Bauhaus-Universität Weimar

492 Guebviller  Guericke (Heinr. Ernst Ferd.) 
er im satt. .ltjl2 bei Kettchen den kaiserl. General Guerche-de-Bretagne, La (sp1-. gar-sih de bre- 
Lainboy vollständig; im Herbst kam er den Schwe- tanj), Hauptort des Kanions G. im Arrondissenient 
den, die unter Torstenson Leipzig belagerten, zu Bitte des  der 
Hilfe; Anfan 1643 schlug er sich in Wi"irtteinberg, Ardenne und der Seiche, an der Linie Martigne-Fei- 
wurde aber über denRhein gedrängt. JmBestreben, ihaud-Vitre der Westbahn, hat (189(-Z) 2582, als Ge- 
den Krieg nach Bayern zu tragen, elagerte er I)tott- iueinde 4665 E., Kapelle derTempelritter;Leinwand- 
weil; dabei erhielt er eine Wunde, an der er 24. Nov. fabrikation, Handel mit Butter, Eisen, Cider, Vieh. 
1643 starb. -Vgl. die (nach Men1oiren  gearbei- Guercino (spr.-tschihno), eigentlich Giovanni 
tete) Histoire de G. von Le Laboureur (Pai-. 1656). FrancescoBarbieri, ital. Maler,getaust8. Febr. 
Gnebviller, franz. Name für Gebweiler. t591 zu Cento bei Bologna (daher  da Ceuto, 
Gtielfen, s. Welfen und Ghibellinen.  c(Der Schielende von Cento)) genannt), bildete 
Guclfenorden, ehemaliger haunov. Orden,  sich daselbst bei Benedetto Gennari nnd in Bo- 
vomPrinz-Regenten,nachmaligenKönigGeorg1Y., logna bei P. Zagnoui iiiid unter dem Einfluß des 
12. Aug. 1815 gestiftet nnd  Mai 1841 mit neuen L. Carracci. 1616 eröffnete er in Bologna eine 
Statuten versehen, zerfiel in Grof;lreuze, Connnan- Malersihule; 1621 berief ihn Papst Gregor XV. 
deurs erster und zweiter Klasse, Ritter und Jnhaber.  nach Rom, wo er eins seiner Hauptwerke, Marth- 
Das Ordenszeichen bestand in einem an seinen acht rium der heil. Petronella (in der Capitolinis(ben 
Spitzen mit Kugeln besteckten, in den vier Winkeln Galerie), und die Fresken in der Villa Ludovisi (i1n 
mit vorwärts schauenden Löwen bese3ten und von Erd eschoßdas Deckenbild: Aurora ausihrem Wagen 
einer goldenen Krone iiberhöhten goldenen (bei der die sacht versiheuchend)vollendete. 1623 kehrte erin 
vierten Klasse silbernen) Kreuz. Dieses war inner- die Heimat zurück und entfaltete nun infolge zahl- 
halb eines grünen Lorbeer- (fi"ir Militar) oder Eichen- reicher Bestellungen eine rege Thätigkeit. 1626-27 
kranzes (für Civil) mit einem von blauem Reif, dar- schmückte er die Kuppel des Doms zu Piacenza mit 
aus in goldenen Buchstaben die Devise Netz aspe1-it Z)-resken (Provheten und Sibyllen). Bis 1642 ver- 
terrent,umgebenen,rotenMedaillon delegt,welches weilte er in Cento, dann siedelte er nach Bologna 
aiis demAoers ein laufend(-s weiszesRoß auf grünem über, wo ei: 22. Dez. 1666 starb. G. ist einer der 
Boden, auf dem R(-vers unter der königlich gekron- bedeutendsten Maler der Schule von Bologna; bei 
ten Jnitiale des Stifters das Stistungsjahr zeigte. ihm wird die lebensfrische Darstellung am wenig- 
Die militär. Dekoration war außerdem zwischen sten durch akademische Stilformen beeinträchtigt. 
Krone und Kreuz mit zwei geschrägten Schwertern Dazu ist sein Ausdruck kräftig und seine Farben- 
versehen. Das Band des G. war hellblau. gebung glänzend. Jm Alter wurde sein Stil frei- 
Guelma, Ort in Algericn, s. Gelma. lich immer glatter, kälter und bunter. Von seinen 
Guelph- Stadt im brit. Nordamerika, in der  Werken find die bedeutendsten: Gefangennahme des 
Provinz Ontario, 76 km wesisitdweftlich von To-  heil. :)iochus (.1618;  in Sau :)iocco zu Bo- 
ronto, ist Eisenbahnknotenpunkt und hat (18I)5)  logna), Einkleidnng des heil. Wilhelm(1620;Pina- 
10495 E., Landwirtschastliche Hochschule (135 Stu- kothek ebd.),Verzückung des heil. Franziskus (Paris, 
denten), Fabriken von Strumpf- und Wollwaren,  Lonvre), .8Z)1mmelsahrt der Maria(1624; Ereniitage 
Nähmaschinen und Ackergeriiten. zu Petersdurg),Tod der Dido (1631 ; Palazzo Svada 
 bei naturwissenschaftlichen Namen Ab- in Rom), Kephalus an der Leiche der P:-oki-is  
kiir7.ung für Felix Edouard Gnerin-Meneville (s.  Semiramis, Diana mit Windspiel, Venus an der 
Guerande(spr. geriiuad),.t5auptort des Kantons Leiche des Adams, Lot mit seinen Töchtern (sämt- 
G.im ArrondissementSt. Nazaire des franz. Depart. liche fünf in der Dresdener Galerie), Befreiung Pe- 
Loire-jZnferieure, I) km voni Atlantischen Ocean, tri aus dem Gefiingnis, Siisanna im Bade, Heil. 
an der inie Escoublac-G. (7 km) der Orleansbahn, Augustin über die Dreieinigkeit nachsinnend, Heil. 
hat (1896) 2462, als Gemeinde 7054 E., ein Sen1i-  Magdalenain derWi"cste(Pradomuseunizu Madrid), 
ncir, F-lachsspinnerei, Konservenfabritation iind  Vcrstof3ung der .s5agar (1657; Brera zu Mailand), 
Salzgewinnung aus den nahen Salzteichen.-Vgl. !)ti"ict"kehc des verlorenen Sohnes (.t5ofniuseum in 
Atlzou, I-u Presq1i"ile Gi1erandaise (Par. 1897). Wien). G.s ((Racc0lta di alci1ni disegnis) (23 Bl. 
Guerber (spr.  Joseph, elsäss. 2)teichstags- in Fol.) erschien 1764 zu Rom.  Vgl. Janitschek 
abgeordneter, geb. 23. Seht. 1824 zu Weif3enburg in Dohnies (-Kunst nnd Künstler Jtaliens)), Bd. 3 
im Elsaf;, studierte am Seminar zu Straßburg 1ind (Lpz. 1879). 
kurze Zeit an der Universität Bonn, war nachein- Gueret(svr.gereh). 1)Arroudissenient des sranz. 
ander Kaplan in Hagenau, Straßburg, Mutzig und Depart. Creuse, hat 1666 qkm, (l896) 979l() E., 
wieder in .85agenau, 1871-73 Superior des Kleinen 76 Gemeinden und zerfällt in die 7 Kantone Ahun, 
Sem-inars inZillisheini(Oberelsaß) und kehrte dann  Bonnat, Dun, Le Grand-Boiirg, G., St. Vaury 
zu seiner seelsorgerischen Thätigkeit in .85agenau zu- 1iiid La Sonterraine.  2) Hauptstadt des Depart. 
rück. Seit Il881 ist er Superior der Barinherzige1i Crense, 5 km lints von der Creuse, an der Linie St. 
Schwestern -in Straßburg, auch Kanonikus. 1874  und St. Sebastien-G. 
-PS vertrat er den Wahlkreis Gebweiler im (46 km) der Orleansbahn, hat (1896) 5583, als 
Reichstag. Er trat wiederholt gegen die Dil"tatiik, Gemeinde 7457 E., in Gariiison einen Teil des 
das Schulmonopol und den Paßzwang, für Freiheit 78. Jnsanterieregiments, ein Schloß (15. nnd 16. 
der kath. Presse und für Einführung der Selbstver-  
waltung in Elsas;-Lothringen auf. Litterarisch war botan. Garten, Remontedepot und Z Zeitungen; 
G. 1848 in der 2)iedaltion des ccKirihen- nnd Schick- Holz-, Eisen- und Weinhande1. 
blattes)-, 1853-70 in der des (-Volkssreundes)) GuerEza, s. Schlankaffen und Tafel: Affen 
khätig;.aus3erdem veröffentlichte er: (cIIagi3e11ai1 an der Alten Welt IlI, Fig. 4.   
         
 ((LeopoldBruno Lie- Guerirkc (spr  .tJ1einr. Ernst z)serd., Theolog, 
bermannv(Freiburg 1880) nnd mehrereF-liigsihrifte11. geb.25. Feine Ist)-B zu Wettin, studierte in Halle, wo er
        

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