Bauhaus-Universität Weimar

422 Falckenste1n  Falconetto 
-Das..6erzogtum Schleswig in seinem je3igen Ver- botan. Sainmluiigen kam nach Kein; die geolog. 
hältnis zu Dänemark nebst Anhang über das Ver- und paläontol. Sammlungen wurden dem Brin- 
hältnis der Sprachen im .t5erzogtum Schleswig- schen Museum überwiesen. Auf Kosten der Ost- 
(Kiel 1816), cJurist. Encyklopädie)- (ebd. 1821; indischen Compagnie begann er 1846 sein Haupt- 
5. Ausg., Lpz. 1851), s(Samniliingen zur nähern merk, die c(F8.uva autiqua siva1en8isv (9 Tle., 1846 
Kunde des Vaterlande-Si) (3 Bde.. Altona 1819- -49, iinvollendet). 1848 ging F. wieder nach Jn- 
25), ((Handbuch des schlesw.-holstein. Privatrechts)) dien, wurde Direktor des Botanischen Gartens und 
(Bd. I-5, Abteil. 1, ebd. 1825-48). Mit andern Professor der Botanik an dem Medizinischen Kolle- 
gab er heraus; ((Staats- und Erbrecht des Herzog- gium in Kalkutta, nahm 1855 seinen Abschied aus 
tums Schleswig)) (Hainb. 1846) und die Zeitschrif- dem Dienste der Coinpagnie und durcl)forscl)te seit- 
ten c(Staatsbi"irgerliihes Magazin)- und (iNeues dem für die Ausführung seines Werkes über die 
Staatsbürgerliches Magazins) (zusammen 20Bde., Siwalikfauna sämtliche geolog. Museen Europas. 
Schlesw,1821-31 u..1833-41).  Vgl.F.Brock: Während seiner letzten Le eiisjahre nahm besonders 
haus, Nikolaus F. (Kiel 1884). die Untersuchung der in Höhlen erhaltenen paläontol. 
F-alrkenftein, Ernst Friedr.EduardVogel von, Reste seine Aufmerksamkeit in Anspruch. F. starb 
Preuss. General, s. Vogel von Falckenftein. 31. Jan. 1865 in London. Sein wissenschaftlicher 
Ps.1oo  der Falle (s. Falkeii); F. gyrfa1co, Nachlaß wurde u. d. T.  Hugi1  pa1aeouto- 
s.  undTafel: logjc-til memoirs and notes)) (2 Bde., Lond. 1868) 
Falken, Fig. 1; P. tjnnuncü1us, s. Tur1nfalke. von Murihison herausgegeben.   
Falcon, Staat im NW. der südanierik. s.)iepublik Faleoner (spr. fahk"ner), William, engl. Dich- 
Veneziiela (s. Karte: Columbia u. s.  im O. der ter, geb. 11. Febr. 1732 zu Edinburgh, kam als 
Laguna und des Golfs von Mai-acaibo, mit der.s5alb- Kajütenjunge auf ein Kaiiffahrteifchisf. Als zweiter 
insel Paraguana, hat (1894) 141 689 E. Der Boden Maat am Bord der Britannia litt er auf der Fahrt 
ist trocken und vegetationsarm, nur mit Kakteen und von Alexandria nach Venedig beim Kap Co onna 
Euphorbeen bestanden. Man treibt Plantagenbau Schiffbruch, rettete sich mit zwei Kameraden und 
und Viehzucht. Hauptstadt ist Coro (s.   F., schilderte die Gefahren des Seelebens in einem 
früher mit Zulia vereinigt, ist seit 1881 Staat. Gedichte von drei Gesängen: e(The shipwi-eck)) 
Falcou, Jnsel, s. Tonga-Jnsel1i. (anonyni, Lond. 1762; dann unter F.s Namen 1764 
Pers(-0n., bei naturwissenschaftlichen Namen  DerHerzog 
Abkürzung für Hugh Falconer (s.  von York, dein F. sein Werk gewidmet hat-te, liess 
F-alepubridge (spr. fahktnbridsch), Thomas, ihn zum Midshipman und Schisfszahlmeister er- 
Bastard von,ein illegitimer Neffe des im Rosenkriege nennen; aus Dankbarkeit schrieb er unter dem 
beriihinteii Warwick, wurde 1471 von Eduard IV. Namen Theophiliis Thorn eine polit. Satire icThe 
gegangen genommen und e.nthaupt-et.. Shatespeare i1emag9gue)- ;1765) gegen Chatham, Wilkes und 
it t im (cKonig Johann-Z einen Philipp von  als Churchill. Sein letztes und gediegenstes Werk ist 
unehelichen Sohn von Richard Löwenherz austreten. aA new1m1ve1-s-.1 djctjoriary of the maximo) (Lond. 
Falcöue, Aniello (Angelo), ita  Schlachten- 17(;9; neue Aufl. 1815 und  Nochmals litt 
maler, qgeb. 1600 in Neapel, gest. daselbst -1665,  im Britischen Kanal Schiffbruch; dann fuhr er als 
bildete sich anfänglich unter Ribera, gründete1edoch s ahlmeister aufder nach Jndien bestimmten egatte 
bald selbst eine eigene Schule, die star besuchtwurde. Aurora 1769; sie verscl)oll, nachdem sie die F?(:pstadt 
Als derAufstand unter Masaniello  1647 aus- verlassen hatte.  c(P0ems-) wurden mit einer Ein- 
brach, bildete er mit seinen zahlreichen Schülern und Leitung hg. von .itford (1836) und 1858 mit einem 
Anhängern unter dem Namen des Todes-bundes eine Lebensbild des Dichters von Carruthers. 
den Spaniern verderbliche Bande und flüchtete nach J-alconet (spr. -neh), Etienne Maurice, franz. 
Unterdrückung des Aiifstandes für einige Zeit nach Bildhauer, geb. 1716 zu Pevey am Genfer See, 
ä5;tankreich. Seine Bilder, die sehr selten nnd (zwei ging nach Paris, wo er sich unter Lemoiiie aus- 
sitzt das Pradomuseum zu Madrid), stellen meist bildete. Erst 23 J. alt, wurde er für seine Gruppe: 
Kampfscenen dar und sind mit solcher Meisterschast Milon den Löwen tötend, in die Pariser Academie 
ausgeführt, daß er davon den Namen eines Orakels aufgenommen. Es entstanden sodann die Meister- 
der Schlachten (0raco1o della b-.ttagIie) erhielt. werte: ein Py malion und ein drohender Amor, 
Man hat von ihm auch einige gestochene Blätter. die Voltaire bes!ang; ferner der heil. Anibroßus für 
Falc-mer (spr. fahk"ner), Hugh, engl. Paläonto- die Jnoalidentirche, der sterbende Erlöser für die 
log, geb.,29. giebt. 1808 in Forres in Schottland, Rocbuskirche. 1766beriefihndieKaiseriiiKatharina 
studierte in A erdeen und Edinburgh Medizin und nach Petersburg, wo er das kolossaleReiterstandbild 
trat dann als Wundarzt in die Dienste der Ost- Peters d.Gr. (s. Tafel: Riissisc-he Kunst I, Fig. 1) 
indischen Compaznie, die Im 1832 die Aufsicht in Erz aUsführte. 1778 kehrte er naeh Paris zurück, 
über den botan. arten in aharanpur am Fuße wo er Akadeiniedirektor wurde und 4. Jan. 1791 
des Himalaja übertrug. Von hier aus unternahm starb. In den letzten Jahren seines Lebens beschäf- 
er. geolog. Untersuchungen der dem Hauptzuge des tigte er sich meist mit itterar. Arbeiten; von seinen 
F)imcilaja vorliegenden Kette der Siwalikbei-ge und Schriften nnd zu nennen: ((Reflexj0ns sur la scii1s)- 
entdeckte dort die ersten Neste einer bis dahin un- tu:-ei) (Par. 1761), ii0bse1-various sur la status de 
betannten subtropischen niiocänen sossilen Fauna. Mo.rc-Aiu-dle)- (1771), (((Euv1-es de Fa) (6 Bde., 
1837Tgindg er im Gefol e Sir Alexander Burnes" Laus;-inne 1781-82).   
nach is awar und Ka(icbmir, entdeckte unter an- Falconetto, GivyamU Maria, ital. AVc)IkEkk 
denn die Ase t"oetjda-Pflanze, kehrte 1838 nach und Maler, geb. 1458 in Verona. Ja seiner Jugend 
,SObfMIUPur zurück und nahm 1842 einen mehr-  scheint er sich Mantegna zum Vorbild genommen zu 
ls.hrigen Urlaub. Die J. 1843--47 brachte er, mit haben. Ja Berona malte er Fressen in SanNazzaro 
BE! Ordnung und Beschreibung seiner Samniliingeii (1493), im Dom-(1503) und in Sau Pietto Martin 
Cit"hTfUST, M England zu. Der größte Teil seiner (iim 1515). Sein bestes architektonisches Werk ist
        

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