Bauhaus-Universität Weimar

-40 Melanesisch-Mikronesische Sprachen  Melasma 
nicht brauchbar sind. M., die auch nur kurze Zeit JIe1a.nosomäta., s. Schattenkäser. 
mit Europäern in Berührung standen, erlernteii MelanospermEen, s. Phäophyceenund Tafel? 
deren Sprache meist spielend leicht. über die Sprachen AlMen I, Fig. 1-4 und II, Fig. 8 u. 9. 
der M. s. Malaio-Polynesische Sprachen.  Vgl. elanotisch, s. Melanose. 
Hagen, Anthropolog. Atlas ostasiat. und melane- Melanter, Pseudonym von R. D. Blackmo1"s 
sischcr Völker (Wiesb. 1899); Graf Pfeil, Studien MelanthEen, s. Liliaceen.   
nnd Beo;bachtungeii aus der Südsee (Braunschw. Melcmthott, s. Melanchtl)on. 
1899); Thilenius, Ethnogr. Ergebnisse aus Mela- Melanürie (grch.), die Ausschcidnn von MS- 
iiesien. I (Lpz. 1902) nnd die Litteratur unter Oce- lanin (s. d.) durch den Harn, wobei der l!etztere ent- 
anien. (S. Tafel: Australische Völkertypen, ivedersofortbei derEntleerungtiesbraun bis schwur? 
-FiZ:q1, 5, 7, 9, 11, beim Artikel Australier.) gefärbt erscheiiit oder erst beim Stehen an der Luft 
D elanesisch-Mikrouesischc Sprachen, f. oder nacl) Zusatz von konzentrierter Salpetersäiire 
Malaio-Polynesische Sprachen. eine schwarze Färbung annimmt. Die M. deutet 
stät-us-O (srz., spr. -lcinglCh)- Mischung;  auf das Vorhandensein von nielanotischen Ge- 
3anges, Schriften vermischten Inhalts, Miscellen, schwülsten im Körper. (S. Melanose.) 
Ber1nischtes (in Zeitschriften). Melanhlkerzen, s. Stearin.  
Melangegarue, s. Mouli1ieegarne. Melaphs)r, ein dunkelgesärbtes EruptivgesteM 
 Melangeur (frz., spi-. -langschöhr), eine Ma- der ältern vortertiären geolog. Formationeii von 
1chine der Schokoladenfabrikation (s. Schokolade). dichter oder porphyrischer Struktur, deHen wesent- 
MelaUglcmz, s.Sprödglaserz. liche Gemengteile Plagioklas (Oligoklas, Labrcl- 
:Ite1a.nIotörris, s. Gelbs1icht. dorit), Angst und Olioin sind; diese Mineraliei1 
 Melanin-, O.phthalmomelanin, Augen- treten auch in größern Jndividuen aus der Grund- 
ichwarz, ein eisenhaltiges, schwarzes Pigment, masse hervor, so das; diese Felsart gewissei-masze11 
welches in Form von kleinen Körnchen im tierischen den Vorläuser der tertiären und recenten Feldspc1t- 
Organismus vorkommt, so in polygonalen und basalte bildet. Die Grundmasse zeigt sich unter dem 
sternförmigenZellen eingeschlossen in der Choroideci Mikroskop aus den genannten Gemengteilen ZU- 
des Auges; bei F-cöschen und andern Amphibien sammengeset3t, zu denen sich noch Magnetit, Titan- 
iiberzieht es in äsiige-n Zellen oft Gefäße und-Ner- eisen, inanchmal auch ein rhombischer Pyroxetl 
ven, findet sich ähnlich i-m Pauchfell vieler Fische; (Enstatit, Hi)-persthen) zu gesellen pflegt. Hom- 
es ist ferner im Malpighischen SchleinineY der l1lendeiind Biotit haben niir eine ganz lokale BG- 
Neger enthalten und bildet den Farbstoff der Tinte dentung; Quarz fehlt als priniärer Ge1nengt-IT! 
der Cephalopodeii. Auch tritt es in verschiedenen vollständig. Gewöhnlich führt die Grin1dmasse abek 
pathol. Gebilden, und hier oft in Kr-ystallform aiis. auch megr oder weniger reines oder globnlitisches, 
 bräunli es Glas im. frischen.oder zerse3ten.ZU- 
Melamt, schwarzer Granat (s.  stande, meist um so reichlicher, 1e weniger Augit ists 
1itela.nooZtus Jokasten! I-17z--o. I7ioin.s., s. enthält. Auch der Augit und nanientlich der Oliv11I 
Tiefseeleben nebst Tafel, Fig. 27. sind häufig umgewandelt, letzterer in Serpenti1i- 
Nielanöin (grch.) oder Pigmentgeschwnlst, Delessit oder Braiineisen. Die zu dem M. gereih- 
eine hanfkorn- bis erbsengrosze Geschwulst von neten Vorkommnisse beß1zen in ausfallender Weils 
schwärzlicher Färbung, welche aus Bindegewebe mehr als irgend eine andere Felsartmai1delstei11- 
nnd darin abgelagertem massenhaftem Pigment be- artige Ausbildun . Jhr Kieselsc"iuregehalt liegt W 
steht und nicht eben häufig in der Spinnwebenhaut allgemeinen zwischen 50 und 56 Proz. Die Lass- 
des Gehirns, in der Aderhaut des Auges sowie an rungs-formen sind insbesondere Lager und DeckeU- 
der äußern Haut vorkommt. Mitunter nimmt die oft von sehr ausgedehnten Dimensionen, weniges 
Geschwulst einen bösartigen Charakter an und wird Stöcke und Kuppen. Die vielfach von Konglonic- 
dann als Mel-sinds arkombezeichnet. (S.Sarkoin.) raten und Tnsfen begleiteten Decken finden sich III- 
MelauophycEen,s.Phäovhyceen. nientlich den Gliedern der Steinkohlensormatioi! 
Melanöse(grch.), S chwarzsucht, die abnorme nnd des Rotliegendeii eingescha1tet, wie in den MO- 
5chwarze Verfärbiing gewisser Organe und Gewebe laphyrgebieten von Zwickaii in Sachsen, der GegeNV 
des menschlichen Körpers infolge einer Umwand- von Jlfeld am Harz, des st'idl. Hunsrücks und del 
lung des Blutfarbstoffs  in ein cIchwarzes fein- Pfalz, wo die Decken stellenweise eine MächtigkeIk 
körniges Pigment; melanotisch, s )warz gefärbt; von 200 Fuß gewinnen und sich über mehrere Ortss- 
melanotis(her Krebs, eine Abart des Krebses,  dratmeilen erstrecken, und des nordöstl. Böhmei1L"- 
welche sich von den übrigen Krebsgefchwülsten durch Melas, Michael, Freiherr von, österr. General 
ihre dunkle Fcirbiing und einen auffallend schnellen der Kavallerie, geb. 12. Mai 1729 zu Radeln M 
Verlauf auszeichnet. Schäs3burg in Siebenbi"irgen, siegte als OberbefehIs- 
Melanosköp (grch., c(Schivarzseher)))", eine von haber der österr. Armee in Jtalien 1799 mit SnwL?- 
Loinmel (1871) angegebene Kombination einer row vereint bei Cassano, an der Trebia, bei NOVl: 
diinkelroten Rubinglasscheibe mit einer violetten eroberte Tortona und war selbständig ei-folgreiCh PS 
Glasplatte, die aiifeinander liegen. Durch das M. Genola. Am 14. Jl3uni 1800 verlor er die bereit- 
3JSf,ehet1 erscheinen die grünenPflanzen schwarz. Die fast gewonnene Sch acht bei Marengo (s.  Bald 
Ji3irkung des M. erklärt sich dadurch, daß das nachher wurde er komniandierender General v0lP 
3l3l1(MzeI1g'cün aus Dunkel- nnd .Hellrot, Orange, Jnnerösterreich, danii in Böhmen und starb 31. MAl 
Gelb, etwas Grün nnd Hellblan zusamnie1igeset3t 1806 zu Elbeteinitz in Böhmen. 
ils- N!-M absorbiert das rote Glas den einen Teil Melas, Theodor Pseudonym s. Schwarz-Karl' 
dieser Farben (v0therrscl)end vom Gelb bis Blau) Mela8ma (grch.), die fleckweise schwärzliche Vei- 
das Violette aber den Rest (vorziialich voni Rot bis  färbimg der Haut, tritt am häufigsteii an den untetII 
SICH) Und. Blau)-. Weshalb die Pflanzenwelt sich  Extreniitäteii nnd im Gesicht, besonders bei cilkC"" 
l 7WarZ Zagen  (S- EWkk)WlkVp.)  und schwächlicheii Leuten auf.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.