Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Arnold Böcklin
Person:
Frey, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-923952
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-926227
Die zwei Medaillen 195 
 
Dem Vorsitzenden des Komitees und dem Schöpfer der 
Denkmünze dankte die Stadt Zürich durch Verleihung des 
Ehrenbürgerrechts. Den 5. März stellte die bürgerliche 
Sektion des Stadtrates an die Bürgergemeinde Zürikh den 
Antrag: ,,Die Bürgergemeinde verleiht anmit das Bürger: 
recht der Stadt Züriih ehrenhalber .  .  Herrn Maler 
Arnold Böcklin von Basel, in Hottingen, Dr. phil. und 
weiland Professor an der Kunstschule in Weimar, dem er: 
ßndungsreichen Meister, dem Künstler der Gottfried Keller 
Medaille, seiner Gattin Angeln Rosa Lorenza geb. Pascucci 
und seinem minderjährigen Sohn Felix Böcklin. 
Stadtpräsident G. Pestalozzi 
Stadtschreiber P. Usteri.V 
Der Antrag wurde den 1. Juni 1890 von der Bürgers: 
gemeinde genehmigt. 
Mit diesem Bürgerdank klingt die Geschichte der Gott: 
fried Keller Medaille erfreulich und anmutend aus. 
Wir dürfen uns nicht verhehlen, daß wenig fehlte, so 
kam das unschät;bare Kunstwerk nicht zustande. Böcklins 
typische Kunst und die Wirklichkeitsforderungen des Porträts 
medailleurs sträubten sich schweroersöhnlich gegeneinander. 
Ein Gran mehr Kiinstlerempfindlichkeit Scharsfs, ein Gran 
weniger Böcklinverehrung und liebenswürdigen Entgegen: 
kommens, und es war um die Gottfried Keller Medaille ge: 
schehen. Man darf es ohne Schmeichelei für den Lebenden 
sagen: Anton Scharff hat sich in diesem Handel so sym: 
pathisch als tüchtig gezeigt1J. 
Böcklin sollte die Erfahrung machen, daß es auch Me: 
dailleure von ganz anderen: Schlage gibt. Diese Erfahrung 
machte er mit der Bundesmedaille. 
1 
Er 
bald 
ist 
nach 
Erscheinen 
dieses 
gestorben. 
Buches
        

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