Bauhaus-Universität Weimar

Leipzig (Stadt) 49 
ltUIße nach S., Ranstadter Steiniveg und Frank- 1278 gegründeten ;Tohannishospital gehörig, ist 
Eiter Straße nach W., Gerber- und Eutri3fcher mit Erhaltung des -rurmes 1894-97 im frühem 
Straße nach N. Stil neu gebaut; vor dem Chor eine Gruft mit den 
Die innere Stadt (9011a) war früher befestigt, Gebeinen Gellerts und Joh. Seh. Bachs; auf dem 
DIE) sind die Mauern Watte und Gräben, deren Kirchhof Grabstatten von Mahlmann, Hiller, Rode- 
Abtragung 1784 begann, nebst den vier Thoren, rich Benedix U. a.; die Peterskirche (1885), eine got. 
zuletzt das- 1722 erbaute Peiersthok im Makz1864, Haiienkirche, nach Plänen von Hattel1md Lipfiu-S; 
beseitigt nnd haben Straßen und Promenadeii (Pro- die Lutherkir e (1886) nach Plänen von Julius 
1nenadenring 3368 m lang) Platz gemacht. Sie tragt Zeiszig; die 2kPndreaskirche (1893), die Nordkirche, 
ZUM Teil noih den altertümliLhen Charakter und zu der 190-Z der Grundstein gelegt wurde, und die 
bildet sich mehr zur City aus, weshalb die Einwoh- reform. Kirc)e mit Predigerhaus (1899) von Wei- 
UCkzal)l zurück geht. Charakteristisch für L. sind die denbaih und Tschammei-. Jn den Vororten bestehen 
NOT) frühem HausbesiZern benannten Höfe, nament- noch 14 evang. Kirchen. Die kath. Kirche, gegenüber 
lich in der innern Stadt, die als Durchgange zwi- dem neuen Rathaus, ist 1847 nach Plänen vonHeide- 
lChsn zwei Straßen dienen und Laden enthalten. losf erbaut eine zweite in der Ostvorstadt1893 voll- 
 Plage und D enkm aler. Aus dem Marktplat3e endet, der Bau einer dritten ist geplant. Die anglo- 
Hebt das Siegesdenknial von Sieiiiering (1888); amerik.Kircheist1885 geweiht. Außerdem bestehen 
Oben die Bronzefigur der Germania (s. Tafel: zweiapostolifdhe Kirchen, eine hellenisch-griech. Ka- 
YCUtsche Kunst V, Fig. 12), vorn am Sockel die pelle, Betsale der amerik., deiitschkath. und der 
lIBE11de Broiizefigui: Kaiser Wilhelms 1. an den Baptistengemeinde sowie eine Synagoge (1855) 
Ecken die E)teiterstandbilder des Königs Albert von von Simonsohn. 
S(IOhsen, des Kronprinzen von Preußen, Bismarcl"s Weltliche Bauten. Das alte Rathaus am 
Und Moltkes. Um die innere Stadt erstrecken sich, Markt ist 1556 aiis dem Grunde eines frühem 
d.SU Promenaden entlang, mehrere große Platze (1240) vom Bürgermeister Hieronymus Lotter er- 
(l- den Stadtplaii), so der Augustusplat3 (40500 baut; am Turms (1474) eine die Mondphasen an- 
(lU1), einer der größten Plage Deutschlands, mit zeigende Kugel; im Innern der große SiZungssaal 
VIII Meiidebrunnen (1886) nach dem Entwurf von (Ratsstnbe) mit den Bildern der sachs. Fürsten von 
Gnauth, die Figuren voiiUngerer(s. Tafel: Brun- 1485 (Albrecht der Beherzte) an und einem Ver- 
neUII- Fig. 3)- der Königsplat3 der JohannisplaB zeichnis der Ratsherren von 1200 bis 1812. Die 
Mit dem :)iesoi.3mationsdenkiiial, (Luther und Me- Alte Börse (l678) auf dem Naschmarkt dient jetzt 
gtM(hthon; 1883), modelliert von Hob. Schi-lling, als Sigungssaal der Stadtverordneten. Das Kö- 
    
;lgI)ebei der (s)?rcissipark, aus der (Z5rassistiftung wohmYig .eingeriihtet; hier wohnten bis 1829 die 
  
Denknialergdeg Kiirftiisteii spaterii Königs Friedrich falen und 1813 Naiv-I,leon" hieb hatteg1760 Fried- 
YB4ZUsg des Gerechten von,Sachsen (von Oser 1780), i-ich  Gr. das Gespräch mit Gellert (s.  Da- 
O er s     
     
Zc;:1k11Ptts (1878), Leibnizl (voiiHahnel1883-,), Franz der Grinin1aischen Straße liegen die 1894-96 voll- 
!   , O   C,        
    
der Leipziger Schulmanner Dol- und Plato (1894), Sandsteinfacade am AugustusplaH 1831-36 nach 
des FUksten Bismarck(von LehnZrtund Ma r1897), Schinkels E1"itwürfen von Geutebr,üc-E errichtet (im 
des Dr. Karl Deine (1897) des Bitt ermeii"ters Dr- Giebelfeld der Geiiius der Wissenschaft und die vier 
Koch (1899) und der Frau- Otto PetZrs (1901) aus "akultäten von Rietschel) das "(ridericianum 1843 
Dem alten Johannisfziiedhofe Zu einem Völker- Inn Geutebritck erbaut das Äiauricianum ,1849 
lVhkCtl7tdenkmal wurde 1900 der Grundstein gelegt. auf dem Pauliner Gottesacker erbaut das Ts3auli- 
Nr-ZEIT) en. Die Thomaskircl)e, 1222,als Kloster- iinin auf der Stelle des 154F) sakulaiisierten Do- 
   
gestaltet- im Chordie Lliildnis"e her Lei i er Snper- igest 1H47) genannt- das, roßarti e Albertinum 
Mtenden"ten von 157-Z o"s18Z8 1723ZisZ -J h 1894"-96 von Arm d"R in) geh sehst d "td " 
Seh- Bach K t  IF N"k(i "k" Hi? on A i d "e Z II; erst! ei1u" Zu dem 
Kapelle erwäk;intorJ, ie io at irche, as Nulguskuni 2kircheinelCh ne anl.e h(k1, ever un en. 
baut m.tT n , ist 1170 erweitert, 1s25 umge- e en em ugusteum die Pan mer irche (s. oben), 
1785-8E1z6  neben dem Mauricianum das Furstenhans mit 
oder  erneuert; die Universitats- Turm, 1o58 von  .)iot.he erbaut und der Uni- 
kanerklosters r Y:che, -1240 als Kirche des Domini- versitat geschenkt. Ferner liegeii in der innern Stadt 
1545 von LutBr aiit, ist 1544 erneuert uiid.12. Aug. das sog. .liote'Kolleg,Geburtshaus vongeibniz,1892 
    
Grabsteinge.er tadt den Chor, sie enthalt Tezels neben die alte  deren Hof 
des Lqndär;;1ZJ Ehr alten Altar und ein Grabmal Gellert wohnte und starb,,1eh.t Eigeiitum der Uni- 
Von RieMhel Si;ezmai;n Es. d.) von ThuriT1gen, versitat und Sitz, des.K.onvitts- gegenii.ber d1a1s Pre- 
umgebam. Die Matt?ohi:jri-e fr;397 -N99k.vollstandig digerhaus der Jiikolaikirchek(1?87), zwischen Liver- 
um-und1699  uher  sitatsstraße uiid Neumart ie 1899 umge aute 
Varfüß H  neu gebaut, steht ausder Stelle eines Stadtbibliothek, der legte Rest des alten Gewand- 
Johannei;kosters und wurde 1879 u.mge-baut. Die hauses  mit Laden für El)-ies3zwecke im Erd- und 
B !kCk)e (14. Jahrh.), urspruiiglich zu dem Zwischengeschoß (1894 eingei1chtet) und daran an- 
WIkhsu1s' Konversations-Lexiton. 14. Aufl. R. A. XI.  4
        

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