen- und K:-chgsssnsr waren III  -     
reichen Häusern aus diesem Metall. Altere        
griechische Arbeiten wurden in Rom mit kolos-      
salen Preisen bezahlt und auch kopiert. Zu D    z, 
den wertvollsten Silberfunden aus römischer J V  
Zeit gehört der bei Hi1des-heim im Jahre 18s7     
gemachte, dessen Stücke jeht im Berliner Museum    "s"  
aufgestellt sind. In ihnen ist direkte FortseHung        
nnd N.eehehmUng gn"eshiseI)et Formen ZU er-       
kennen. Am schönsten ist ein großer gIOEkeU-   
föVMi9EV KIND Von 40 TM Höhe (Abb- 250)-  
Er ist mit einem entzückenden RankenOrneMent  
geschmückt, welches zwischen Greifen und anderen  
PhUUtUftiicheU Tieren eMPVkWäIJ-Jst UUd in dem Abb. 250. Silberner Krater 
sich Amoretten und allerlei Seetiere tummeln. vom Hitdesheimer Fund. Berlin. Museum. 
Die leichte Grazie dieser Verzierung Paßt Auf Nach  
  ll lau des 
ä1i?bek;Tteuii1d di: zlic?tteer?ZIeiMi1tiiggnü;t die natürlichen Vorzüge dieses Metalls voll- 
kommen aus. 
 ie ron earbeit bei den Griechen stand, das lehren uns die 
ekha1keLx:lxx  de? ge-3ßäien Ruhm genossen auf -diesem Gebiet die Etruslser. 
Ihre VwnzewakeU gingen durch die ganze Welt, ihre Grab.er,-waren verschwenderisch 
damit ausgestattet; als die Römer im Jahre 267 v. Chr; V0IfUU1 EkJVbEMII, nahmen sie 
nicht weniger als 2000 Vwnz.eskqtuen mit fort. Auch in der Renaissancekunst hat keine 
Landschaft Italiens sich durch prächtige Brotizemonumente so ausgezeichnet wie To-Zkana 
und seine Hauptstadt Florenz. Die Fabriken Etrur1ens vermochten es im Altertum, in 
kurzer Zeit getvaltige Mengen von Waffen zu. liefern. Die älteste Bronzetechmk der 
Etrusker war get-.-iebene Arbeit, und diese blieb immer die herrschende. Das strenge und 
spröde Material der Bronze paßte vorzügl1kh z1k den festen, UkCk)Mfc)EU-FVkME11, Über WSICk)S 
die Etrusker eigentlich nie hinausgekominen sind und sur welche sie augenscheinlich eine 
besondere Vorliebe hatten. Die formale Härte der toskanischen Malerei und Plastik des 
15. Jahrhunderts erinnerten später aufs neue daran. Nicht weniger beliebt war die 
21'"
        

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