Bauhaus-Universität Weimar

Evangelische Ostafrikanische Missionsgesellschaft  Evaiigel1fcher Bund 327 
niit göttlicher Weihe begabten Stande des Klerus Die Lehre der 1lnioii (s. d.) brachte die beiden evang. 
 Dagegen ist dieseLehre untaug- Kirche-ji auszerlich zuja-niinen kund musF,te zu einer 
lich fiir die positive Verfai.sung-sbildiing, denn ei-ne  i.Beisassii-iigse ein-ente fuhren. Auch 
unfichtbare Kirche kann-nicht sichtbar verfaßt sein, die Erkenntnis, die Gemeinden, die in ihrer Passivi- 
und ein allgemeines Priestertuin ist kirchliche Anat- tat erstarrt -waren, wieder zu neuem Leben zu er- 
ihie, also der GegensaH Jeder Verfassung. Darum werten, bewirkte ein gleiches Ergel7n;)s. So ist denn 
bedurften,beide Principien der Modifikation, die in fast allen deutschen Staaten, mit .lusnahme von 
He schon im Ref-orniationszeita.lter selbst gefiinden Mecklenb.urg," eine presbyterialsynodale. Organi- 
haben. Man gestand zu, daß die Unsichtbare Kirche sation eiiigesiihrt und- mit der konüstoricilen ver- 
in der sichtbaren enthalten und also organisations- bunden. (S. KonsisiiYialverfassung und St)nodal- 
fähig sei,und man ioerlaiigte,das3 die allen zustehende verfassiing.)  Vgl. zzriedberg, Das geltende Ver- 
priesterliihe Befahigung dnrch ein geordnetes Amt fassungsrecht der-evang. Landeslirchen in Deutsch- 
zur Ausub-ung komme. .lls sich aber. die Hoff- land und Osterreich (Lpz. 1-s88); Rieker, Die recht- 
nung auf l1bertritt der Mehrzahl der Bischofe als liche Stellung der evang. Kirche Deutschlands (Lpz. 
eitel erwiesen hatte, war die Zeit der frischen ver- 1S93); Köhler, Lehrbuch des Deutschen evang- 
fasiungsbi denden Kraft unbenut-,t vorbeigegangen Kirchen-rechts (Berl, 1895); Friedberg, Lehrbuch des 
und hatten die deutschen Landes-herren in der Kirch-e kath. und evaiig. Kir(Ehenrekhts (ki. Aufl., Z?pz.1895). 
die Stellung eingenoznmen, welche vorher die Bi- Evcmgelifche O-stafrikam,sche Miffionsge- 
schöfe gehabt hatten (s. Suminepiskopat). So ist,es fellschaft, s; Ostasrikanische ElJkissionsgesellschaft. 
denn auch gekommen, daß in Deutschland keine EtFangelische Pastoralhtlfsgesel1fchaft sät- 
deutsche evang. Kirche zur Entste3ung gekommen ist, Rheiulaud und Westfalen, s. d. 17. 
und daß die Territorien kirchli nicht einmal den Evimgelis3er AfrikaYereiu, s. Bd. 17. 
Zusamnienlging erzielten, den die Reichsorganisa- ]Evangelis e R-itfchlage, s. C(-osilja. evan- 
tion po iti getvä rte. ge je-i.   
DieVerfasfunghatsuhdemnachschonim16.Jahrh. Eh-angelifcher Bund zur Wahrung der 
dahin gestalt-et,.das-; die Lcindesherren und Stadt- dLeut-ich-prote.stantis eh en Jnteres f en, eine 
inagistrate Bischose ihrer Kirchen wurden-und so ihr Lserbindung, die alle Protestanten zur Abwehr 
kirchliches Amt ungetrennt v5nfZem weEtlichen führ- der n;ilch BEendigun2gi des; Kultizrkampfes dge;-oi;chsg 
ten, denn die "orderun i "r das et-,tere ei t- nen nma ungcn om vereinigen un a ur 
lichen Beirats Zu bediengt-i,ferwies Ich bald alsgeiiie die lähmenden Gegensätze innerhalb der evang. 
           
voni nen e e e, an ei i en un i ei - , -ca  an. nii einem von me r a 
Eicheln MnBiniengese3ie Behörden Jesus ist-rien) 250Zissfigesiel?;nen  2kuiruf an 
as it i eRegimentbaldindem in angeundmit die ent i eit. ie e rza der itg ieder ge- 
der Konipetenzabgrenzung wie früher die kath. Vi- hört der vermittelnden Richtung an, aber auch die 
 Verbindu3g zwis(hen Knnsistorigi und kirchlicne Renhte und Ente is; nertretFn. Dis Bun- 
 ei i en wurde diir von jenen de e ierte upe-r- desver amm iiiig in i eiia 1889 wies ereits 
intendenten oder Dekane geübt. Von iFgend welchen 30 Haupt- und 430 Zweig- und Ortsvereine mit 
Recht-en der Gemeinde, worin der Gedanke des all- über 60000 Mitgliedern auf. Jm J. 1897 zählte 
       
OWNER VIII e- war a eine ede me r und d - eit em a i er un er ganz en an 
stens negativ konnte sich eine Willeiisäuf;erung dckr verbreitet und auch im Norden und Osten Fuß gefaßt, 
Gemeinde bei der Wahl der Pfarrer in einigen Ter- nachdem er zuerst nur in West-, Süd- und Mittel- 
ritorzen geltend ma(hen. deutschland Anklang gefunden hatte. Die Bundes- 
D1e tefor1n. LM ist von vornherein auf eine buchhandlung verbreitet zahlreiche Flugschriften und 
tad!kCIS kU7c?ctche bildung ausgegangen und hat größere Arbeiten. Jhr Sitz ist in Leipzig. Ein Press- 
aukh eit1SVs'tfglsUngsform aufgestellt, die sie aus der koniitee tlberwaiht die ultraniontane Zeitiinaspresse 
 lk,ttbzuleiten unternahm. Dem- nnd Litteraturbewegiing. Organ ist die ((Eoange- 
UUSk),kES!M DIE, 9MeMdO sich selbst durch ein Kolleg lische Korrespondenz für die deutsche Tagespressev, 
(ietvölI)lk,9V, MVUMEk (,Ptesbhterium), welches daneben eine (cMonatkorrespondenz samt Littera- 
dein Geis-tI1ChS!J ZU! Seite tritt, ihn selbst kontrolliert turblatt für Bundesinitglieder)). Der rom. Flug- 
und mit ihm VIe.GEmeinde. D-ie organ-ische. Vorhin- schriftenlitteratur wird eine deutsih- evangeiische 
-sung der verschiedenen Gemeinden wird in einem gegenübergestellt. Jii Schwc"ibis.ch-Halt und Frei- 
Vepräsentativkorper gefunden, der aus den Geist- burg i.Br. errichtete der  Diakonissenansta ten, 
when undeiner gle,ichenZahlvondemPresbytei-iuni außerdem leistete er Beihilfe zu zahlreiihen Dia- 
Zewahlter s)iicl)tgeistlicl)en besteht und das oberste gioraaiistalten; insbeso-ndereiinte'rstiitzt er die evang. 
iriheiiregiment handhabt. Dies sind hie Grund- ew.eaung'in Osterreich. Vereinsversammliingen 
aedanken der Synodalperfassung. z5r.eilich in mit öffentlichen Vorträgen und Besprechungen der 
Deutschland vermochte die reform. Kirche diese Ver- kirrhenpolit. und soeialen Zeitfragen erst-re en die 
fcissiingsform nur bei den aus dem Auslande dort- Kräftigung des evang. Geineindelebens und die 
hin geflüihteten Gemeinden aufrecht- zu erhalten. Schärfung des prot. Gewissens. Von den ((Flua- 
In den reform. Territorien nahmen die Landesher- sihiisten des E.  hg. vorn Vorstand des E. B. 
ten dieselbe Stellung für sich in Anspruch wie die (Halle und Lpz.1887  End bis 1901:188 .t3efte 
luth. Fürsten in ihren. Die vresdi)teriale Organi- erschienen. F- Vgl. Warneck, Der E. B. und seine 
sation wurde allerdings vielfach erhalten, da und Gegner (Gutersloh 1889); Meyer-.iZertnann, Der 
dort auch Je synodale, die aber da;insin kInterjprd- gclimi:f des E.I33.s Feige; Rot? (  
niing zum andes errn trat, indes ei vie sivei e in an mei er, a ei mu un o ei en 
Jülich-Cleve-Mark eine solche Kraft bewahrte, daß (Lpz. 1896); Witte, Der E. B., sein gewiesenes Naht 
ne dort auch auf die liith. Kirche übertragen wurde. und sein gethanes Werk (Barmen 1896); Nippold,
        

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