Bauhaus-Universität Weimar

878 Japan (Bergbau. Industrie. Handel) 
;?1896) 3163 683 Koku Sojabohnen, 44273903 der Tokngawa erreiii)ten J.s Schiverter und eiserne 
wan (1 Kwan-3,8s kg) Kartoffeln u.f.ro. Die Sei- Rüstungen, sowie andere Erzeugnisse der Schmiede- 
denlultur braihte (1900) einen Ertrag von 2752714 tunst auch im Auslande hohen Ruf, ebenso die Pro- 
Koku. Außerdem sind für den Handel wichtig Raps, dukte der keramischen Industrie, besonders Porzellan 
Pflanzenwachs, der BastverschiedenerSträuiher zur und Steingut. Die Dronze- und Email-Jndustrien 
Papierbereitung,Hanf und Baumwolle. Die Land- verließen in der Neuzeit mehr und mehr die alten 
wirtschaft beschäftigte (1896) 551804O Familien, chines. Wege und entwickelten auf neuen Bahnen, 
darunter waren 3689852 ausschließlich, dieübrigen ebenso wie schon früher die Lactindustrie, große 
im Nebengewerbe thätig. Kunstfertigkeit. Alle diese Jndustriezweige werden 
  WlCk)t1g ist die Fisch erei. Seefische, Mol- ebenso handwerksmaßig geübt, wie die Schni3ereien 
lusken nnd Algen bilden ein .f)auptnahrungsn1ittel in Holz, Elfenbein- Horn, Knochen, Schildpatt und 
nnd wichtigenAusfnhrartikel. DerWertdesFanges  Perlmutter. (S. Japanische Kunst) 
wurde 1899 auf 51 Mill.Yen gesd)ät-,t, der Ausfuhr-  Das J. 1872, denkwürdig durch die Ei-öffnun 
       
kurz)-if eun o n.s en ,5 i  ürFi ö  iau er nun cr"apan.  ro-in us riemitme an. 
und für andere Seeprodukte 1,2:3 Mill. Yen und Bett-iebsweisehIurn)]Wasserda1npf und andereNähtiir- 
wurde 1900 auf 6,3 Mill.Yen gescl)äyt. Japan.Deli-  Jn ihm wurde zu Tomioka in Kozuke (Gum- 
katessen sind die -Meer-brasse  und ein Lipi;-  die erste Filanda(Seiden- 
fisch (susu1c1), wahrend eine Art Sardine (1w-ishr) spinnerei) mit Dampfbetrieb eröffnet. Da hierdurih 
und ein Yonit (Katsuo) von allen Klassen gleich der Wert der japan. Rohseide (Grege) ansehnlich 
gern gegessen werden. stieg, fand das Beispiel der Regierung in den 
Bei-gbau. Der frühere Ruf J.s als eines gold- und Seidendistrikten bald viel Nachahmung. Ja neuester 
silberreichen Landes istverschwunden. Von Metallen Zeit hat die Großindustrie auch auf vielen ander-n" 
und Erzen kommen nur vorzügliches Kupfer und An- Gebieten sich rasch entwickelt. Erwähnt seien die 
timon, sowie seit einigen Jahren Braunstein zur  Fabrikation des Masihinenpapiers für Druckzwecte, 
Ausfuhr, während das Eise1i den Bedarf nicht deckt.  die Baumwoll- u1id Wollspinnereie1i und Webereien, 
Jüngere (tertiäre) Kohlen kommen in vielen Teilen die Zündholzindiistrie und Bierbrauereien. Baum- 
des Landes, namentlich auf Jesso und Kiüshiü vor. woll- und Zi'1ndholzindustrie haben ihren Haupt- 
Die wichtigste Kohlengrube war früher die auf Ta- fix, in der- Provinz Settsu und deren drei größten 
kashima bei Nagasaki, jetzt aber-sind es die von Ti- Stadien Osaka, .8I)iogo-Kobc und Sakai. 1900 wies 
kuho-Baiden, Mute und Karathu-Baiden auf K"iki- 59 Bauniwollspinnereien mit 1088339 Spindeln, 
shiü, von Tokiwa-Tanden ausHonshiü und von Jshi- 16154 männlichen, 54124 weiblichen Arbeitern auf. 
kari-Baiden auf Jesfo. Die Gefamtvroduktion be- -Handel. Der uiibesihrankte Außenl)andel ist 
trug 1898 rund 67()00(20 t, wovon die Hälfte ins verhc"iltnisniäßig noch sehr jung; von kurzen Perio- 
Ausland ging. Die meisten und ergiebigsten Petro- den in fri"ihei-n Jahrhunderten abgesehen, begann er 
leumquellen kommen in Echigo (Niigata-Ken), einige erst 1859. (S. unten Geschichte) Er wird jetzt im 
auch ausJessoundFormosavor,deitenaberbeiweiten1  Innern durch 48 Handelskainniern nnterstüyt. 
den Bedarfnicht: die Ausbeute betrug 189l:100()00, Einen Überblick über den Gesamthandel giebt die 
1900: 920000 h1, die Einfuhr 1850000 h1. Der folgende Tabelle.  bctrugeii in Tausenden Yen: 
Bcl"gbclU Wird seit 1884 immer Mehl' Pl'iVcItbetkiEb. 1 
1898 wurden gewonnen: 1163,98 leg Gold, 60548 leg Jahre  A-kss1-he  Eins-ihr ! Gesamthaude1 
Silber, 210i;0 t Kupfer, 23651,s t Eisen, 184,11 t  
Blei 1239,2t  Schwefel,Graphit, 1891 79 527 62 727 142 254 
Zeiss-iiz, ManMnekz, Vitriol, KupsecsuIphat, Zum, 1Z3Z Z;  Z  1c;2 429 
sp, alt und aun. 1 177 970 
: Industrie. Nicht minder als die Landwirtscl)aft 1894 113 246 117 482 230 728 
kann die Jndustrie als Tochter der chinenschen und 1895 136 112 129 261 265 373 
koreanisihen bezeichnet werden. Nur in dem geläu- 189k3 117 843 171 674 289 517 
tertern F-arbensinn, in der I-Fett-euern Wiedergabe von 1897 163 135 219 301 382 436 
der Natur entnommenen otioen gingen die Jana- 1898 ! 166 199 324 701 4909()O 
nor eigene Wege, und wo sie das am meisten thaten, 1899 218 382 229 059 447 441 
wie is dker LackindFistrie, übe)rtr;sen siessch-Zu zuii, Zeit 1380 l 2g? 5g? III? Bis 527 921 
der o ugawa ( eit 1600 i re we tl. each am. 1 I 2 6 2 I 6 518 753 
In der Seideninduftrie gewann Kioto schon früh-   
zeitig die Fübrercolle und hat sie bis auf den heuti- in  betragen 
gen Tag behalten. Auf der Pariser Aus-stellung  
(1900) übertrasen die SeidenstoIfe J.s, insbeson- Auzfuhr EWuhr 
dere die gemusterten, die grof3artig kunstvollen Go- Waren  Wmn  
l7elins-Webereien und Stickereien alles, was das 19oo  wo: 19o0 mai 
M(-.rsseld sonst auf diesem Gebiete bot.  Butten-  
odet Handpapiere aus dem Bast teils wild wachsen-  H, M H,435z  
der; teils und vornehmlich angebauter Sträucher, Jndustx-icpro- a::Zeic-et   85713 7eoo1 
obenan derPapiermaulbeere(Broussonetja par) i- dU"E-   72442 88334 WITH-WVW 
few, bereitet man seit vielen ahrhunderten. sJi:ch VI9F,T"""- .3 49-, 33(,49 MIIFJIfe    II-III III 
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auch H-u Ol- und Lederpapier, Fensterscheiben, Ia- Veksci)iäd"en"es" 1o35s-s 972s3 
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