Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Kunst der christlichen Völker bis zum Ende des 15. Jahrhunderts
Person:
Woermann, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-930669
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-3604629
Claus 
Sluter 
Claus 
Werwe. 
299 
sich jedenfalls der Mitwelt und Nachwelt als der kühne Neuerer ein, dem Dijon seinen künst: 
lerischen Ruhm verdankte. Wenn wir seine Werke zunächst als niederländische Kunstwerke 
verstehen, ja, gegenüber den jüngsten Bestrebungen, die germanische Kunst zugunsten der 
französischen herabzusetzen, ihren niederdeutschen Charakter betonen müssen, so dürfen wir 
doch nicht vergessen, daß gerade die Grabmalkunst in Burgund von jeher eine Stätte ge: 
habt, und daß, wie Kleinclaus3 nachgewiesen, gerade das übrigens schon der hellenistischen 
Kunst bekannte Motiv der Trauernden an den Seitenwänden der Sarkophage CBd. I, S. 353J 
schon vor der Ankunft Sluters in Dijon so gut in Paris wie in Vurgund CFürstengrab 
Das Grab 
mal PhilippZ des 
Masern 
Kühnen im 
n zu Dijon. 
NOT; Photographie. 
Val:des:ChouxJ heimisch gewesen war. In allen Stücken aber verschmolz Sluter Altes und 
Eigenes, Französisches und Germanisches zu einem mit niederdeutschem Herzblut getränkten 
Neuen. Seine Werke bilden den mächtigen Schlußakkord des Hohenliedes der nordischen 
Kunst des 13. und 14. Jahrhunderts, zugleich aber den mächtigen Anfangsakkord der gewaltigen 
Symphonie, die die Kunst des kommenden Zeitalters beherrschte. 
Die 
burgundifChs 
sniederländische 
Malerei 
Volk 
1400. 
Erst nach der Loslösung Burgunds von Frankreich und seiner Vereinigung mit den 
südlichen Niederlanden erblühte hier in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts auch eine 
reiche Malerei, die sich namentlich der Herstellung von Altarwerken und der Ausschmückung 
der Handschriften annahm. Die burgundisch:niederländische MalergSfChkChke dieses Zeitraums, 
deren Kenntnis wir den Urkundenforschungen Pincharts, Dehaisnes, B. Profts, de Champeaus 
und anderer verdanken, zeigt freilich, ein wie starker künstlerischer Wechselverkehr damals
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.