Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunstgeschichte des Altertums und des Mittelalters bis zum Ende der romanischen Epoche
Person:
Zimmermann, Max Georg
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952388
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-4367498
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Bemerkungen über das antike Kunftgewerbe. 
einer, beiden Seiten gerecht werdenden Behandlung möglich wäre. Dazu aber gebricht es 
in dem Rahmen dieses Buches an Raum, deshalb müssen wir uns mit kurzen Bemerkungen 
über das kiinstlerisch Bedeutende begnügen.  In den frühesten Perioden der griechischen 
Kunst ist das Knnstgewe1-be teils die einzige künstlerische Bethätigung überhaupt, teils hängt 
es so eng mit der Monumentalkunst zusammen und ist zu deren Erklärung und Ver- 
anschaulichung nötig, daß wir dessen Besprechung vorwegnehmen mußten. Noch richtiger 
würden wir sagen: in der ältesten und in der archaischen Zeit war es uns möglich, die 
Besprechung des Kunstgewerbes mit derjenigen der großen Kunst zu verflechten; von der 
im 5. Jahrhundert erreichten Höhe ab jedoch tritt das Kunstgewerbe so weit hinter die 
Monn1nentalkunst zurück, und unsere Kenntnis seiner Erzeugnisse ist, für Griechenland 
wenigstens, so gering und liickenhaft, daß es nicht anging, das einheitliihe Bild der Kunst- 
ci1t1viikelung durch solche Anhängsel zu stören. Deshalb werden die nachfolgenden Be- 
merkungen hauptsäihlich dem antiken Kunstgewerbe seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. ge- 
widmet sein. Unser Hauptwissen davon beruht außer aus den griechischen Gefäßen besonders 
aus den Erzeugnissen der Etrusker und Römer, und bei den leHteren in allererster Linie 
auf den Fanden von Pompeji. Wir können allerdings von dem etruskischen und von dem 
römischen Fiunstgewerbe Rückschliisse auf das griechische machen, da namentlich dassleytere 
als FortseHung griechischer Geistesarbeit erscheint, aber ein einigermaßen zusamn1enhängendes 
Bild gewähren uns nur die italischen Reste.
        

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