Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Verwirrung der Kunstbegriffe
Person:
Trübner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952341
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3892533
Das Kunftgewerbe. 
wird in diesen Fällen immer eine konventionelle 
Thätigkeit bleiben, dagegen kann die bei der Zu- 
sammenstellung entwickelte dekorative Phantas1e, also 
der Stil des Ganzen wohl individuell sein. Dadurch 
ist es dem akademischen Talent auf diesem Gebiet 
möglich, üch zu individuellen, also zu wahrhaft 
künstlerischen Leistungen aufzuschwingen, die einen 
bleibenden Wert behalten müssen, wenigstens für so 
lange als bei diesen Arbeiten nicht durch 5LosreifZung 
von der He dekorierenden Umgebung oder durch deren 
anderweitige Verwendung der Urteilsstandpunkt des 
Beschauers in der Weise verschoben worden ist, daß 
dann nur noch die Wirkung der Details, bezw. des 
Konventionellen übrig bliebe oder doch in den Vorder: 
grund träte und die Wirkung des Ganzen d. h. des 
Jndividuellkünstlerischen verschwände. 
Wollte man bei einer schmückenden Verzierung 
die pflanzlichen Details anstatt stilis1ert in natur- 
alistischer Weise anbringen, so müßte dann natürlich 
auch die Zusammenstellung der ganzen Schmückung 
naturalistisch angelegt werden. Anstatt des Ornaments 
verwirklichte man dann eine naturalistische Verzierung, 
die durch jeden Gärtner ebenso gut zusammengestellt 
werden könnte. Den naturalistischen Schmuck pflegt 
man daher nur bei der improvisierten Dekoration, 
für Festlichkeiten 2c. zu verwenden( Wollte man aber 
den naturalistischen Schmuck dauerhaft in Stein aus- 
-U
        

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