Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Holbein und seine Zeit
Person:
Woltmann, Alfred
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-939216
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3584060
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Anhang- 
Verzeicbniß der Werke. I. 
16. Ausgießen derSchalen des Zornes, 19. Sturz des Thieres. Kampf der 
Cap. 16. zwei Heere am Himmel, Cap. 19. 
17. Die babylonische Hure auf dem 20. Der Engel, welcher Satan in den 
Thiere sitz-end, Cap. 17. Abgrund Verschließt, Cap. 20. 
18. Die Könige und Kaufleute klagen 21. Johannes, dem der Engel das neue 
um Babel7s Sturz, Cap. 18.  Jerusalem zeigt, Cap. 21. 
VolIständig in Th. Wolff"s N. Testament. 1523. 4. (Vgl. P. 69, Titel) 
und in A. Petri"s N. Test. 1523. Fol., ferner in Tyndale"s New Testament. 
London, 1536. 4. 
Pass. 157, 158, l59 fkehe Ambrosius Holbein. 
Anmerkung. Das Amerbach"fche Verzeichniß schreibt noch einige andere Blätter dein 
Meister zu, die a theils nicht aufzufinden find, I- theils nicht Von ihm herzurühren schritten. 
a. ,,Mu1-ja invisens E1isabetl1am comitante 2J0sopi1o. I. F. for. H. H." Uns un- 
bekannt, im Baseler Museum nicht vorhanden. 
b. ,,Cre-rtio Mundi cum omb1. H. Hi- Von Urs Graf, Erschaffung Evas sammt 
vielen Thieren, in der Mitte. Nicht in Fuss.  Die obere und untere Einfasfuug mit 
Oruamenteu und Figuren, kehrt häufig bei Urs Graf wieder und umgiebt z. B. auch 
fein berühmt-es Blatt Pass. i14. 
,,Preoationis siominicae print-ipium or petiti0nes tres. I-I. H." Dies ist offenbar 
ein Theil der Metallfchnitte zum Gebet des Herrn von Urs Graf, P-iss. 10(3-1i3. 
Die Probedrncke im Baseler Museum End vollständig. Ein Probeblatt mit dem Anfang 
und drei Bitten (2, 5, 6) befindet sich im Berliner Museum. Auf ein solches Blatt mag 
die Notiz sich beziehen. Vollstäudig, doch schon abgenut;t, befinden sieh die Bilder, aber 
ohne die Deutschen Ueberfchristen, in dem seltenen Buche Prcc.sitio d0minica in sc-pruni 
pokti0nes distribute per D. Ei-asmum Roterorlamum etc. Es giebt eine Ausgabe von 
Froben nnd eine von Bebel, beide ohne Jahr. Jedes Blatt H. 0,085. B.  Die 
Erfindung, Zeichnung, Compoßtion dieser Bilder, deren jedes das Zeichen des Urs 
Graf trägt, find so vortrefflieh, daß wenige seiner Arbeiten auf solcher Höhe stehen. 
Gerade die vier Darftellungen des Berliner Probeblattes nnd vortrefflich. Jedenfalls 
zei,t sich der Einfluß Holbeins in ihnen, vielleicht aber darf man sogar annehmen, 
das die Erfindungen dieser Bilder in der That von Holbeiu sind und Urs Graf, der 
als Goldfehmied und Stempelfchneider die Kunst des Metallfchneidens iibte, nur den 
Schnitt besorgt hat. Die Vermnthung läßt sich nicht hinreichend begründen, so daß 
wir die Blätter nicht im Text erwähnen konnten; indeß mag hier eine genauere Be- 
schreibung folgen, die bei Pafsavant fehlt. 
I. (P. l06). Ueberscht"ist: ,,In der zeyt sprach Jesus zu sein(-n Jüngern. so it- 
i)eltenä, so stillen it nit vy1l1-eilen. sprecht -crls0." Christus steht auf einer kleinen 
Erhöhung. Jhm gegenüber, unter einem Baume, die J-iiuger. 
2. (P. l07.) ,,Vattek vnser der du bist in den 11in1me1n, gc11oiIig(:t werd dein 
nam." Gott Vater, mit kaiferlicher Krone und die Weltkngel in beiden Händen haltend, 
thront iiber Wolken; ein Re enbogen ist fein Sitz; ihn umringen zahllose Engel. Unten 
Betende in der Tracht der Zeit, jedes Alters und Standes, Bürger und Kriegsleute, 
Mönche, Frauen. 
3. Ausgießung des heiligen Geistes (A(iveuiiit keguum tuum). 
4. Der kreuztragende Christus, dem Leute- aller Art mit Kreuzen nachfolgen. Oben 
der thronende Gott Vater unt dem Scepter, feine Linie ruht auf der Weltkugel. Rings 
Engelchöre. (1-"i:itv01untas tua).     
5. Vnsek täglich in-or gib. cms heut. Spendung von ge1fugem und .leibl1chem Brod. 
In einer ernsten Kircheuhalle tm Uebergangsst1l c1Us,bE1Y WI1MMfc)en m die gothifche 
Architektur (also im Stil des Baseler MUt1ftM) ein Predcger a11f der Kanzel, dem 
Männer nnd Frauen eifrig zuhören. Weite-r zurück ein Priester -am Altar, der einem 
kniendeu Manne die Hostie giebt. Durch einen offenen,Vogen blickt man in das Freie, 
wo vor einem mittelalterlichen Haufe eine Gesellschaft bei Tafel sitzt. 
G. ,,Vn(1 veIrgib vns vnse1- schuld, a1s.vn(i wir vorgeben vnse1-n s(:hu1(iigern." 
Diisteres Gefängniß. Christus tritt ein nnd auf feinen Befehl werden die Gefangenen befreit.
        

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