Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben Albrecht Dürers
Person:
Pastor, Willy
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-940158
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-941630
Bei den Eltern. 
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gibt der Alte, endgültig vielleicht bestimmt vom Spaten 
Koburger, seine Einwilligung. ,,Da man zählt nach Christi 
Geburt 1486 am St. Enderstag", den letzten November, ver- 
spricht Albrecht Dürer der Ältere seinen Sohn dem Maler 
Michael Wohlgemut in die Lehre, auf daß er ihm drei Jahre 
diene. 
Sie sind ihm nicht leicht geworden, die drei Jahre bei 
Meister Wohlgemut. Zum ersten Male war er außer Hause. 
Die Zurückgezogenheit des Vaters und seine eigene sinnierende 
Art ließen ihn nur schwer unter fremden Menschen sich zurecht 
finden. Er vermerkt in der Chronik, daß er von Wohlgemuts 
Knechten,,viel leiden mußte". Das ist für ihn ein hartes 
Wort und läßt auf trübe Stunden schließen, die ihn der 
Übermut der Kameraden kosten ließ. Aber er hält durch: 
,,Gott verliehe ihm Fleiß-", daß er wohl lernte. Ende 1489 
ist er frei, und Ostern danach kann er die Wander- 
schaft antreten.   
So weit das äußere Leben des Künstlers bis nah an die 
Zwanzig. Wir halten ein, uns umzusehen, welches zur gleichen 
Zeit die Schicksale seiner Kunst gewesen sind. 
2. 
Als Goldschmied fing Dürer an, in der Werkstatt seines 
Vaters. Es wäre für uns wertvoll, Genaueres von der 
künstlerisohen Tätigkeit des alten Dürer zu wissen. Aber wir 
haben nichts in Händen. Kaum Mittelbares. Aus einer 
Urkunde geht hervor, daß die Goldschmiede Dürer und Hans 
Krug 1489für Kaiser Friedrich I1l. einen Auftrag auszuführen 
hatten. Der Nürnberger Rat wird angewiesen, ,,bei dem 
Hans Krug und Albrecht Türer Fleiß zu thun, daß sie der 
kaiserlichen Majesiät seine angedingte Tringefeß fürderlioh 
verfertigen." Und dann ist da noch ein Brief, den der 
Vater von einer Reise aus Linz an seine liebe Barbara
        

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