Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Verwirrung der Kunstbegriffe
Person:
Trübner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952341
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3892760
Wiederbeginn der künstlerischen Selbständigkeit. 
und Paris der scharenweise Besuch von öffentlichen Kunst- 
sanimlungen durch Angehörige der niederen Volksklassen. 
Wenn man die Kirchen, Schulen und anderen 
vom Volk besuchten Versanimlungsorte nicht künst- 
lerisch ausstatten will, so ließe Ach doch leicht das 
Anlegen von kleineren Galerien in den Fabrikstädten 
bewerkstelligen. Z1kan hätte nur mit der ininier mehr 
sich als notwendig eru)eisenden Ausinusterung der 
großen modernen Geinäldesanimlungen zu beginnen 
und für den Wegfall wieder recht viel Neues anzu- 
schaffen, so wären die Pr0vinzmuseen bald gefüllt; 
die ausrangirten Bilder könnten in den Provinz- 
städten noch lange die Aufgabe erfüllen, der sie in 
der Hauptstadt nicht mehr ganz gewachsen End. 
Von jeher war neben der Religion die Kunst 
das geeignetste Ukittel das Volk zu veredeln. Die 
2Nusik hat ja teilweise auch schon die ihr gebührende 
Stellung wieder errungen, und so wird es auch wohl 
mit der Zeit noch gelingen, der bildenden Kunst die 
hohe TI1ission wieder zu erschließet! an der Veredelung 
der breiten 2R"assen an geeigneter Stelle mitwirken zu 
dürfen. In dieser Zuversicht und in Anbetracht der 
vielen leeren 1iirchenwände schließen wir mit dem 
Ausspruch sLuther7s: ,,W0llte Gott, ich könnte die 
Großen und Reichen dahin bereden, daß Je die ganze 
Bibel inwendig und auswendig malen ließen, das 
wäre ein christlich Werk."
        

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