Bauhaus-Universität Weimar

Hanau (Furstm von)  Hand (anatomifch) ()95 
Johann Reinhard 11. im Mannsstaiiime erlosch, ;806 zu.Bonii als Gertrude F-alkeiisteiii uiid sehr 
kam zufolge früherer Erbvertrijge Hanau-Münzen- sung mit dem --preusz. Leutnant Lehmann ver- 
berg an HeHcn-CaHel, Hanau-Lichtenberg an Hessen- errettet, wurde- sie auf Wunsch des damaligen,Kur- 
Darinstadt. 1785 wurde die Grafschaft mit Hesseii- prinzen Friedrich Wilhelm geschieden. Nach Uber- 
CaJel vereinigt, 1803 durch.Reichslieschluß zum tritt vom Katholicismus zum P-rotestantisinus ver- 
ürstentum H. erhoben. Mit dem Kurfürftentiim mahlte sie sich in morganatischer Ehe 30. Sept.18;31 
essen nahmen 1806 die Franzosen auch H. in Be- mitdem Kurprinzen,der sie 10. Oft. 1831 zur Graun 
Iß, worauf es 1809 zum Großherzogtum Frankfurt von Schaumburg und 2. Juni 1853 zur Fürstin von 
eschlagen wurde, bis es 1813 wieder an Hesfen- H. erhob. Sie starb als Witwe in der Nacht vom 
FScissel kam. Seitdem bildete es nebst dem vorm-als 9. zum 10. Juli 1882 zu Prag u1iter Hinterlassung 
fuldaischen Amt Salmi"inIter und den früher isen- von sechs Söhnen und drei Töchtern. 
         
holz und Langeiiselbo-ld die kiirheH. Provinz  Eano., hinter wissenschaftlichen .Tiernamen.Al)- 
und seit 1866 einen Teil des Preuss. Reg.-Bez. Castel. kürziing für Alb any H ani;o ck (spr. h(inn-), einen 
Jn den J. 1630 uiid 1636 wurde H. von den engl.Natursorscher,iiamentlich Konchhliologen, geb. 
Kaiserlichen belagert iind 13. Juni 1636 durch den 24. Dez.  gest. 24. Okt. I-873. -Von ihm unter 
Landgrafen Wilhelm V. von HefTen-Cassel entsetzt. vielem andern zusammen mit Joshua Alder ein 
Beri"ihnit ward es durch die Schlacht bei H. vom Prachtwerk über die Nacktschnecken der engl. Meere: 
30. Okt. 181:3. Nachdem sich Bayern durch den Ver- ((A m0n0grap11 of the Britisl1 N uc1il)ranchiate Mol- 
trag zu Ried, 8. Okt., mit5Jsterreich verbündet hatte, lusca)) (7 Tle., Lond.1845-55).  
 Annae:-Iris Genuss, Pflanzengattung aus der 
an der Spitze eines 56 000 Mann starken l)ayr.- FamiliederApoeyiiaceen  mit nur einerArt,der 
österr. Heer-Z nach Wi"irzbiirg, um Napoleon, der sog. Maiiga"iba, H. speciosa Genuss, die in ver- 
nach der Schlacht bei Leipzig mit 800()0 Mann dein schiedenen Gegenden Brasiliens vorkommt. Es ist 
Rhein zueilte, den Weg zu verlegen. Allein Wür3- ein kleiner Baum mit gegenständigen Blättern und 
burg, welches der franz. General Turreau mit anseFnlicheii wohlriecl)eiiden Blüten. Die beereiiarti- 
12000 Mann besetzt hielt, hemmte. Wredes Vor- gen rüchte, etwa von Pfirsichgrdße, werden sowohl 
rücken. Diefernah-in nach einer Besihieszung 26. Oft. frisch als auch in. Zucker eingemacht gegessen, auch 
die Stadt ohne, die Citadelle Marienberg ein und wird aus ihnen eine Art Wein bereitet. Wegen der 
zog über.Asihasfenbiirg,.wo eine württemb. Brigade Früchte wird der Baum vielfach -kultiviert, ebenso 
zu ihm stieß, im ganzen seht iioch 40 00-O Mann stark, einige Varietäten. Aus dem Milchsaft der Rinde 
nach H. Allein auch Napoleoii hatte inzwischen die wird das sog. Pernambueokautfchuk gewonnen. 
Umgegend von H. erreicht. Am 28. Okt., wo die Hnnd (M-iiius), der nnterste Teil der obern Ex- 
Verl1ündeten H. beseZten, begann der Kampf. Am tremittit, welcher durch das Handgelenk mit dem 
29. Oft. griffen die franz-. Ko oniieii wiederholt ver- Vorderarm in direkter Verbindung steht. Man 
geblicl) Wredes Mi.ttcltreffen an. Schließlich war- unterscheidet an ihr den gewölbten Handrücken 
sen,sich :30. Okt. Rapoleons Reitergarden in drei (i1oi-sum maiius) und die leicht ausgehöhlte Hohl- 
Treffeii gleichzeitig aiis die Kavallerie und Jnsan- hand oder den Handteller (v01-i manus), weiter- 
terie der Verbündeten, während letztere durch die hin die Hcindwurzel (cai-pas) und das Hand- 
Artilleriereserve beschossen wurde. Die JnL;anterie gelenk, die Mittelhand (metaeai-pas) iind die 
geriet in Unordnung, die Kavallerie der erbün- Finger (digiti); endlich zwei abgeriindete Ränder, 
beten wich zurück, worauf auih die Jnsanterie auf den Speichenrand auf der Daiimenseite und den 
dem linken Flügel über die Kinzigbrücke nach H. Ellbogenrand auf der Kleinfingerseite. Das 
floh und die Stadt von den Franzosen mit Grana- Gerüst der H. besteht aus 27 kleinen Knochen, von 
ten beworfen wurde. Die Triippen des Mittel- welchen 8 die Handwurzel, 5 die Mittelhand nnd- 
trefsens und des rechten Flügels zogen sich auf der 14 die Finger bilden. (S. Tafel: Das Skelett 
Aschciffenburger Straße zurück und nahmen wieder des Menschen, beim Artikel Skelett.) Die 8 mehr 
Stellung. Ani31.Okt.fn"1hräumten die Verbi"inde- oder miiider würfelförniigen Handwurzeltno- 
tr11H-, Und die Franzosen rückten ein.- Vgl. (-S-ieogr. chen bilden zwei übereinander liegende Reihen von 
Beschreibung der Grafschaft Hanau-Müiizenberg je 4 Knochen, von denen die eine (bestehend aus 
und Geschichte der ehemals regierenden Herren und dem Kahn-, Mond-, dreieckigen und Erbsenbein). an 
Grafen zu  überhaupt (von J. B. Hundeshagen, das Ende der Uiiterarmkiiochen, die andere (gebil- 
Hanau 1782); Lehinann, Urkundliche Geschichte der det durch das große und kleine vieleckige , das 
GrasschaftHanau-Lichtenberg (2 Bde.,Maniih.1862 Kopf- und Hakeiibein) an die Mittell)and stößt. Die 
 Die Grafschaft Hanau-Lichten- Knochen 1eder Reihe werden durch kurze und starke 
berg (Straßb.1876); Wille, Die le3ten Grasen von Bänder so fest untereinander verbunden, das; sie ge- 
 (Hanau 1886); ders., H. im wissermaßen mir einen Knochen darstellen (s. Tafel: 
Dreißig1ährigen Kriege (ebd. 1886); Reimer, Ur- DieBänderdes Menschen,Fig.1,beim Artikel 
kundeiibuch zur Geschichte der Herren von Hund der Bänder); aber die Gelenke zwischen beiden Reihen 
ehemaligen Provinz H. (Bd.1-74, Lpz.1891-98); und zwischen dem Unterarin und der obersten Reihe 
Zimmermann, Hi-inauer Chronik (Hanau 1897  sind derart, das; das eine die Bewegung der H. nach 
Ankel, Gras Philipp Ludwig II. und die Gründung vorn, das andere die nach der Seite gestattet. Die 
von Neu-Hanau (ebd. 1897); Dörr, Die Schlacht Drehung der H. um ihre Achse vermittelt allein der 
bei H. (Cass. 1851); Die Schlacht bei H. am 30. und Vorderariii, indem Ach das untere Spei(henende um 
31. Okt. 1813 (Hanau 1863); Bau- uiid Kunstdeiik- das untere Ende des  Pro- 
Mäle1' der Stadt H. (TL1- ebd- 1E200)- nation.) Die Handwur elknochen bilden ein-en nach 
Hemmt, Fürstin von, Gräfin von Schaum- der Hohlhand offenen Bogen- Über den ein brei- 
burg-sI)0tganatischeGemahlin desKurfürften Fried- tes, festes Band  O-t1"pi transvei-sum) 
Mk) WI!hEIM I. (s. d.) von .vessen. Geh. 18. Mai  gespannt ist, unter welchem die Sehnen der Burge-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.