Bauhaus-Universität Weimar

Glockentaiife  Glockner U 
wie in umsteheiiden Fig. 1 u. 2 (Border- i1nd Seiten- uiid schwarzer Kehle. Länge 25 ern, wovon ans den 
ansicht), oder Cichenbalken gebildetes Gerüst, das Schwanz T cm entfallen. Die Tiere haben einen 
auf einer. Balkeiilage im Glockenturm aufgestellt dein GloiSkengeläute sehr vergleichbaren Ruf, den ne 
wird. Die Bewegung der Glocke geschieht durch nach Sonnenuntergang erschallen lassen. 
ein Hebelwerk, welches von unten angezogen wird. Glockenweihe, oder (nicl)t amtlich) von der 
Glockentaufe, s.,Glockeiiweihe. Abwaschung der Glocke mit Salz iind Wasser auch 
Glockenthaler,dieThaler,ivelcheHerzog August Glockentaufe genannt, nach dem Pontitica1e 
von  -zum Iiomax1uzn die seit dem-8. Jahrh. übliche feierliche 
Andenken an die Räumung Wolseiibi"ittelsLseitens Benedikiion (iiicht Konsekration) der Glocken zum 
der Osteri-either 1643 (a-uch in halben und iertel- kirchlichen-Gebrauch. ,Sie ist dem Bischof, in ihren 
stricken) in sieben verschiedenen Geprägen schlagen eigenen -Kirchen den Abten und Prälaten vorbehal- 
liesz. Sie tragen sämtlich bis auf einen, ans dem ten; Priester bedürfen zu ihrer Vornahme der Ek- 
iiur der Klöppel dargestellt ist, als Symbol des laiibiiis des Papstes. Die G. besteht im Beten von 
Friedens das Bild einer Glocke.  Psalmen (besonder"s Psalm 28), Abivaschung, Sal- 
Gloikentierrhen, s. Vorticellideii.-   bung mit .Krankenol und Chr1snia und Raiicheriing. 
Glorkenton(ital.iiot-. sostenuta),eineGe1aiigs- Seit Ende des 10. Ja1irh. erhalten die Glocken Na- 
manier, die iii dem schnellen Wechsel von ()reseen(1o men; Glockenpate ist der, welcher dein Benedicie- 
(s. d.) und Deo:-escenclo auf einein iind demselben rendeii den Namen der Glocke mitteilt. Schon auf- 
Tone besteht und fast wie der Ton der Glocke wirkt. 3ezogeiie Glocken werden nur mit Weihwasser und 
Glockeiiton, Nu-rii-berger Ki"iiistlerfaniilie, deren reuzzeichen benediciert.. A-uch.die evang. Kirche 
Mitglieder als Miniaturmaler berühmt waren. über-giebt die Glocken feierlich ihrer Bestimmung. 
Das älteste war Georg der Ältere (gest. 1515);  Vgl. Steffens,Kircl)enweiheund Glockeiisegnung 
sein Sohn Albrecht soll eine große, poet. Bega- ans dein tönt. Pontisikale (Essen 1893).  
bung besessen uiid auch als Formschneider sich aus- Glotkner oder Groszglo ckiier, nachst dem 
ge eichnet haben. Den! größten Namen aber erwarb Ortler (3902 m) uiid dein Königsspix-, (3857 in) der 
sich Nikolaus G. (gest. 1534), der das berühmte göchste Gipfel des österr. Alpe1igebietes, der zehnt- 
Meßbuch für Albrecht von Mainz 152Jz aussührte, öchste in den Ostalpen (s. d. nnd Karte: Salz- 
das jetzt in Aschaffenburg aufbewahrt ivird, wo sich burg uiid Salzkammergut), erhebt Ach in den 
auch ein von ihmillustriertes Gebetbuch befindet. Die Hoheit Tauern an der Grenze von Tirol iiiid Käm- 
BibliothekzuWolfenbüttelbeützt vonihnieineBiliel ten zu-3798 m Höhe. Der Berg, eine der schlank- 
mit Miniaturen 1iach Dürers .6olzschnitten. sieii Eisphrainiden, gehört nicht dem .55auptkamme 
Glockenturm, s. Caiiipaiiile. aii, sondern entsteigt dein 11 km langen Gi-at der 
Glotfeiiventil, s. Bentil. sich vom Eiskögele (3439 m) südöstlich bis zur Mün- 
GloEenvögel (Chasm01-11ynchus),Gattuiig der dung des Leit.erbachs in die M.öll unweit Heiligen- 
Fruchtvögel (s. d.),die in vier Artendas tropischekon- blut (s. d.) erstreckt. Die Ostseite dieses Grats, in 
  dem Ach zum letztenmal gegen O. die ganze Groß- 
  artigkeit der .5I)ochalpen eiitfaltet, fällt e en den 
   iiiächtigeii Glet3cher der Pasterze-(s. d.) ak?;?üdivest- 
      lich gegen die. berstufe des Kalierthals senken sich 
J    -O:  vom Schneewinkelkops (3412 m), dem Roinaris- 
  -H;   z-  waiidkopf(3547 m) und der Glocknerwand (3721m) 
J.     ji  das LaperiviY-, Frusiiih- und Teischiiix3kees; südlich 
   ff; -IF;-Z   hangen vom G. und der Adlers-ruhe (3-k63 in) das 
      I;-H  Ködiiikz- und das Leiterkees ge en die gleichi1ami en 
 F-T    V :   Thäler hinab. Der Grat besteht aus Chloritschie?ei-, 
 ?    A,-l -il   if-"TL,   der aii der Ostseite von gelblicl)n;eis3eiii Kalkglinimerk 
   ";E schieLer-iinterteuftivird. Der Gipfel bestehtaus zwei 
    , It-; R, du: eine bald selsige, bald übereiste Schatte ge- 
  ,    trennten Spitzen, dem Kleiuglockner iind dem 
 ,   : - zjYsY,;, etwas höhern Großgl o einer, mit einem 2m hohen 
  X.   Kreuz. Die Aussicht erstreckt siCh über den ganzen 
 T      Kranz der Alpen vom Ortler bis zum Triglav, nord- 
  it:  V,              
 s,.   ,-Ä    F; works -bis zum Bohmer Wald, sudwarts bis zum 
  Es. , u  HEFT- J Adriatische1i Meer. Die Besteigung ist durch Er- 
 :        bauung von fünf Schuyhütteii jetzt sehr erleichtert; 
J Z      diese sind: das Glocknerhaus auf der Elisabethruhe 
  Ä!   (2101 m), die Hi-fmaiinshütte an der Pasterze 
 z   (24-Fig  die Si1lmhüttefinlil LeitafZhal (28o5chm), 
   an te e der aten, ver a, enen .,ütte ern tet, 
      die Stüdlhi"itte auf der Vanitscharte (2800 m) und 
t1nentale Amerika beivohiit. Die Tiere haben einen die  aiis der Adlersruhe 
platten, niedergedrückteii, weit gespalteiien Schiia- (34-64 m); letztere wurde vom Osterreichisihen Alpen- 
bel, find an der Kehle uiid den Wangen nackt. Die klub, die übrigen vom DeutschenUiin,d Osterreichi- 
Gesä)lechter find in der Färbung sehr verschieden. scheu Al eiiverciii erbaut. Von .i;)eiligeublut zum 
Eine der bekanntern Arten ist der Schmied oder Glocknerhaus wird eine Straße angelegt. Die Er- 
Glöckner (C13-ismorhYnc1ius nuc1ieollis Teinm., hauuiig einer Bei-gbahn voii Heiligeiiblut aus den 
s. dorstehendegigur), bei der das Männchen schnee- Groszglockner (Groszglocknerbahn) iiiid einer 
weis; ist, das eibchen- aber graugrün, unten heller elektrischen Kleinbahn von sJ)eiligenbli1t nach der 
mit dunkeln Läiigsstreifeii, mit schwarzem Scheitel Südbahnlinie FranzeniZ-feste-Villach ist geplaiit.
        

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