Bauhaus-Universität Weimar

Hiawatha  Eic has:-et aqua 129 
ob diese S-wilden zwei selbständigen Wörtern oder Denys oder Gerard  
einem einzigen Worte angehören, z. B. k(hahe ichs) und Mahur (St. Francisco), die Caensinseln und 
oder ((See-end. In allen Sprachen wird der H. Wonneraminseln;weiteröstlichvondiesenHochinseln 
mehr oder weniger als eine Härte empfunden und liegen die Atolle der Feadinseln. Nach den Salomon- 
oft aufgehoben, entweder durch Zusammenziehung ins eln hinüber führt von den H. J. die Ni1sangruppe. 
der beiden Vokale, z. B. griech. ti"i1la - i-i all--. (das Ewigen-  Jbisch, Eibisch, Pflanzen- 
anderes, in unserni ((Seen)) (einsilbig)- c(See-end, gattung aus der Familie der Malvaceen (s. d.) 
oder durch Abwersung des ersten Vokals, z. B. mit gegen 150 Arten, größtenteils in den Tropen. 
((hab7 ich v. (S. K-rasis und Elifion.) Jn der deut- Es sind krautartige Gewächse, Sträucher oder auch 
schen Verskunst gilt der Ziisaminenstoß eines aus- Bäume. Die Blumen sind denen der Malven ähn- 
autenden und eines anlautenden Vokals dann für lich, aber meist größer und schöner; der Kelch ist 
anstößig,- wenn der aus-lauten.de Vokal.ein unbe- außen von s malen,Hi"illblättern umgeben, die 
tontes e ist; in diesem Falle wird von feinfühligen Frucht eine äinffächerige, meist vielsamige Kapsel. 
Dichtern der H. schon unbewußt gemieden-, wie-er Von ihren rten vielleicht die verbreitetste ist H. 
denn in, der gesprochenen Sprache unwillkürlich syr1acus  Strauchibisch, schon längst in die 
durch Elisioii beseitigt wird.  Vgl. W.. S-cherer, Gärten Europas eingeführt, 2-3mhoch, mitderbeu 
über den H. in der neuern deutschen Metrik (in den Blättern und mit Blumen von violett-karminroter 
(-Philol. Abhandlungen zu Ehren T-h. Mommsens))); Farbe. Durch die Kultur ßnd zahlreiche Varietäten 
Otto Schröder, Vom papiernen Stil (4. Aufl.,Be-rl. entstanden, mit einfachen und gefüllten, weißen, 
1896); Maurenbrecher, H. und Verschleifung im rosenroten, purpurnen, dunkelvioletten, nanking- 
alten Latein (Lpz.1899).-- H. wird auch überhaupt farbigen Blumen; A-e sind wegen ihrer Reichblütig- 
für Lücke-gebraucht. eit im Sommer bis in den Herbst zii beliebten Zier- 
Hiawatha, c(der Sucher des Wampumgi"irtels)), sträuchern geworden. Jm Westen und Süden 
der Name eines Onondaga-Häuptlings, von dem Deutschlands ist der Strauchibisch vollkommen 
der Gedanke zu der Begründung der Konföde- winter,hart,verlangt aber im Norden einige Deckung 
ration der .Vuron-Jrokesen, des ((Bundes der fünf im- Winter. Die Vermehrung der Varietäten ge- 
Nationen-)) (s.Jrokesen), ausgegangen sein soll. Von schiebt durch Ableger oder Veredelung in Töpfen 
seinem eigenen Stamme zuriJickgewiesen, flüchtete unterhaltener Sämlinge. Die aus dem südl. China 
er zu den benachbarten Canienga oder Mohawk, siaminende chinesische Rose,H.1-oso. sinensis  
wie sie gewö,hnlich genannt werden. Mit deren Hilfe muß im Warmhause oder in Wohnstuben unter- 
und durch 1;berredung der andern Stämme-den halten werden. Diese Art wird bis Z m hoch und 
mochte er seine Idee ins Werk zu setzen. Verschie- hat lebhaft grüne, glänzende, dauernde Blätter und 
dene sagenhafteZüge sind der Erzählung vonseineiu sehr große, weit geöffnete Blumen von duiikelroter 
Auftreten, seiner Flucht und seinen fernem Lebens- Farbe; besonders prächtig ist die gefüllt blühende 
chicksalen unter -den Mohawk beigeinischt. Long- Varietät. Sehr interessante Arten der Gewächs- 
el1ow (s. d.) hat ihn zum Helden eines Epos (1855) hä3iser sind H. matt-ibilis  der Mandelibisch, 
gemacht, das unter anderm von Freiligrath (Stuttg. dessen große Blumen im Aufblühen weiß find und bei 
1857) und Simon (sür Reclams (cUniv'ersalbiblio- hellem Sonnenscl)ein allmählich hell-, dann dunkel- 
thek))) ins Deutsche übertragen worden ist. uiid schließlich purpurrotwerden,undkI.ManjhotL., 
Hibaldeha, Pseudonym des Herzogs Heinrich ein ostind. Strauch mit handförmigen Blättern 
Julius von Braunschweig(s.d.). [Winterschlaf. und großen, blaßgelben Blumen mit blaßrotem 
Hibernäl  winterlich; .5ibernation, Schlunde. Von H. abe1moschus L. (Abelmosehus 
Hiberuia (Jvernia, auch Jv erna oder mosch-itus Meer--M, Bisamst,rauch), einem 
Hierne), von Aristoteles zuerst als eine der brit. Strauche Indiens und Südamerikas, werden die 
Jnseln unter dem Namen Jerne angeführt, wurde stark nach Moschus duftenden Samen unter dem 
das heutige Jrland von -den Römern genannt, die Namen Bisam- oder Ab eint oscl) uskörner 
es durch Cäsar und Agricola kenn-en lernten. Die (semii:i-i Abelmoschi) zu Parfümerien verwendet, 
Einwohner waren Ketten meist gälischen Stammes. auch waren ne früher offizinel1. Ausdauernd und 
über die Größe und Gestalt der Jn ei macht Ptole- durch Tracht wie, durch Schönheit und Größe der 
mäus richtige Angaben, der auch einzelne Völker- Blumen ausgezeichnet sind H. miljtaris Gar. nnd 
stumme nennt, unter diesen die Tonnen im Süd-  L-; in besonders günstigen Lagen halten 
westen, voii denen der Name des aiides abgeleitet sie auihin Deutschland im freien Lande aus, finden 
wurde,der jedoch von dem gälischen Bergion(k m- aber besser im Kalthaufe ihren Platz. Einjährig ist 
risch Vergyn; neukelt. Erin), d. i. die westl. Zu- H.esculentus1-., 2)tosenpappel, Gombo, Okra 
sel, abzuleitensein wird. Seit dem 3.Jahrh.n. Chr. oder Guinbo, dessen noch grüne Früchte in allen 
drangen zahlreicheirischeStämmeunterdem gemein- wärmerii Erdteilen als Zusa3 zu Brühen sowie als 
samen Namender ((Scoti)) im Norden und Südwesten KaffeeBirrogat, sog. G o m b o k a f f e,e , genossen wer- 
von Britannien ein und gaben dernördl.Hälftedieser den. on dem in Ostindien einheimischen H. can- 
Jnsel den Namen Schottland (s. d. und Jrland). nabinus  ostindis ehe Hanfros e, kommen die 
Elbe:-als. cI.ckoIiai-Ia.  der große Frost- Bastfasern je3t als Bombai)- oder Gambohanf 
spanner, s. Frostschmetterlin und Tafel: Schäd- (s. d.) in den Handel. Auch H. tetraphy1lus Be-ob. 
liche. "orstinsekten lI, Fig. 6, beim Artikel (Abe1m0schus ten-aphy1lus G-mli., Ostindien) lie- 
Fogtinsekten. fett Bastfasern (s. Abelmoschusfaser)-. 
ibernis(he Jnseln, zum Bismarck-Archipel Hibrid, hibridisch, f. Hybridisch. 
gehörige Jnselkette, welche sich im NO. von Neu- sie has:-et a.q,ua. (lat., c(Hier stockt das Was- 
mecklenburg in nordwestl.-sudöstl. Richtung hinzieht  meh);sach bei Cicero vorkommende sprich- 
und aus folgenden Jnseln besteht: St. Matthias- wörtliche edensart, dem Sinne entsprechend der 
Archipel mit Kerne und Sturminsel, i-iördl. und deutschen: i(Da stehen die Ochsen am Berges (und 
sudl. Gardnerinsel und Fisiherinsel, Lir (Gerrit  können nicht weiter). 
Brockhaiis" KondersatioiiS-Lexikon. 14. Aufl. R. A. 1x. 9
        

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