Bauhaus-Universität Weimar

Heidelbei-g (iii Siidafrika) - Heidelberger Schloß 947 
wachsen Reben, Kastanien, Mandeln und Kirschen, hannesburg, am rechten Ufer des Rand Ritter, an 
mit welchen letztern ein bedeutender Handel nach der Bkihnlinie Durban-Ladhsmith-5Fretoria. 
Holland und England getrieben wird; in der be- Hetdelberga, Name des :325. lanetoiden. 
nachbarten Ebene werden vielfach Handelsgcwächse, Heidelberger Haß, f. Heidelberger Schloß. 
wie Tabal und Hopfen, gebaut. Heidelberger atechismns (at. 03irechesjs 
Umgebung. Oberhalb des Schlosses (301 in palat1na), der nocl) heute m der refsorin. Kirche weit- 
i'i. d. M.)befindet fiel) die Anhöhe, auf welcherfri"iher verbreitete Leitfaden zum religiö en Jugendunter- 
die ältere Burg stand, welche Konrad von Hohen- richt, auf Veranlassung Kurfürst Friedrichs IlI. von 
staufen, Bruder Kaiser Friedrichs I., gegründet der Pfalz durch die Heidelberger Theologen Zacha- 
haben 1ind wo er 1195 gestorben fein. sol. Die- riasUrsiniis (s.d.)1ind KasparOlevianus (f.d.)ver- 
selbe wurde 1537 durch den Blih und eine Pulver- Laßt iind zuerst-1563 erschienen. Der Katechismu-?- 
exploüon zerstört;jetztbefindet sich daselbst eineWirt- ehcindelt mit inhaltreicher Kürze und Klarheit iii 
schaft, die sog. Mollenlur, zu tvelcher seit 1888 vom drei Hauptstücken 129 Fragen: von des Menschen 
K-)rnniarkt aus am Schlosse vorüber eine Drahtse,il- Elend, Erlösung und Dankbarkeit in Gebet und 
bahn für Personenbeförderiing führt. Südöstlich Gehorsam. Die Prädestinationslehre il? ohne die 
davon der Köiiigsstuhl (568 m) mit Aiissichtsturm Ca vinifche Schärfe, die Abendniahlsle re in dem 
(29 m) und der Sternwarte, füdwestlich der Gais- bei den Resorinierten allgemein verbreiteten Sinne, 
bergtiirm (376 m). Auf dem rechten Neckarufer liegt ohne die eigentümlich ca vi-nischen Wendungen dar- 
der Heilige Berg (:Zs81 m), auf dem einst die Ende gestellt. Der Katechismu-s ist nächst der zweiten hel- 
des 9. äahrh. entstandene Michaelsbasilila stand vet.Konfeffion die verbreitetsteBekenntnisschrift der 
(vgl. S leuning, Die Michaelsbasilika u. s. w., r-eform. Kirche und aus der Dordrechter Synode 
Heidelb. 1887), seht seit 1887 mit Ausfichtsturm; (f. d.) 1619 ausdrücklich als symbolisches Buch aii- 
aus halber Höhe der Philosophenweg, der fiel) un- erkannt. Eine kritifche Ausgabe lieferte Wolters: 
fern vom-UI7er am Berge von Neuenheini bis zur Der H. K. in seiner ursprünglichen Gestalt nebst 
Hikschgasse nizieht und einen prächtigen Blick auf der Geschichte seines Textes im J. 1563 (Bonn 
Stadt, Schloß und Thal bietet. Ostlich von H. zieht 18k34).  Vgl. die Abhandlunhen von Ullmann, 
sich der einverleibte Vorort Schlierbach Z km am Plitt iind Wolters in den c(Theo .Studien und Kri- 
liiiken Necl"aruser entlang. tikenv (l863, 1863, 1867); Kluckhohn, Friedrich der 
Geschichte. Auf dem Boden des Bergheimer F-romme, Knrfürst von der Pfalz (Nördl.1879); 
Stadtviertel-S bestand bis in das Z. Jahrh. eine Dalton, Der H. K. als Bekenntnis- und Er- 
Kolonie röm. Bürger, von der in neuern Zeiten bannngsbuch der evang. Gemeinde erklärt (2. Aufl., 
zahlreiche l1berbleibsel gefunden wurden. D-te Ent- Wiesb. 1883); Schaff, The ei-eecls of christeo(iom, 
stehun der jehigen Stadt, iirspri'ii1glich ein Lehn Bdz1(4.Aufl., Neui)ork1884);  A. Gooszen, De 
der Bifchöfe von Wornis, geht wohl nicht über das He1deJbergsche I(atecl1jsmus (Leid.;890 ii. 1893). 
12. Jahrh. zurück. Urkundlich kommt der Name H. "-Heidelberger Liederhandfchrtft, s. Manes- 
1196 um erstenmal vor. PfalzgrY8,Otto der suche Handschrift.  
Erlaiia-7te s1228-53), aus dem Hause  ittelsbach, Heidelberger Schloß, aiifeinem Vorhügel des 
verlegte feine .Rendenz von Stahlcck bei Bacharach Königsstuhls, dem Jettenbühl, 205 mit. d. M., 89 in 
hierher. H. blieb nun Hauptstadt der Pfalz-bis172(). über der StadtHeidelberg gelegene Gruppe von Ge- 
Jm J.155.6wnrde.hier die Reformation eingeführt, banden und Riiinen, deren Vorgänger nach der ge- 
1563 erschien der in fast alle Kultiirfpracl3-Text über- wöhnlichen Annahme aus der Zeit des Phalz rasen 
setzte Heidelberger Katechismus (s.  als iisdriicl Rudolf l. (1294-1319) herrührten, die elbfi aber 
der Ealvinischen Glaubensanfchauung; 1622 wurde unter den Kurfürsten RuprecZt1ll., dem röm. König 
die Stadt von Tilly erobert nnd geplilndert nnd (iim 1400), begonnen, von udwig V. (1503-44) 
von den Franzosen unter -Melac 1689 teilweise und hauptsächlich weiter geführt, von ?;:iedrich 1I. (1544 
1693 völlig zerstört und in eine menschenleere Ode  Otto Heinrich (um 1557), riedrich 1V. (um 
verwandelt. 1718 verlegte der kath. Knrfürst Karl 1600) und Friedrich  
Philipp seine Residenz wieder nach H. und sing an, ausgebaut wurden. Die künstlerische Behandlung 
das Schloß zu restaurieren, geriet aber mit seinen und Ausfch1nückung konzentriert seh auf die Faeaden 
kesormierten Unterthanen in Streit, denen er die nach dem SehloszhoB3 Die prächtigsten Bauten find 
Heilig]geistkirä)e wegnehmen wollte, und zoIgi1Jl20 der Otto-Heinrichs-, an, 1556-59 erbaut, mit drei 
nach I lcinnheim. 1803 kam H. infolge des eichs- Stockwerken und reichem Skulpturenfchniuck, beson- 
deputationshauptschluHes an Baden.  Vgl.(;F. G. ders an dem schonen Portal, ein Meisterstück der 
Wundt, Geschichte und Beschreibung der tadt deiitschen Renaissance (1edoch ohne Bedachung, 
H. (Mannh. ;8Q5); Bader, Bad. Landesgeschichte und das Jnnere Ruine), und der Friedrichsbau, 
(3. Aufl, Freib. i. Br. 1864); Salzer über die Zer- 16-01-7 erbaut und neuerdings wiederhergestellt, 
störungen von 1689 und 1(F93 (1881 u. 1882); mit 16 Standbildern in den Nischen (Karl d. Gr., 
Onclen, Stadt, Schloß   Aufl., Otto von Wittelsbach, bayr. und die pFil3. Für- 
Heidelb.1885); Neues Archiv sur die Geschichte der sten bis aus Friedrich  Ja let-,ter1n be ndet sich 
Stadt H. und der rhein.Pfalz (Bd.1-3, ebd.1892 die städtische Kunst- und Altertümerfammlung. 
 Chronik der Stadt H. (ebd.1895fg.); Grie- Ja der Südostecke des Schloßhofs steht eine Brun- 
bens Reisebücher: H. und das Neclarthal (2.Aufl., nenhalle mit Syenitsäulen aus dem ehemaligen 
Berl. 1900); Karl Pfaff, H. und Umgebung (2.Aufl., Palast Karls d. Gr.-Zu Ja elheim; gegenüber der 
Heidelb. 1902).   Ruprechtsbau, von urfürfi Ludwig V. 1437-39 
Heidelberg, Orte in Südasrika. J) Ort in der errichtet. In der St'idecke des Schloßhofs der große 
Kapkolonie, an der östl.Grenze des Bezirks Swel1en- Wartturm mit Ausgang nach dem Schloßgarten; 
dam, östlich vom Hauptorte Swellendam, hat etwa die Südostecke des Schlosses bildet der gesprengte, die 
900 E., darunter egen 500 Enropäer.  2) Ort in Nordwestecke der dicke Turm, beide init6-7 m dicken 
der Südafritanischen Republik, sfidöftlich von Ja- Mauern und 1689 von den Franzosen zur Hälfte 
60"
        

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