Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kinderkunst
Person:
Ricci, Corrado Lamprecht, Karl Roncali, Else
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-939224
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-939902
fischen Schönheit als Ziel setzte, brachte eine Unzahl 
FrauengestaIten hervor, die sich alle ähnlich sehen. 
Kurz gesagt: die Schönheit umfaßt nur vollkommen 
coder beinah vollkommenI regelmäßige und fehlerlose 
Gestalten; die Sympathie erlaubt die schönen, mittels 
mäßigen und manchmal auch die häßlichen. 
Jst es wahr, daß die Sympathie durch das Zug 
sammenwirken einer ganzen Menge feinster Betrachtungen 
Cdie es oft festzuhalten und auszudrücken nicht möglich 
ists entspringt, und ist es wahr, daß die Schönheit hing 
gegen das Ergebnis einiger weniger ganz bestimmter 
und am Tag liegender Erwägung 
 gen ist, se ist es se1bskvexsiiind1ich, 
CI  daß das Kind viel früher zum 
XI  Genuß des Schönen als zur SYmg 
E, J pathie gelangt. Wenn es wahr 
 ist, daß das Gefühl de: sympc:s 
X H.   ihie vekschiedeneE1emente in die 
X : Bestimmung des Gegenstandes 
C F J unserer Vorliebe einführt, so ist 
Figur IS es naiiir1i.:h, daß das sehiinheiise 
gefühl bei Kindern, wenn auch schwächer, so doch reiner 
und aufrichtiger ist als bei Erwachsenen. 
Es ist zweifellos, daß auch die sanftesten Kinder 
manches Mal unbestimmte Gefühle der Abneigung gegen 
gewisse Personen fühlen, die sie bis zu Tränen bringen; 
dies sind jedoch nur augenblickliche Regungen, die eher 
aus einem unbestimmten 2lngstgefühl als aus 2lntig 
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