Bauhaus-Universität Weimar

Grenade 
Greno"ble 
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7rdiiiniigem Hafen (einem der besten Weftindiens) Gebaut,wei-den äuckerrohr und Bau1nwolle.- Sie 
und dem Fort St. George; an der Ostküste liegt gehören teils zu t. Vincent, teils zu Grenada.  
Granville, St. David und Saute1irs, im NW. Char- Grenaille (franz. gi-ainai1le, spr. ä1);äniij), kleine 
1otte (Gohave).  G. wurde 1498 von Columbus Körnchen, z. V. Vogeldunst; in der ehrzal)l: ge- 
entdecit und 1650 von Martinique aus von Frau- körntes Metall; grenaillieren (grainaillie- 
zosen besiedelt; 1762 beseyten die Insel die Eng- VeI1)-  
länder, denen sie im Frieden 1763 zufiel. Grenat- Grenad.ine, rotbrauner Farbstoff, 
 KantonsG.im hauptsächlich verunreinigtes Fu"chHn, gewonnen aus 
Arrondissement Toulouse des franz. Depart. Haute- den Rückständen der Fuchsinsabrikation.  
Garoniie, hat (1896)2383, als Gemeinde 3622  Grcndelbrutl1, Dorf im Kanton Rosheim, 
Fabrikation von Saffian, Stärke und Wollstoffen. Kreis .Mo,lsheim des Bezirks Unterelsasz, hoch ge- 
Grcnadiere, anfangs Grancitiere, die ur- legen in einem Seitenthale des Breuschthals,-17 km 
sprünglich zum Werfen der .6andgranaten (s. Ge- im SW. von Molsheiin, hat (i1900) 1304 meist 
sihoß) bestimmten Leute der Jnfanterie  Später kath.  Postagentur-, Telegraph, kath. Pfarrer 
ging der Name G. als der einer bevorzugten Triippe und ist besuchter Luftkurort.  Z 1kni köstlich die 
in alle größern Armeen über und hat sich bei einigen Trümmer des Schlosses Girb ad en   
bis auf den heiitigeii Tag ethc3ltEU- J11 Preuss en  Grenelle (spr. -nell), ehemals Dorf bei Paris, 
heißen 5 Garderegimenter (Kaiser Alexander, Kaiser seht Teil vom 15. Arrondissement der Hauptstadt, 
Franz, Ko-ugin Elisabeth, Königin-Augiista und das an der Pariser Gi"irtelbahn,. bekannt durch seinen 
1897 errichtete GardegrenadierregimentNr. 5) und Bohrbrunnen (s.  [Element. 
die ältesten bereits bei Beginn der Besreiungskriege Grenet-S Flaschenelemetit, s. Galvani"ches 
bestehenden Jnfanterieregimenter Nr. 1-12 Grena- Grenfell, engl. Missionar und Afrikaforscher, 
dierreginienter. Seit 18S27 heißt das Dragonerregi- geb. 1848 in Senzance (Cornwall), begab sich 1874 
 im Auftrag der Baptisten-Missionsgesellschaft nach 
Grenadierregiinent zu Pferde Freiherr von Derff- Kamerun und gründete die Station Victoria am 
linger. Die ersten undzweitenBataillone derGarde- Fuße des Kamerungebirges, von wo aus er im 
insaiiterieregimenter (mit Ausn.ahme.des Garde- Verein mit Comber 1876-79 das Delta des Ka- 
füsilierregiments)undderGrenadierregin1enterNr.1 meriinflusses als Pionier der geogr. Wissensihast 
-12heisaen Grenadierbataillone und tragen dui-ci)streifte. Später war er im mittlern Kongo- 
weiszes Lederzeiig: sonst ist dasselbe für die ganze becken thätig; er erforschte 1885 den Lulongo mit 
Jnfanterie schwarz (s. Füsi ier). Den Namen Grena- von Fran;ois und den Mobangi bis zu den Strom- 
dierregimenter haben aus) 2 sächs. (Nr.100u.101), schnellen von Songo, 1886 den Unter-lauf des 
2 württemb. (Nr. 119 u.123), 2 bad. (Nr.109 u.110) Kuango und die Ufergegenden des Leopold 11.- und 
und 1 1necklenb. (Nr.89) Regiment (s. Deutsihes Heer- Mantumbasees.   
wesen, Beilage). In Frankreich führte bis 1868 G:-.cnie, Gabr. Jos., geb.1756 zu Bordeaur, 
je 1 Eompagnie jedes Linienbatail1ons die Bezeiih- gest. Z. Sept. 1837 in Paris, erfand 1810 die mit 
nung G. l- Uber den Ersten Grenadier von frei schwingenden Zungen konstruierte Expressi"v- 
Frankreich s. Latour d7Auvergne. orgel, jetzt Harmoniuni (s. d.) genannt, die 1824 
Grcnadillen, westind. Jiiseln,.s. Grenadinen. durch Se"b. Erard vervollkommnet wurde.  
Greuadil1holz oderGranadillholz,mehrere Greuier (svr. -nieh), Edouard, franz. Dichter, 
teils aus Westindien, teils aus Ostafrika stammende, geb. 1819 in Baume-les-Dames (Doubs), wurde 
sehr harte und im Kerne braune oder braunschwarzc Gesandtsihastsselretär und widmete sich dann dichte- 
Hölzer. Die amerik. Grenadillhölzer stammen haupt- riscl)en Arbeiten; er starb 5. Dez. 1901 in Baume- 
säcl)lich von der auf Jamaika und Cuba wachsenden les-Dames. G. schrieb: -(Petits poe11-es-) (1-859; 
Leguminose Bry-. ebenus DG. (aiich als bi;aunes 4. Aufl. 1871; 1860 von der Akademie gekrönt), 
oder aineril. Ebenholz bekannt) und der in Central- c(Poemes i1ramatjques)) (1861), ((Amicis-) (1868), 
an1erika wachsenden Myrtacee c0ur0upito. nicara- (cS(Zmeia-) (1869), ((Marce1)) (1874), ((Poesjes com- 
guensis DC. Auch das Holz von Inga vom Wi7ld. pldtes)) (1882; 2. Reihe 1891) , ((Pensek0so)) 
soll von Westindie-n aus als G. in den-Handel kom- (1886), ((Poi"3mes.epars)) (1889), ((Tl1e.9.tre inec1jt-) 
men, wenngleich dieses für die Drechslerei wichtige (1889) u. a., die Tragödien ((Jacque1ine Bon- 
.Holz meist als-Cocusholz (s.  bezeichnet wird. Das homme-) (1879) und ((A1phoniäe et Pyrg0s)) (1896), 
ostasrit., meist von Mozambique, neuerdings auch übersex-,te Goethes ((Reineke Fiichs)) in Versen (1858) 
von dem si"idl. TeilDeutjch-Ostafrikas exportierte G. und schrieb c(souvenj1-s 1itteroj1-es-) (1894). 
stammt von der Leguminose D-i1bergia me1ouoxy- Greuna, Stadt im scl)wed. Län Jönköping, un- 
1on Fern, sonst auch als Senegalebenholz bekannt. weit des östl. Ufers des Wettern, schön gelegen, 
Die Gri-:nadillhölz.er finden hauptsächlich Verwen- hat (1900) 1194-E.und eine berühmte Wagenfabril. 
dung beider Fabrikation von Blasi1gtrumenten, Greuoble (spr. -n-5bl). 1) Arrondissement des 
Grcnadm (frz., spr. -däng), Gen tvon gespick- franz. Depart. Jsere , hat 4106 qkm , (189i;) 
ten und gedänipften Fleischschnitten in Reis- oder 230 748 E., 213 Gemeinden und zerfällt in die 
Geinüserand.  [damastartige Leinwand. 20 Kantoiie Allevard, Le Bourg-d"Oisans, C-lel1es, 
Grenadine, ein franz. Seidenzeug, auch eine Corps, Domene,  
Grcnadknc, Farbstoff, s. Grenat. Nord, Grenoble-Sud, Mens, Monestier-de-Cler- 
Grenadiueii (Grenadillen), Jnselreihe der n1ont, La Mute, St. Laiirent-du-Pont- S(IllSI1AgE- 
Kleinen Antillen, zwischen Grenada und St. Bin- Le J-To1lvst- VqlbO!1M1is- VTf- V1UCTV-VE-LAUs- 
cent (s. Karte: Antillen). Es sind 30 steile, felfige, VkzIUe UND VO1tO11.  2) HAUpkfMdk Des AUTOR- 
wasserarme , aber fruchtbare nseln vulkanischen dissements G. des Depart. Jsere und des  Dau- 
Charakters. Von S. nach N. olgen aufeinander phMk- hegt TM der J1Dk9 M 214IU Hohe- UUfCM des 
Hillsborough oderCarriacoumit28 qkm und (1901) Mündung des Drae, im großartigen Alpenthale 
6497 E., Union Cannoiian, Moustique, Bequia. Greßvaudan, von hohen Bergen umschsloFen, an 
1 C V
        

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