Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Farben und Farbenharmonie
Person:
Meyer, Franz Sales Jaennicke, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-945669
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3800670
weder nur äußerlich, oberflächlich oder in der ganzen 
9)?asse, wonach man zwischen Anfärben und Durch- 
färben unterscheidet. Das Llbertragen kann erfolgen 
durch bloßes Anreiben wie bei dem Pastellstift und 
der Schminke; durch Vestreichen und Vepinseln, wobei 
dann die Pigmente zwecks bessern s5aftens mit einem 
Klebstosf, der als Vindemittel dient, versetzt zu werden 
pflegen; durch Eintauchen und Durchtränken wie beim 
F-ärben der Zeuge, dem Veizen des .85olzes; durch Ein- 
fchmelzen und Einbrennen wie beim Email, den Glasur- 
und Gläserfarben, dem Siegellack etc.; durch Ver- 
dampfung wie bei der Jrisglasur; durch bloßes Vei- 
mengen wie bei Flüsiigkeiten und Teigen; durch chemische 
Neaktionen wie beim MetaUfärben. 
Die Vindemittel müssen in den Mal- oder 
Färbmitteln löslich sein. Sie sind für -Wasserfarben: 
Gummiarabicum, Eiweiß, Kandiszucker, F)on,ig, Leim 
etc., für Spirituslackfarben Schellack, für Olfarben 
Leinöl, Mohnhl, Harze und Firnisse, für Temperafarben 
.Eiweiß und Ol. Als Veize oder Mordant benennt 
man Stoffe, die die Eigenschaft haben, die Färbung 
chemisch so zu verändern, daß He unlöslich und unaus- 
waschbar wird. 
Die Natur färbt ihre Erzeugnisse nach eigenen 
Rezepten und was sie an Farbstosfen erzeugt, verwendet 
dann der Mensch für seine Zwecke. Er holt sich seine 
Ptgmente aus den drei Naturreichen, hat es aber auch 
gelernt, der Natur ihre Geheimnisse abzulauschen und 
gewisse Farbstoffe chemisch auszubauen. Bei der heu- 
ttgen Farbenfabrikation ist die früher übliche Trennung 
der Pigmente nach der F)erkunft nicht mehr scharf 
du-rchzuführen. Es greift manches ineinander über. 
Für unsere Zwecke genügt folgende Einteilung: 
a) Natürliche und künstliche Mineralfarben. 
b) Teer-Farblacke. 
c) Pflanzen- und Tier-Farblacke.
        

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