Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Verwirrung der Kunstbegriffe
Person:
Trübner, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-952341
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3892339
Gffentliche Kunftsamn1lungen. 
längst altmodisch gewordenen, teilweise auch mit 
noch altmodisch werdenden Gen1älden angefüllt haben, 
dann darf man Ach natürlich nicht wundern, wenn 
aus dieser unbewußten Diskreditierung der eigenen 
Kunst das Ausland den größten Vorteil zieht. Es 
muß die nachteiligsten Folgen haben, wenn in künst- 
lerischen Dingen der sTaienstandpunkt zum herrschenden 
erhoben wird. Das Hinzugesellen ausländischer Werke 
reinkünstlerischer Natur zu den einheimischen populären 
Kunstprodukten kann das gesunkene prestige der 
heimischen Kunst auch nicht heben und so bleibt eben 
nichts anderes übrig, als endlich das für jede öffentliche 
Sammlung vornehmste Ziel anzustreben: die Laien- 
wünsche dem sad7kundigen Urteil unterzuordnen und 
die guten inländischen Bilder von bleibendem Wert 
in die öffentlichen Galerieen auch in größerer Unzahl 
aufzunehmen.  
Jede Kunstsan1mlung enthält immer zweierlei 
Arten von Kunstwerken: die reinkünstlerisch-indivi- 
duellen und die ak"ademisch-konventionellen. Besindet 
sich die erstere Gattung in der Uberzahl, so nähert 
sich die Sammlung dem erreichbar höchsten Ziel, wiegt 
aber die andere Gattung vor, so nimmt die Galerie 
eine untergeordnetere Stellung ein. Seitdem neben 
den Kunstsammlungen auch noch Kunstgewerbemuseen 
gegründet worden find, kann man den Grundsatz auf- 
stellen, daß alle reinkünstlerischen Werke in die Kunst- 
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