Bauhaus-Universität Weimar

Helm (in der Technik)  Helnibold 1027 
Tschako  den Huxare-n, die die Pelzmüt-,e, den betrachtet wurden, während Bär erliche den Siech- 
Ulanen, die den Czap a (s. d.) tragen. Dieser H. ist heim führten. Die moderne Heraldik hat den Unter- 
bei dem 2)iegiment Garde dii Corps, dem Garde- schied zwischen adligemuiid bürgerlicheniH. beseitigt. 
kürassierregiinent und dem Kürassierregiment Nr. C; Um 1500 erscheinen auch die Burgiinderhelnie als 
aus Tombak, bei den übrigen Ktirassierreginientern heraldische Abzeichen. Noch ist der vorwärts gekehrte 
aus weißem Stahlblech, bei den übrigen Triippen- und rot gefi'itterte sog. goldene Königshelm mit 
gattungen jeddä) ans Leder.niit Metallbesehli"igen ; er offenem Visier zu erwähnen, der in Frankreich erfun- 
läuft gewöhnlich oben in eine metalleiie Spitze aus, den, von König Friedrich I. auch in Preußen einge- 
die bei den Garde du Corps (s. Fig. 15) und Garde- sitz? wurde (s. Taf. 1l, Fig.  
 te- zu einem Wappen nur ein H. gehört, 
 sollten auch fide ei3 aus n;khrerhnl ziisanigiengelsetztes 
 nur eine ent yre ende nza  von  ge isten. 
;  Ein Schild mit mehrern H. ist stets gerade, zu 
H-   ftellenchund dS H. Addh nach ;BerhjiLltnis ksl3iiEr 
 ,   Eh zu zei neu. er H. te t an em appen i e 
J     in der Weise, das; das Brustftück auf dein Ober- 
, W(  F;   rand;i,ruht. Wird der. Schild gelehnt, so steht"der 
   Z de; ichtung des Schil'des entspredlk)eiiSdTse;Ztlwart? 
,  -  -J ge ehrte H. aufdein erhohten Obere  ,ie -nzah 
X" -T? der Bugel an einem Spangenhelm ist in der 
        
   ent en se o ni t.  önnen en en o er 
kiirassierei-ibeifestlichenGelegenheiten niiteineiiiine- Tieren, die als Schildhalter dienen, aufgestülpt 
tallenenfliegenden Adler befteckt wird,-bei der Artil- oder neben den Schild gestellt werden, wenn ihrer 
leriein eine Kugel. Die iieuern.H.schneiden vorn mit sehr viele ßnd. Jii le13terni Falle können die 
dei1AiigeNbtciUei1- im den Seiten zwei Finger breit Schildhalter auch H. in den Händen tragen. Bei 
oberhalb derOhreii ob und kö1iiieii durii) SchiipiIeii- zwei gegeneinander gekehrten H. ist der rechtsseitige 
ketten oder Sturinbi"inder uiiter dem Kinn festge- der erste, bei drei H. der mittlere (vorwärts gekehrte) 
macht werden. Die deutsche Kokarde wird an der d-er erste, rechts der zweite, links der dritte. Bei 
rechteii, die Landeskokarde an der liiiken Seite unter -einer: uiigeraden Zahl der H., die größer ist als drei, 
der Schuppenlette oder den Sturnibändern getra- in die Rangordnung so: 6, 4, 2, I, 3, 5, 7 und sind 
gen. Trotz derOffnungen, welche eiiieLuftbewegung die äußern H. dem mittelsten zuzukehreii; bei einer 
zwischen Kopf und He indacl) ermöglichen, entwickeln geraden Zahl der H. gilt diese Rangordiiiing: 5, 3, 
sich wegen der Undurchlässigkeit des Metalles- oder 1, 2, 4, 6. Bei modernen Wappen kann der Schild 
Leders nnd des bedeutenden Wäi-nieabsorptions- fast so groß wie H. und Helmkleinod (s. d.) zufam- 
vermögens dieser Stoffe im Jnneiiraum des H. bei nien sein; jedenfalls darf man den H. mit seinem 
anstrengenden Märschen hohe Teinperatiiren, welche Schmuck nicht zu klein darstellen, da der Wappen- 
das Zustandekommen von Hits,fchlag begi"mstigeii. Lhild mir derBrustschild des Helmträgers war. Die 
In heißen Klimaten giebt man deshalb den  H)-ü.tterung der H. ist.in der.Heraldik rot, das Hals- 
eine helle Farbe oder einen hellen Uberzug, fertigt kleinod gewöhnlich ein an einer Kette um das Hals- 
ne auch aus leichten S-tosfen'(Filz, Kork, Rohr) und stÜkk .gelegtes Med.aillon; hinten über dem  
zwar derart, das; zwischen-ihrem Rande und dem lediglich zur Verkleidung der kahlen Fläche, hing 
eigeiitliche.n Kopfhut eine mit derAuszenlustreichlicl) ein uch, dieHelmdecke (Helmhang), herab.  
kominiinizierciide Luftschicht besteht. Die europäi- Vgl. die Litteratur bei Heraldik. 
schen H. sind in dem Maße leichter geworden, als Heim, in derTechni,k der Stiel eines Hammers, 
man aufgehört hat, mit der soldatischen Kppfbe- Beiles oder einer Axt.  
decknng die Idee der Sehnt-,wciffe zu verbinden.  
Thatsächlicl) gewähren den heutigen Schus;waffe-n Heim, Clementine, f. eyrich, Clementine. 
und selbst wiichtigen Säbelhieben gegenüber die Helmarshauseu, Stadt im Kreis Hosgeismar 
Metallbesä)liige der H. keinerlei Schutz, wohl aber des preusz.Neg.-Bez. Cassel,3km südlich von Caris- 
verschlininiern sie häufig Wunden, wen1i Teile von hafen, an der Nebeiilinie Hünime-Carlshafen der 
ihnen mit.hineingerissen werden.   Preusz. Staatsbahnen, von der Ruine der Krucken- 
Vgl.Jiihns,Handbuch einerHs)escl)icl)tedesKriegs- barg uberragt, hatte (1895) -1304, (t900) 1274 E., 
wesens (Lpz. 1880); A. von Esfeiiwein, Die H. aus darunter 33Katholiken und 2-)Jsraeliten,Postagen- 
der Zeitdom 12. bis zum Beginn des 16. Jahrh. im tue, Telegraph, SJiittergut uiid Schloß der Gräfin 
Germanischen Museum (Nt"irnb. 1892); G. vo1i Bentinck; Cigarrenfabrikation, Saiidfteinbrüihe, 
SuttiierIDherhHivonLeinemUBprung bi?zur Mitte Stei;ksddadtenssd)leiferee;I, Kuiistmühle u3d Ausfahr- 
des 17. a r  mit 8 To  ien 1878  von s a ter teineii. - as ehemalige, s on 998 ur- 
gzn der Heraldik erscheint der H. später als der kundlich erwähnte Benediitinerkloster (Helmardes- 
S ild nnd zwar zuerst (feit Ende des 12. Jahi:h.)  huseii, Heln1warteshuseii) war Reichsabtei. 
als Topfhelm, an dem das Wappeiibild oder H elin- Helml1arte, s. Hellebarde. 
klein nd (s. d.) an der Seite befestigt wurde (s. Tafel: Helmbohue, s. l.ad1ab. 
Heraldische TypenIl, Fig. 18). Dann wurde Helmbold, Liidw., liith., Liederdichter, geb. 
der Stechhelm (s. Taf. 1l, Fig. 19) der Wai)penhelui 13. Jan. 15:-32 zu Mühlhausen in Thürxngen, wurde 
für Personen höchsten Standes; gegen "E.nde des 1561 Konrektor zu Erfiirt.-, spater Diakonus und 
15.Jahrh. bediente fiel) aber der turnierfahige Adel 1586 Superintendeiit.zn Muhlhausen, wo er  April 
statt de-r Stechhel.m-e fast niir noch der Spangen- 1598 starb. Unter seinenihrer Zeit hoihgepriesenen 
helme (s. Taf. II, Fig. 20 u. 21.)  die in der zweiten Kirch-enliedern sind die bekaiintc;gen: ((Von Gott will 
Hiilfte des 16. Jahrh. ausschlieszlich als adlige H.  ich nicht laHen)) und (cJch wei , daß mein Erlöses: 
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