Bauhaus-Universität Weimar

488 Nürnberg 
lichste Kunstwerk Adam Krasts, das soZ. Sakra- meister (F-erd. Jäger), 27 Magistratsmitgliedek 
mentshäuschen (1496-15()0), ein got. ürnid)en und 51 Gemeindebeuollniächtigte, eine freiwillige 
(18,7 m) in feiner Sandsteinarbeit, ferner den Eng- Feuertvehr (-t21. Mann); ein Gaswerk, ElettricitätH- 
lischen Gruß (1517 und 1518) von Veit Stoß, Glas- werk (1896), eine Wasserleitung (1886) und einen 
gemälde von .85irschvogcl u. a. (das Kaiser-Wilhelms- Vieh- und Schlachthof (t892). 
Fenster ist 1881 nach ProE3ssor Wanderers Entwurf Unterrich is - und Bild ungs w es en. N. hat 
Gemalt von Hans Klaus), andgemälde,Altäre und ein Altes Gymnaüum, 1526 von Melanchthon ein- 
ufzwerke;die Frauen- oder Marienkirche,1355-61 gerichtet, Neues Ghmnasium (1889) , Realgym- 
erbaut, seit 1816 der kath. Gemeinde überlassen und nasium, Kreis- und Prioatrealschule, zwei höhere 
1878-81 von Essenwein erneuert; die E idienkirche, Mädcheiischiilen, Jiistitut der Englischen Fräulein, 
1711-18 an Stelle der alten romanii3chen, 1696 Industrie-, Kunstg,ewerbe-, WITH  Handels- Und 
abgebrannten Klosterkirci)e erbaut, mit einem Altar- augetverkschule , Kreislandwirtfchastsfchule, Han- 
bild von van Dort; die wahrscheinlich Etwa im delsschule für Mädchen, T0UblkUMMC11-- Blinden- 
12. Jahrh. gegründete, 1209 von Kaiser tto 1v. erziehungsanstalt,Waisenhaus, Rettung-Zanstaltsür 
dem Deutschen Orden geschenkte und 1824 nnd 1892 verwahr oste Kinder. Im alten Dominikaner- oder 
renovierte Jakobskirche, die Heiliggeist- oder Spital- Predigerklosier befindet -sich die bedeutende und be- 
kirche (1333-39), in der 1424-1796 die Reichs- inerkenswertc Stadtbibliothek (etwa 80000 Bändei 
kleinodien aufbewahrt wurden; in den Vorstädten und das städtische Archiv. Unter den Sanimluiigen 
die Bartgolomaus-,St. Johanniskirche, St.Peters-, für Kunst und Wissenschaft MMMk den eklkM PMB 
St.Leon ards-, St.Rochuskirche, das KirdhleinZum ein das Germaiiische Museum (s.  ferner das 
Heiligen Kreuz bei St.Johannis, derHallerschen Fa- Bai)rische Gewerbemuseum mit Sammlungen von 
iiiilie gehört ,die Chr-istuskirche (1894), die Peters- Musterarbeiten aller Zeiten und Kulturvö ker und 
Kirche (19013z und die kath.Herz-Jesu-Kirche (1901). kunstgeiverbliehen Gegenständen, und das königl. 
Die Syiiagoge wurde 1870-74 von Wolf erbaut. Verkehrsmnseum. Der Verein für Geschichte der 
Aig3dem St. Johannisxkiedhof lie en: Albr. Dü- Stadt N. pflegt die Ortsge-schichte, der Natur- 
ver, ilib. Pirkheimer, az. Spengier, Bett Stoß, historische Verein die NaturwiiseiiscIhafien; für Dich- 
Anselm und Ludtvig Zeuerbach u. a.; auf dem tung und Litteratur besteht der ;644 gegründete 
Roehusfriedhos: Peter ischer; der neue Central- Pegneßsche Blumenorden (s. Pegnilzorden), gut die 
friedhof mit einem schönen Portal ist 1880 eröffnet ti"instlerifchen Interessen wirkt der Albrecht- ürer- 
tyorden. Von Adam Kraft stammen die sieben Sta- Verein mit permanenter-Aus1tellung von Getnalden 
tionen in Steinrelief aus dem We e zum Johannis- und andern Kunstgegenständen.  hartem. Stadt- 
friedhoJ und die Kreuzigung daseliist. theater, ein Sommertheater, Ateliers sur kirchliche 
We tlich e Bauten. Die Burg,uriuiidliih 1050 Kunst und artistif(he Anstalten für Holzsihnixzereien 
nachweisbar, wurde von Friedrich Barbarossa er- und Herstellung von Altarwerken, Kanzeln u. s. w., 
weitert, später mehrfach verändert und häufig von Er-giefzerei von ProfessVk L,EF1Z-  
den deutschen Kaisern bewohnt; der älteste Teil der In N. erscheinen 10 politische Zeitung en; die 
Kciiserburg ist derso .Heidenturni mit zwei ronian. wi tigsten sind: -F-tcTUk1fdiU" KUV,1Et" (fTeifi11t1ig), 
Kapellen (12.JahrhZ übereinander; im Innern der O-Iränkisehe Morgenzeitung)) (nationalliberal) und 
Burg, die 1854-56 vom Architekten Voit in got. E  ehe Tagespost1) (-socialdemokratisch); außer- 
Stil erneuert und als tönt l. Wohnung in stand dein eine Reihe gewerblicher und wissenschaftlicher 
eseyt wurde, beßnden sich s3)öne Kachelofen. Der Blätter und .Zeitfihriften, z. B. für Bierbrauerei und 
Einfeckige Turm (Altnürnberg genannt) vor der Hopfenbau, die vom Bahrische1i Gewerbeniuseum 
.urgU, wohl das älteste Bauwerk der Stadt, enthält herausge ebene O-Bayrische Gewerbe eitung)- U, g, 
eine ltertümersammlung. Das Rathaus am Fuße Jndiii1trie,.5andel. Wichtigstezndustricztveige 
des Burgberges (89mlang) wurde im ital. Stil 1616 sind die Fabrikation von Kurzwaren und Spielsacheii 
-22 von dem Architekten Jakob Wolff neu erbaut, (N i"trnb erg er W aren), die seit langem einen 
der not-döstl. Teil 1.884-89 von Essenwein und Hein- Weltruf genießen, ebensowiedieNürn b erg er L eb- 
iich Wal1raff errichtet; im großen Saal Wandge- kuchen, ferner vonMetall-, Holz-,Hokw und leoiii- 
mälde nach Dürers Entwi"irfen: Das ungerechtes schen Waren, mechan. und optischen Waren,Messing- 
Gericht, Der Pfeiferstuhl, Triumphzug Kaiser Maxi- arbeiten, Reißzeugen, Ultramari-n, Margarine, Ma- 
n-iilians und mehrere kleine, die Decke des Korridors ichinen, Nachtlichtern, Ofen, Pinseln und Bin-sten, 
ein Gesellenstechen (Turnier) von Hans und Heinrich Schuhwaren, Tabak, Fahrrädern-, Automo-bilen, 
Kahn. den Hof ein Berlici)er Brunnen (1557) von Bronze- und Brokatwaren, sowie -Abziehbildern 
Labenwolf und got. alustraden (16. Jahrh.) von (Metachroniott)pie); bedeutend nnd die Erzgieszerei, 
Hans Beham. onst find erwähneiiswert die sog. Lithogravhie, Kunstanstalten, Gold- -und Metall- 
Baumeistertvoh.nung im Peunthos (1615), das Zeug- sehlägerei, die Brauerei und die Bleistiftfabrikation 
haus (1688), die Meint, ursprünglich ein Kornhaus  F-aber, A.  .Grös3ere Fabrikeii find ferner die 
(1499), der Justizpalast (1877, von Solger), der ürnberger Maschinenbau-Aktien-Gesellschaft, vor- 
1894-96 im Garten des ehemaligen Katharinen- mais Cramer-Klett, die ZelttierscheUltraniaritgabrit, 
klosters errichtete Barockbau des Bahrisihen Ge- die Elektricitöts-Aktieng;iellschaft,vormalsS uckert 
werbemuseums, gegenüber der Erweiterungsbau cis Co. (s. SCh11(kEkt) MS kk1OI1bMUMlVDtMc1ls3 Hen- 
desselben (1900), das neue An1tsgebäude (1899) nin er, die Kurzsche (J. G. Reif), die Freiherr von 
und zahlreiche Privatgebäude, wie das Albrecht- Tu-gersrhe Brauerei, die Gebrüder Lederersohe (Ak- 
Dürer-Haus, das Schlitssclseldersche, auch Nassauer tien-)Brauerei und das-BraiihausNitrnberg(Aktien- 
Haus genannt (1390  das Tiirhersche, Rund- brauerei). N. ist Sitz der 1. Section der Steiiibruchs- 
Mhtsche, Pellersche (set3t Eys3ersche), Topplersche und der Süddeutscheii Edel- und Unedelinetall-, der 
(sdäter Saiidrartsihe) u. a. 2. Sektion der Si"iddeutschen Eisen- uiid Stahl-, der 
. Verwaltung. Die Stadt hat einen Ersten 5. der Brauerei- und Mälzerei-, der 15. der-Müh 
Bürgermeister  von Scliub), Zweiten Bürger- lerei-, der 27. der Fubrwerks-Berufsgenossei1ichait.
        

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