Bauhaus-Universität Weimar

Mortelltl)al  M0ri1s 1I 
den, zwischen den Dachsteincii, sowie zum Decken-  organisierte er die Junge Gar-de, mit der er sich bei 
pu1;si (s. d.) verwendet. 4) Chaniottemörtel be-  Gros3görfchen, Dresden, Leipzig iiiid .t,")anaiihervor- 
steht ans sog. Cl)an1otteinehl(Thoiicrde) veriiiischt  that. 1814 wurde er im Verein mit Mai-1noiit 
mit trocknem, pulverisiertem Thon, wird mit Wasser  :30. März von den Verbi"indeteii vor den Maucsi-u 
cingeriihrtii1id beim Bau der Feuerimgsanlagen da  von Paris geschlagen. Ludwig XVIIl. erhob ihn 
verwendet, wo das Mauerwerk in unmittelbare Be- zum Pair von Frankreich iiiid iibertriig ihm die 
rührung mit dem Feuer kommt. Er muß vor Näfse 16. Militärdivisioii. Bei Napoleons Rückkehr lei- 
geschügt werden, da ein eigentliches Abbiiiden nicht stete M. dem Könige bei dessen Abzug nach Gent 
stattfindet, sondern er iiiir beim Trocknen erhärtet; erhebliche Dienste und wurde von ihm seine-J Eides 
auch darf er erst nach vollständigein Austrocknen der entbunden. Napoleon ernaiinte ihn zum Jnspektenr 
Glut ausgescßt werden. da er sonst reißt. Unter der nördl. und östl. Gren3gebiete. Als 1815 die 
Wasser1nörtcl versteht man solchen, welcher, Voi1rbonen zuriickkehrten, wiirde M., als er sich 
unter Wasser verweiidet, seine Bindekraft nicht weigerte, am Kriegsgericht über Ney mitzuwirken, 
verliert. Der Wasscrkalk kommt in der Natur fertig aus der Liste der Pciirs gestrichen. 1816 wurde 
vor alsTraß,Porzellcin-und Saiitorinerde,  ihm die 15. Militärdivisioii (Roiien) unterstellt; 
während andere hydraulische Kalke erst gebrannt das Depart. Nord wählte ihn hieraiif ,cnni Abge- 
werden müssen, welche maii Ceinente nennt. (S. ordneteii. 1819 gab ihm der König die Pairswi"irde 
Eeinent, Kalk.)  über Preise imd Materialbedarf zurück. Nachdem M. 1832 kürzere Zeit als Ge- 
s.Maurerarbeiten.- Vgl. Feichtinger, Chem.Tech- sandter in Petersburg gewesen, ernannte ihn der 
iiologie der Mörtelmaterialien (Braunschw. 1885); König 1833 zum Gros;kan3ler der Ehrenlegion nnd 
Schoch, Die moderne Aufbereitung iiiid Wertniig im Nov. 1831 zum Kriegsniinifter iind Minister- 
der Mörtelmaterialien (Berl.1897); Unna, die Be- präsidenten; M. trat jedoch schon im Febr. 1835 
stiminung rationeller Mörtelmischiingen (3. Aufl, vom Ministerium zurück. Bei dein Attentat Fieschi-Z 
MortcUthal, s. Martellthal. [Köln 1902). auf Ludwig Philipp wurde M. 28. Juli 1835 ver- 
Mörtclmisrhmafchiuc, Mörtelmasihiiic wundet und starb einige Stunden daraus. 
oder Mörtelinühle, eine maschinelle Einrichtung W.iortifikatio,n  juristisch soviel wie Amor- 
3Um Mengei1 der zur Mörtelbereitui-ig erforderliihen tisatioii (s.  Aber M. in der Medizin s. Brand. 
Rohmaterialien (Kalk, Sand, Wafier), deren Bau- ItoktiIog-Zum  s. Nekrologien. 
art entweder derjenigen eines Kollerganges (s. d.) start-is ca!-Ia t1on-.tio  
gleicht oder die aus einem stehend oder liegend aii- Todes wegen. [(Geschlecht). 
geordneten, im Innern mit vorspriiigenden Spitzen Piorum(spr.1iiolzrt"n), Grafen von, s. Doi1gla-Z 
iind MeHern ansgeri'isteten Metcillcylinder besteht, D1ori7ua.rIam (nuttellat.),, das beste Stück Vieh, 
in welchem eine mit Ruhr- oder Kiietmessern aus- das aus de-m Nachlaß voii Laien an die Pfarrkirche 
gestatten uiid in der Richtung der Ci)linderachse des Wohnsiyes gegeben werden niiis3te;.da.nn auch 
iegende Welle in langsame Uindrehung versex-.t eine Abgabe aus dein Nachlaß von Geistlichen an 
wird. Die Knetmefser sind in Schraiibeiilinien aiif die Pfarrkirche oder cui denBischof. Ja der Rechts- 
der Welle angeordnet und bewirken daher iieben der sprache auch gleichbedeutend mit Legat. (S. auch 
Mischung auch das Fortschreiten des Mischgiites, Ho:-illa, s. Gastrula. [Tote Hand) 
so daß ein stetiger Betrieb eintritt. M-rungen, Stadt, s. Mohruiigeii. [riini-sen. 
Miirtelverband, s. Steinverhände. Morast;-gen, Heinrich von, s. Heinrich von Ilio- 
Morten-Mäller, Maler, s. Müller, Motten. Horn-  Pflanzengattiiiig aus der Familie 
Morter, Jnsel an der Küste von Daliiiatieii, zu der Urticaeeen (s. d.) mit gegen 1() Arten in den 
der öfterr. Bezirkshaiiptmannschaft nnd dem Ge- wärinern Gegenden der Alten iind Neuen Welt, 
richtsbezirkSebeiiico gehörig, ist diirch einen Kanal Bäume oder Sträiicher, die Milchsaft enthalten. 
(Stretto di M.) vom Festlande getrennt (s. Karte: Die Blätter stehen abwechselnd und sind entweder 
Bosnieii u. s.  Die Jnsel ist bis 140 in hoch, ungeteilt oder dreilappig. Die Blüten siiid ein- oder 
11,21milaiigiind21cm breitundhat(1890)5504  zweihäusig, sowohl die männlichen wie die weib- 
H-auptorte find Stretto (Tiesno, 1663  Be- lichen find zu eihrenartigen Blütenstände1i, die ein- 
tina (1139 E.) nnd M. (1430  zeln in den Achseln der Blätter stehen, vereinigt; 
Mvrterätfchgletfcher, der zweitgrös;te Gier- beide haben ein v-ierteiliges Ver-iantli, die mann- 
ikher der Bei-nina-Alpen, umfaßt 18 q1cm, beüHt lichen enthalten vier Staiibgefc'it3e, die weibliihen 
eine Eis-zunge von G km, eine Gesamtlänge von einen Fruchtknoten, auf deHen Scheitel ein fast hig- 
9 km. Sein Ende liegt in 1908 m Höhe. zur Basis in zwei Äste geteilter Griffel aiiffit-,t. Das 
OIortier (spr. -tieh), Edouard Adolphe Caßmir Perianth der weiblicheii Blüte wird bei der Frucht- 
JVsEFh- Herzog von Treviso, franz. Marschal1, geb. reife fleischig und umfchließt beerenförmig die eigent- 
13. ebr. 1768 zu Cätean-C-ambreßs (Depart. liche nüßchenartig einsamigeFrucht, so das; derganze 
Nord), trat 1791 in die Armee, zeiihnete Ach bei Frnchtstarid zu einer Scheinfi1icht, ungefähr von 
Hondfehoote, bei Mons und Flenriis aus, wurde dem Aussehen einer Brot-nbeere, wird. 
1799 Br;gtadegeneral uiid Divisionsgeneral. 1803 Die bekanntesten iind wichtigsten Arten find der 
bsfe.x.te,  Hannover, wurde Commandeiir der weiße, schwarze und indische Manlbeer- 
Artillerie der Konsulargarde und 1804 Marscl)all bauin; der erstere, M.  L. (s. Tafel: Urtici- 
von Frankreich. 1806 besex-zte er Hessen, Olden- nen1, Fig. 3), stammt höchst wahrscheinlich aus 
bU1'S Und die HCMfestädte. 1808 wurde M. zum China, wo er auch bereits seit sehr lam1e1TZ2lt lan- 
Hstzvg von Treviso erhoben. Darauf kämpfte er geblich seit 400() v. Chr.), ebenso auch in-Japan, 
tn.Spanien, zeichnete sich bei Saragossa aus, foiht kultiviert wird. Da die Blätter das beste Nah- 
niit Glück bei Ocai"ia (19. Nov. 1809), siegte bei  rinigsinittel für die Scideni-aupen nnd, so ist die 
Gebot-a (19. Fe-br. 1811) und nahm dann an dem  Kultur dieses Baums in Gegenden, in denen Sci- 
Fkldzug- 1812 in -Russland teil. Nach dem Rück:  denraiipenziicht betrieben wird, setzt eine sehr auss- 
ZUg, bei dem er sich an der Beresina ans,ieichnete,  gedchntc. In Europa war schon zu Jiiftinia:i-T-
        

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