Bauhaus-Universität Weimar

584 Fett-oacetat  Ferrotypie 
ein Teil eines Kraters, der nach der vom Meer er- l Berliner Blau (s.  Unlösliches Berliner Blau 
füllten Seite, dem Gol-so, steil abfäl1tund sich auf ist Fa, Ei-;  - Fig,  Ferriferri;cyanid, 
der Aussenseite allmählich abdacht, von vielen Lava-  während dasli)sliiheBerlinerBlau noch Kaliuni ent- 
strömen und kleiiien vulkanischen Kegelii bedeckt. hält nnd bei Anwesenheit t"iberschiissigeii Fen-oci)an- 
Die Jnsel ist.sruihtbar, trägt ehönen Kiefern-, Lor- taliums entsteht: IcFeFe((JN),, -  
beer- und-Erikawald und liefert die schönsten cana- erroct)äueisen, s ovielwie Berliner Blau  
rischeii-Fugen. Ackerbaii ist infolge der mangelnden errocyänkalinm, s. Blutlaugensal,i, ge liess. 
Bewäs1eruiig beschränkt. DerHauptort ist derFlecken errofix,. Lötvaste zum Hartlöten von Guszeiseii 
Valverde aus der Nordostseite.  F. wurde zur (D. R. P. Nr. 1103l9), enthält Reduktionsmittel 
Zeit Ludivigs XIll. (1634) als westliihster Punkt (Saiierstoffverbindiingen von Metallen), welche die 
der Alten Welt zum Ausgangspunkt der Meridian- Giißstücke an den Lötflc"iiheii entkohlen. 
legung bestimmt. (S. Länge, geographische.) Ferrohiimöl, eiii Eisenpräparat, das durch 
Herr-)acctät, s. Ess"igsanre Satze. Fällung einer mit Eisensalzen v.ersexiten.Pliitlösung 
erro-Alumiiiimu, die Legierun eii des Alu- durch Sodaldsuug dargestellt wird. Es ist ein brau- 
niiniiiins.mit Eisen. Man gewinnt dieselben bei der nes, fast geschinackloses Pulver und wird als Mittel 
elektrolr)tischen Darstellung des Aluininiums (s. d.) gegen Bleichsi1cht angewendet. 
durch ZusaxzvoiiEisen. Härte,Festigkeitund ElaLkici- FerrohydrZt, s. Eisenoxr)dnl.  
tät des Eisens werden durch Veiniisihuiig von In- For:-o-ital! ts.kts.t1ciun,  Eifenweinstein. 
ininiuni beträchtlich gesteigert. Ein F. von 10 Proz. Ferrokaliumoxitlät, s. Oxa saure Satze. 
Aluminiunigehalt ist hart wie Glas. Ja kleinen Fett-It, El, Stadt (Cindad) der span. Provinz 
Mengen dein Stahl oder Eisen zugeseHt (bis zu etwa La Corufia in Galicien, auf einer Landznnge am 
V, Proz. Aliiminiumgehalt der ganzen Schnielze), iiördl. Ufer der 15 km lange1i, bis 375 m engen 
macht es dieselben wesentlich dünnflüfsiger und ver- gleichnamigen Bucht des Atlantischen Oceans, 
hindert außerdem die Blasenbildung beim Guß. 20 km nordöstlich von La Coiuiia, in schöner Um- 
Diese Wirkung erklärt sich dadurch, daß das Alu- gebung versteckt gelegen, einer der drei Hcinptkriegs- 
minium kleine Mengen von Eisenoxi)dul, welche die häfen Spaniens, hat (1897) 24 957 E., neuerdings 
Sihnielze schwer-flüssig machen, reduziert, wodurch verstäi-kte Festuiigswerke, einen sichern, durch die 
gleichzeitig einerseits eine bedeutende Temperatur- For-ts Paliiia nnd Saii Felipe verteidigteii Hafen, 
erhöhung bewirkt niid andererseits die Bildung von dessen enge Aus-fahrt immer -nur-ein Kriegsschiff 
Kohlenoxyd aus deni Eiseiioxi)dul und der ini Eisen inid zwar nur bei bestininiter Windrichtung passieren 
vor aiidenen Kohle verhindert wird. kann. F., 1752 noch ein iinansehnlicher Fischerort, 
errocarbonZt, s. Eisencarbonate. istjeHtre elinäs;ig an elegt, besitzt eine schöne Pfarr- 
ei-roearbonhl,s. Eienkohleno nd. kirche, eEhemaliges Franzistanerlloster, Marine- 
For-rocs.1-files (spcin.), Eisenbahiien (s.  akademie, Sihisfcihrtsschiile nnd das größte Arsenal 
Zerrochloriir, s. Eisenchlorür.  Spaniens (8 has, mit LBerften und Docks, das unter 
errocy-äu, ein in freiem Zustande nicht exi- engl. Leitung 3-4000 Arbeiter beschäftigt. Da- 
stierendes vicrwertiges Radikal, Pe(ON),, dessen neben besteht Segeltuih- und Lederfabrikcition, 
Verbindung unt Wasserstoff die vierbasische Fee- Sardellenfifcherei iiiid Leinweberei. Eiiigefi"ihrt 
rocyanw.asser.stosfsäure, II, Po  ist. werden vor allem Kohlen, Eisen, Holz, Baumwolle, 
Das Kalisalz dieser Säure,  ist das Ge-treide;aiisgeführtGriibenholz, Eisen nnd Fische. 
Ferrocyankaliiim oder gelbe Plutlaugensalz.(s.  Mit Coru-fia besteht regelmäßige Dampferverbiii- 
Dieses Salz läßt Ach als. ein Doppelcyanid v-on dung. F. ist  eines deiitschi-Hi, iiruguayanischen 
Eisenci)ani"ir iiiid Cyajikaliiini anffassen, nämlich und venezuelanisihen Konsuls sowie von Vicekon- 
als Is"o(CN)2 -i- 4IcC1N.   suln oder Konsnlai-age1iten fast aller andern Han- 
Wi"ihrend nun aber die gewöhnlichen Doppel- delsstaaten.. Gege1ii"iber La Grai"ia, mit Wei"sten 
cyanide (s. d.) von vei-dünnten Säui-en in der Kälte uiid McigaziiiYi.  
ebenso wie das Ci)aiikalium unter Freiwei-den von Ferrolciktat, ein Salz, s. Eisenlaktat. 
Blausäure zerlegt werden, scheidet sich aus dem erroiiialät, s. Eisenmalat. 
Ferroci)aiikaIium nur die Ferrocyanwasserstosfsiinre erromimgäu, s. Eisen iiiid Manganeisen. 
als Niederschlag aus. Das Eisen, das in derselben errimiträt, s. Eisennitrate. 
enthalten ist, zeigt nicht das Verhalten der gewöhn- et-rooxsd, s. Eisenoxr)dul.  
lichen Eisenvcrbiiidungen,indem weder durchSchwe- z erropyrin, Verbindung von Eis-eiiihlorid mit 
felamnionium Schwefeleisen, noch durch Kalihydrat Aiitiphrin, ein rotes, in Wasser lbsliches Pulver, 
Eisenhydroxhdul gefällt wird. Auch das Cyan ist in das die Wirkung der Eiseiipriiparate mit der des 
seinen Eigenschaften verändert; denn während sonst Aniipyrins vereinigt. 
alle Cyaiiverbindnngen giftig sind, sind die F. keine errosalze, s. Eisenoxr)dulsalze. 
Gifte. So verhält sich also die Gruppe Pe(CN)z errofilicZttm, s. Eisen.(Technisches).,  
wie ein selbständiges Radikal, wie etwa ON oder errostyptin, ein blutstilleiide-Z Antiseptiknm, 
die .s")alogeiiatonie, und kann nur durch energisd)e bestehend ans Acetanilid (Antifebrin) nnd Eisen- 
Eingrifse, wie z. B. durch Erhis3en mit konzentrier- salniiak.  
te: Schwefelsäure, zerstört werden, wobei dann errosulsät, ein Salz, s. Eisensulsate.  
Eisensulfat, Kaliumsnlfat, Aninioniumsulsat uiid er:-osulfid,s. Eisensiilside. 
.5iohlenoxyd eiitstel)en: crrothpie (lat.-grch.), die Ausnahme eines 
K4Fe(CN), J- 6II, s0, -F 6H., 0 -  s0, -s- Bildes nach der Natur aus Kollddium, welches aus 
 FSs0- -I-3(NH4), s04 -I- 600. schwarze, mit Asphalt i'iberzo ene Eisenbleche ge- 
Mit den Metallsalzen giebt eine Lösung von Ferro- gossen, halb getrocknet, dann gesilbert wird. Die da- 
cyankalinm meist unlösliche Niedei1iihläge, mit durch erhaltene lichtempfindliche Schicht wird in der 
KUpkskiU!f(1t z. B. rotbi-aiines Fett-ocyankupfer, Caniera nur sehr kurze Zeit belichtei, dann ent- 
C11- e(CN), (Kiipferbraiin), mit Eisenoxydsalzen wickelt, fixiert und nach dem Wafcben sofort abge-
        

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