Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kinderkunst
Person:
Ricci, Corrado Lamprecht, Karl Roncali, Else
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-939224
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-939608
kleinen Künstler sich mit einer so unvollkommenen Schöpi 
sung zufrieden geben  welche übrigens, sollte sie in 
der Natur vorkommen, sehr praktische Vorzüge bieten 
würde. 
Wieso, Kopf und Beine ganz alleinP  Gewiß, das 
geniigte gerade zum Sehen, Essen und 5pazie.rengehenl 
Wenn Arme und Rumpf fehlen, was schadetS.D  man 
brauchte weniger zu arbeiten, hätte nie ein schweres 
Herz und nie Teibschmer3en2 
Glücklicherweise befolgen die Kinder nicht eine ders 
artige Philosophie, sonst würden sie wohl gleich auch 
den Kopf abschaffen, um sich das Lernen zu erspareni 
Der Mensch muß aber in der kindlichen Kunst noch 
mehrere andere Stadien durchmachen, ehe er zu allen 
seinen Gliedern kommt. 
, Aus der eben beschriebenen 
J. O X primitiven Form hoffe er 
IF  nicht gleich zu einer leih; 
L , IichenVoI1stcindigkeitzu ges 
 langeni Ermuß lernen,sich 
Figur Z zu gedulden, denn das Kind 
wird ihm nur stufenweise, nach Kopf und Beinen, Arme 
und Rumpf verleihen sFig. Z, X u. 5J; doch nie, oder 
nur in seltenen Fällen, beide zugleich. 
Erst später wird er gnadenweise erhalten, was er 
benötigt, um den einfachsten Ansprüä;en zu genügen, 
und selbst dann sei ihm Gott gnädig, denn es kann wohl 
geschehen, daß ihm die Arme ganz riicksichtSlo5 am Kopf, 
am Hals oder am Leibe angesetzt werden sFig. S, 7, 
S u. 9I. Die Hauptsache dabei ist, daß der Mensch endlich 
Und überhaupt Arme bekommt; die Lage ist Nebensache.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.