Bauhaus-Universität Weimar

Hase (Sternbild)  Hase (Karl August von) 839 
welcher sich in Europa von Portugal bis zum Ural AnzahlL)chwächerer. Mehrere Doppelsterne, ein ver- 
             
omnit un i von wei en anzen ei en, e on- pi er Stern aii en te en in ie em tern i d. 
ders Blättern, im -Winter auch von Baumrinde (S. die Sternkarte des sildlichen Himmels, 
nährt. Er wird, bei 30 cui Höhe, bis 75 cm laiig, beim Artikel Steriikarteii.)  
wovon nur 8 am auf den Schwanz (Bliime oder Hase, Nebenslusz der Ems, s. Haas)e. 
Feder genannt) entfallen, iind in der Regel 5-6 leg Hase, Karl Alsred von, prot. T eolog, Sohn 
schwer, in seltenen Fällen 7 und 8 kg und darüber. von Karl August von H., geb. 12. Juli 1842 zu 
Die Lange der Ohren (Lössel) beträgt 14 ein. Seine Jena, studierte daselbst, wurde 1865 Kollaborator 
Augen nennt niaii Seher, die Füße Läufe, seine Be- an der Stadtkirche, bald daraiif an der Hofkirche in 
haarung Wolle. Seine grosze?5urcl)tsainkeit, welche Wejiiiar, 1868 Hosdiakonus daselbst, 1870 Feld- 
spria)wörtlich geworden, läßt ihn sich niemals gänz- divisioiispsarrer., 1871 Divißonspsarrer in Hanno- 
icher Sorglosigkeit hingeben. Obschon ermit großer ver, 1876 A-lilitäroberpfarrer des 1. Armeekorps 
Schärfe. des Geruchs iind Gehör-s und ungemeiner uiidKoiisistorialrat in K-önigsberg,1889Hosprediger 
Schnelligkeit ausgerüstet ist, würde er dennoch uiid Garnisonspfarrer in Potsdam. 1893 wurde er 
der Ausrottung nicht entgehen, wenn seine Frucht- zum ord. Professor an der Universität Breslau er- 
barkeit nicht so groß wäre. Die Häsin  oder nannt. H. veröffentlichte unter anderm: ((Luther- 
S axzh as e) , welche bereits am. Ende des ersten briefe in Auswahl)) (Lpz.  (cWormser Luther- 
Jahres zur Fortpflanzun-g fähig ist, seht drei- bis bucl))- (Mainz 1868), ((Sebastian Frank von Wörd 
viermal ini Jahre drei bis stinf Junge, trägt nur der Schwarnigeist)) (Lpz.1869), ((Die Bedeutung des 
Es; 3Polcheäi und 3ibe;läßt diHJutni3eii bald lillkrem  der ReligLofi)) (egd.f187d4),  
O i a  ;-unge  ie drei ier e i)rer do oin-  l re t von reußen un ein o pre iger)) e  
nieiien Größe-erreicht haben, heißen Dreiläufer. 1879),  Die Hausandacht)) (ebd. 1891), -cChristi 
Die Jungen find iiach 15; Monaten erwachsen, aber Armut unser Reichtum. Predigten)- (Berl. 1893). 
schon im ersten Lebensjahre fortpflanzungs-fähig. Eine Geschichte der Familie H. verfaßte er u. d. T. 
Man iiiinint an, daß der H. bei uns 7-8 Jahre alt (iUnsere Hauschronik)- (Lpz. 1898). 
werden kann, wenn er nicht vorher dem Heer seiner Hase, Karl August von, prsot. Theolog, geb. 
Feinde zumOpfcr fällt. Derniännliche H. (R.amm-  Aug. 180Q zu teinbach in Sachsen, studierte 
let) ist kürzer als die Häsin, mehr braunrötlich und seit 1818 in Leipzig und, von dort wegen Teilnahme 
hat titrzere Ohren und kürzern Schwanz. Der H. aii burschenschastlicheii Bestrebungen verwiesen, in 
I;-ißt sich leichtzahmen und, obschon seine ntelligenz Erlangen, habilitierte- sich 1823 als Privatdocent 
iiicl)tbedeuteiid, selbst zu iiiigewohnlicheii.Leistungen der Theologie in -Tiib,ingen, wurde aber als alter 
abrichten. Es-gelingt jedoch mir dann ihn längere Bi1rschenschaster in eine neue langwierige Unter- 
Zeit in der Gesangeiischcift lebend zu erhalten, wenn s uchung verwickelt,inußte 11 Monate auf derFestung 
man ihm seine Liebliiigsäsung, die Schafgarbe Hohenasperg zubringen uiid wurde dann des Lan- 
(Aehi11ea millefolium),. und daneben Salat, Klee, des verwiesen. H. habilitiei-te sich nun nochmals 
Akazienbl-ätter und Zweige und auch Wasser reicht. 1828 in Leipzig, wurde daselbst 1829 Professor in 
Das; der mit osfeneni-Auge schlafe,ist vollkommen der Philos. Fakultät und erhielt noch in demselben 
richtig. 1ibrigens ist sein Gesicht sehr schlecht, wes- Jahre einen Ruf als Professor der Theologie nach 
halb er sich mir auf Gehör und Geriich verläßt. Die Jena, wohin er nach einem Winteraiisenthalt in 
H. werden zur niedern Jagd gerechnet. Gesagt wird Italien 1830 übersiedelte. Jm Herbst 1883 legte er 
er auf verschiedene Weise. Das i11eiste Vergni"igeii seiii Lehranit nieder und wurde durch Verleihung 
geiviihren wohl die,Sucl)e mit dem Vorstehhund, der des Groszkreuzes des Sachsen-Ernestinischen Haus- 
haseiireiii (s. d.) sein muß, und der Anstand; auch ordens in den erblichen Adelstand erhoben. Er starb 
mit WiUdbU11deU l1)1td der H- gehegt. Beliebt sind Z. Jan. 1890 in Jena. Sein Denkmal (von Si-sfner) 
auch Treibjagdeii aus H. Geschossen wird er von aiif dem Fürstengraben in Jena wurde Juli 1900 
Anfang September bis Ende Januar (iii Preußeii), enthüllt.   
doch stiiunit die Schunzeit in den verschiedenen deut- Das Ziel seines wissenschaftlichen Strebens war 
schen Ländern nicht genau überein. HasenHeisch ist ans die Versöhnung des historisch gewordenen 
zart und leicht verdaulich. Auch die -Felle werden Chiistentums uiid der modernen Bildung gerichtet; 
bei-wettet. (S.Hasensel1e.) E.iiie.b.esondere Art macht sowohl.den geschmack- und geniütslosen Rationalis- 
der Ali) en h a s e (I,-epus v-iriab111s, Palme) ans, der inus wie Jeden unevang. Dogmatismus bekämpfend, 
in Mitteleiiropa die höchsten Gebirge-nicht verläßt zeigen seine Werke eine innige Verbindung von ge- 
i-iiid nur iiii hohen Norden auf der Ebene sich findet. schichtlicher Piettit iind rationeller Kritik. In syste- 
Er unterscheidet sich durch die kürzerii Ohren und matischer Form hat H. seine theol. Anschauungen 
den ganz weißen Schwanz. Jm. Winter wird er entwickelt, wissenschaftlich in  
bl7ndend,we,iß und behält Mr d1eichwavzen Ohr- main-:  
-sznizeii. Übrigens haben aber alle H. ganz dasselbe verständlich in der (-Gnosis oder prot.-evang. Glau- 
-,)-aniilienansehen. H. sind.besonders zahlreich in benslehre für die Gebildetenin der Gemeinde wissen- 
den nördlichen iind gexnäZ5gten J-Teilen der nördl. schaftlich dargestellt-) (3 Bde., Lpz. 1827-29; 
Hemisphäre; sie fehlen ins est-:ifrikci, Mcidagastar, 2. Aufs, 2  semexschrieb er :-Hur 
dein Jndischen Archive! und Australien und sind te;-us re(1ivivus oder Dogmatik der evanä.-luth. 
selten in Südainerika. Fossil finden Ich H. erst in Kirche, ein dogmatisches Repertoriuni für tudie- 
den gingsten Tertiärschichten Frankreichs- Vgl. i-enden (Lvz.1827: 12. Aufl. 1883), worin er die 
von hängen, Der H. (Berl. 1878); Waldenburg, altprot. Kirchenlehre so darzustel1en sucht, wie etwa 
Jagd und Hege von Reh, H. und Rebhuhn (Lpz. Hutterus, wenn er setzt lebte, sie vortragen würde. 
 über dieses Buch in eine litterar. Fehde mit dem 
,-Hase (Le.pus),' ein kleines,Sternbild des sitdl. Wortsührer des Rationalisinu-s, Rohr in Weimar, 
Himmels, mit zwei Sternen dritter Größe nnd einer verwickelt, bekämpste er diesen in den c(TheoI, Speis-
        

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