Bauhaus-Universität Weimar

Graf (Urs)  Gräfe 173 
die Gedichtsainmlungen c(Le  (Tur.1897), Medizin und widmete sich sodann zu Prag, Wien, 
((Mec1usa)) und (cMoi-gana)) (Mail.1901) sowie den Paris, London, Dublin und Edinburgh besonders 
Roman all i-iscatto)) (Mail. 1901). Mit F-r. Novati o-phthalmolog. Studien. Er errichtete 1850 in Ber- 
undRod.Renier giebtG.seit1883zuTuriudas((Gsior- lin eine Klinik für Augenkranke, wurde 1853 Docent 
in-i1e storic0 della lett-natura it-i1ianav heraus. an der dortigen Universität, 1857 außerord. und 
Graf,.Urs, schwei  Zeichner, Kupserste(her und 1866 ord. Professor der Augenheilkunde. Er starb 
Goldsch-nued, geb. zwischen 1485 und 1490 in Sold- 20. Juli 187-0 zu Berlin. Sein Denkmal (modelliert 
thurn, scheint sich  seiner Wander- von Sieinering) wurde 22. Mai 1882 im Garten 
jahre 150S2 in Basel niedergelassen zu haben, wo er der Charite zu Berlin enthüllt. G. ist der eigent- 
um1529 starb. Am anziehendsten sind seine frisch liche Begründer der neuern Opl)thalmologie, zu 
und keck entworfenen Zeichnungeii (namentlich die deren schnellem Emporbli'ih-en namentlich auch die 
im Baseler Museum), die das Landskneahtleben in in dieselbe Zeit sallende .pelmh.olt-,sche Erfindung 
derber, sinnlicher Auffassung vorsühren. Von seinen des Augeuspiegels mächtig. beitrug. Die diese 
Holzsihnittwerken ist das umIaiigreichste: ccDer Text Epoche kennzeichnenden Arbeiten befinden Ich meist 
des passioiis oder leydeiis C)risti)) (25 Holzs(hnitte, in dem von G. in Gemeinschaft mit Donders und 
Straßb,1506).  Vgl. Amiet, l-its G. (Bas. 1873). Arlt seit 1855 herausgegebenen F( Archiv -für Otoh- 
Graf, Gustav, Maler, geb. 14. Dez. 1821 zu thalmologie)). Unsterblich sind seine Verdienste um 
Königsberg, studierte 1843-46 in Di"isseldorf unter die Behandlung des Glaukoms oder grünen Stars; 
Hildebrandt und Schadotv iind begab sich dann über die durch ihn geschasfene Möglichkeit, vermittelst der 
Antwerpen, Paris und München-nachKönigsberg. Jridektomie eine große Anzahl zum sichern Unter- 
Nachdem. er siih 1;352 in Berlin niedergelassen, gnug verurteilter Augen zii erhalten, ist eine der 
malte er im Kuppelsaale des-Neuen.Museums da- ganzen Menschheit erwiesene Wohlthat. Auch er- 
selbst die Versöhnung Wittekinds mit Karl d. Gr. fand er eine neue Operationsmethode des grauen 
nach Kaulbachs Entwurf. 1861-6Ht versuchte er Stars (sog. peripherer Linearsihnitt im Gegensatz 
sich mit Erfolg im Genie iind zwar mitBildern aus zu dem alten Lappenschnitt), durih welche die un- 
den Freihei.ts-kriegen: A-uszii,g der ostpreuß. Land- günstigen Ausgänge der Staroperation erheblich 
weht, Abschied des litaiiiscl)ei1 Landwehrmanns vermindert wurden. Er war ferner der erste, der 
von seiner Geliebten, Ferdii-iande von Schmettau auf die Bedeutung der Augenerkrankungeii für die 
opsert ihr Haar (18(33; Berliner N-ationalgalerie). Diagnose der Hirnaffektionen und verschiedener Er- 
Seitdem widmete er sich hauptsächlich dem Porträt krankungen des Gesamtorganismus hinwies-.-Vgl. 
iind erlangte darin eine ähnliche Beliebtheit wie AlfredGraese,EinWortzurErinnerung anAlbrecht 
G. Richter, namentlich im Damenbildiiis, obwohl von G. (Halle 1870); Michaelis, Albrecht von G., 
ihm auih männliche Bildnisse, wie das des Kriegs- sein Leben und Wirken (Berl. 1877); Jacobson, 
ininisters von Roon (1EZ8-H; Berliner Pational- AlbrechtvonG.s Verdienste uin dieneuereOphthal- 
galerie) oder das des Professor-Z Wiiidscheid (1883), mologie (ebd. 1885); Eriiineriingen aii Albrecht 
Du Bois-Reynionds (1886), Rob.Kocl)s(189;), her- von G., zusammengestellt ans Werken und Briesen 
vorragend gelangen, Ddih kehrte er gelegentlich zum L. Jaeobsons (Köniasb. 1895). 
Ideal ild zurück, wie in den histor. Kompoßtionen Graefe, Alsr. Karl, Augenarzt, Vetter des 
-olon,Phidias und  die vorigen, geb. 23. Nov. 1830 zu Martinskircben bei 
Universitätsaula zu Königsberg oder in den Weib- Mühlberg an der Elbe, studierte in Halle, Heidel- 
liä)enAllegorien im Palais Tiele-Winckler zuBerlin, berg, Würzburg, Leipzig, Prag, Berlin und Paris 
wobeider Pariser Einfluß zu der etwas akademischen Medizin. 1854-58 war er Assistent Albrecht 
Aussassung einen pikanten Beiges(hmack fügte. Ein von G.s in Berlin, habilitierte sich 1858 zu Halle, 
sich an sein bereits 1881 ausgestelltes Gemälde Das wurde hier nach einigen Jahren zum au,szerord. Pro- 
Märchen (d. i. Erlösung einer in eine Wassernixe fessor ernannt. und gründete ein klinisch-ophthal- 
verzaiiberten Prinze sin)knüpfender Sensationspi-o- molog. Privatinstitut, das auch den akademischen 
zeß (1885) endete mit G.s Freispreihung. G. malte Lehrzweiken dienen sollte und allm(tl)lich an Aus- 
auch einigeBilder, in denenEiaurenmitLandschaft- dehnung und F:-eaue1iz sehr bedeutend zunahm. 
lichem verbunden End; so Hikingers Ende (1892) G. gehört zu den ersten, die der Angenl)eilkunde auf 
und Irrlicht (1893). Das 1886 gemalte große Bild den preuß. Universitäten ihre berechtigte Stellung 
Prometheus und die Okeaniden gelangte 1896 in ertäinpsten. 1873 wurde er ord.Professor in Halle. 
das Museum zu Königsberg. Er starb 6. Frau. 1895 G. warMitcirbeiteram((Archiv fürOvhthalmologie-D, 
inBerlin als Professor und Mitglied der kademie. gab 1858 die ccKlinische Analyse der Motilitäts- 
 störungen des Auges-) heraus, welchem Teile der 
1855 zu Elberseld, studierte in Bonn, LeipziSg, Tü- Augenheilkunde er auch späterhin vorzugsweise seine 
bingen und Berlin, habilitierte sich 1884 in erlin, litterar. Thätigkeit widmete, und wurde mit Siiinisch 
wurde 188j5 außerord.ProL,essor in Halle, 1888,prd. Begründer des (cHandbuchs der gesamten Augen- 
PWfEllor iiiKiel, 1890 in onn. G. schrieb: ((Uber heilkunde-) ('7 Bde., Lpz.1874-80; 2. Ausl.. ebd. 
Peranlassung und Zweit des Römerbriefsv (-Z-reib. 1898  Auch führte er ein overatives Verfahren 
i. Br. 1881), (i Die Paiilinische Lehre vom Gese3)- ein, mittels dessen in den tiefsten Teilen des Auges 
(ebd. .1g84; 2. Aufl. 1893) , (c Das Verhältnis der gelegene Parasiten, deren Beseitigung bis dahin als 
Puiilinisihen .Schristen zur Sei ientja Salomonis is unausführbar galt, mit Erhaltung des Auges ßcher 
(ebd. 1892; in den c(Theol. Abhandlungen-, K. entfernt werden können. Wegen Kränklichkeit gab er 
x)on Weizsäcker.gewidmet), ((Die neiiesten For- 1892 sein Lehramt auf und siedelte 1897 nach Wei- 
schungen über die ui-ohristl. Abendmahlsseier-: (ebd. mar über, wo er 12. April 1899 starb. 
1895; in der ((Zeitschrift für Theologie und Kirches)). Grkife, Karl Ferd. von, Chirurg, geb. 8. März 
Graefe, Albr. von, Augenarzt, Sohn von Karl 1787 zu Warschau, studierte zu Halle und Leipzig 
Ferd. von G., geb. 22. Mai 1828 zu Berlin, stu- Medizin und wurde 1807 Leibarzt des Herzogs 
diene daselbst seit 1843 Naturwissenschasten und Alexius von Anhalt-Bernburg zu Ballenstedt, in
        

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