Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst-Erziehung und Ueberlieferung
Person:
Cremer, Franz Gerhard
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-948771
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-951056
diesem vierschrötigen Schildbiirger: oder Eulenspiegelwit3 eine 
beachtenswerte Bedeutung inne. Denn jene, die da ist das 
Gegenteil des ,,weise1iWeibestl, wird zwar deutlich, aber auch 
unverschämt ,,eine böse SiebenU genannt. Worauf hat das 
Vezng2 Denken wir an Maria Magdale1Ia, die von sieben 
Teufeln besessen war, dann blieb eine solche gewiß ein ,,LlebelU, 
von dem man wohl Erlösung erflehen durfte, wenn man den 
cErklLirer zu jener Stelle bei Lukas 8, 2 vernimmt, der sich auf 
Ambrosius, Veda nnd Gregorius berufend, von dem ihr inne: 
wohnendem sieh enfaehen Tode des Stolzes, des Geizes, der 
Völlerei und Llnzucht, des 8ornes, Neides und der Trägheit 
spricht. CAllioliJ  In vorchristlichen Tagen begegnen wir 
in den Spriichen des VhartriharisWI einer kleinen Variante, 
hier: ,,Die bösen SiebenU. Letzteres führt uns zu einer sehr 
beachtenswerten Stelle, auf die uns Dr. Joseph Haller in 
der Einleitung zu seiner Sammlung ,,Altsvanischer Sprichss 
wörter und sprichwörtlichen Redensarten aus den Zeiten vor 
CervantesU W aufmerksam macht. Der Autor sagt in der Ein: 
leitnng cSeite VIII, wo er ,,von den Sprichwörtern im allge: 
meinenU handelt: ,,Sehr bemerkenswert ist, . . . was J. LongWJ 
in dem Vorworte zu seinem interessanten Werke: ,,Ee1stem 
P1sove1sbs and Emblemsll lSeike VIJ sagt: ,,Die in diesem 
Vuch ausgewählten Sprichwörter, obgleich sie sich nur auf die: 
jenigen beschränken, welche zur Veleuchtung moralischer und 
religiöser Themata dienen, zeigen, wie weit von einander ent: 
fernte Nationen unter gleichen Umständen zu gleichen Schlüssen 
gelangt sind. Viele von diesen Aehnlichkeiten entstehen ans 
der Identität der menschlichen Natur oder sind ein Teil des 
geistigen Erbgutes, welches die 9Nenschen von der Wiege des 
EVienschengeschlechts mitgebracht und durch darauffolgenden, 
Verkehr unter sich vervollkommuet haben. Indem sie die feine 
Beobachtung und die scharfe moralische Empfindlichkeit der 
Massetr zeigen, beweisen sie, das; Gott sich selbst nicht ohne 
einen Zeugen im menschlichen Herzen gelassen hat. Sie bilden 
daher eine Grundlage für diejenigen, welche an Lleberbriicknng 
der Kluft zwischen dem Denken des Ostens und des Westeits 
arbeiten.H Und dies beweisen auf das dentliihste Sprüche und
        

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