Bauhaus-Universität Weimar

Pändschdih  Panhellenion 847 
Governor des Paiidschab (s. d.) stehen: Patiala, Bette dahin und tritt, 200 m breit, erst zwischen 
Bahawalpur,Dschind und Nabha, Tschamba,Maler- Usambara und Usegua in eine wechselnd- fruchtbare 
K(-tla und Kalsia, mit de1i 22 Bergstaaten von Gegend; er bildet 100 km von der Küste Wasser- 
Schinila, Kavurthala, Maiid-i und Siiket, Faridkot, falle (Mar aretenfälle). An seiner Mündung bei 
Patodi, Lnharu und Dudschana. Die Beziehungen der Stadt  erweitert er sich bis auf 1500 m. Er 
der brit. Regierung zu Bahawalpur sind durch Ver- ist reißend, seine Tiefe sehrungleich. Kleine D-ampfer 
trag geregelt, die zu den übrigen Staaten durch sog. können ihn bei Flut 40 km aiiswärts bis Tsch-ogwe 
Sanad (Patente) seitens des Ge1ieralgouverneurs befahren; auch die Möglichkeit einer Schissbar- 
von Ostindien, welche den Fürsten das. Recht der machung bis Klein-Arusc'ha ist nicht ausgeschlossen. 
event. Wahldes Nachfolgers (durch Adoptio1i)ßchern. Am Unterlaus sind zahlreiche Zuckerrohrkulturen von 
Die P. zerfallen in die 11 Staaten der Ebene (eng- Arabern., deren Erweiterung und Ausbeutuiig die 
lisch kurz Plains genannt) und die 25 der Berge des Pauganigesellschast  betreibt.- Vgl. Meinecke, 
Himalaja(englisch Hi11s). Wichtig sind von denBerg- Aus dem Lande der Suaheli, JTl. 1 (Berl. 1895). 
staaten nur Mandi (2590 qkm), Tschamba (8235 Pangani,HauptstadtdesBezirksamtesP.(1901: 
qkm), Sirmur (2789 qkm), Baschahr (8599 qkm). 30 weiße E., 53 000 Erstgeborene und 1035 Araber, 
Die Fürsten von Bahawalpur,Maler-Kotla,Patvdi, Inder und Goanesen), an der nördl. Küste von 
Luharu und Dudschana sind Mohammedaner, die Deutsch-Ostasrika, mit etwa 9000 E., ani liiiken Ufer 
von Patiala,Dschind, Nabha, Kapurthala, F-aridkot der Mündung des Flusses P. (hier 200-25O m 
und Kalsia nnd Sikh (sast alle von der Dschatrasse), breit), auf flacheni, durch eineQuaimauer geiihü3tem 
die übrigen sind Hindu, meist Radschputen. Strande, zwischen fchroffenKorallenwänden und aus- 
PändschdilJ, Ort in Afghanistan, s..Pendsihdeh. gedehnten Kokosplantagen im Norden und rötlichen 
Pandsthim, Hauptstadt von Goa (s.  Steilabsälleii im Süden. Die Stadt ist Sitz eines 
Pandu (Sanskrit Pest-1rju), sagenhafter ind. Held, Bezirksamtes, einer Polizeitrupve, eines Zollamtes 
Stanimvater der Pändaväs, die als die Feinde und erster Klasse und einerPost- und Telegraphenagentur 
endlichen Beneger der ihnen verwandten Käuraväs und besitzt eine Mosd)ee; die Gassen sind eng und 
im Mahädl1ärata (s. d.) eine große Rolle spielen. winklig, das Trinkwasser schlecht. Am Quailiegtdas 
Pandür, ein Wort unbekannter Ableitung (viel- Gebäude der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft. 
leicht von Bande:-jum), be3kicl)nete im 17. und P. gehört zu den röszernHandelspläHen(Damvfer- 
18. ahrh. einen zur öfterr. rmee gehörigen  aus station) des deutscgen Gebietes und war früher Ans- 
den ?law.-rumän. Landesteilen Südungarns stam- gangspunkt der Karawanenstraßen über Usambara 
menden Kriegsmann; auch hießen so die bewassne- nach dein Massailand und über Ngiiru nach Jrangi. 
ten Leibdiener der Edelleute in Kroatien und Sla- Gröszere Schiffe müssen anderthalb Stunden see- 
wonien. Das berühmteste Pandurenkorps war das wärts aus der Reede ankern. P. gegenüber liegt die 
1741 von Franz Freiherrn von der Trenck (s. d.) Ortfchast Mbuie"ni (BuEni) mit etwa 700() E. 
errichtete, das 1756 in das 53. Jnfanterieregiment Pangani-Gesellskhaft, 1897 aus dem ocZucker- 
umgewandelt wurde. Als irreguläre Truppe mach- syndikat für Deutsch-Ostafrikav hervorgegangene Ko- 
ten sich die P. im S-eindeslande furchtbar, zugleich lonialgcsellfchaft in Berlin, mit 500000 M. Grund- 
aber wegen ihrer sihlechten Mannszucht sogar im kapita , hat auf 15 Jahre das Monopol der Fabri- 
eigenen Lande verhaßt, weshalb die often. Regie- kation von Zucker und Rum im Thale des Pangani. 
rang sie als besonderes Korps eingehen ließ. Später Paiigäos , jetzt Kusniea - Planina oder 
wurde in Ungarn, Rumänien und den südflaw.Län- Pirnari, ein 1872 m hohes, isoliert aiisragendes 
dem P. der Name eines Aints- und Gerichtsdieners. Gneisgebirge, zwischen Thrazien und Macedonien, 
Pauöas, alter Name für CäsareaPhilippi (s.  am Meere zwischen den Flüssen Struma und Westa, 
PaUeel (engl. pane1), s. Füllung. im Altertum berühmt wegen seiner Goldminen. 
Panegyrkcns (greh.), eigentlich ein Vortrag, Pause (spr. pangscht), Dorf und Haus-tort des 
der in einer Panegyris (s. d.) gehalten wurde, Kantons P. (10 342 E.) im Landkreis Mel; des Be- 
dann überhaupt soviel wie Lobrede. Berühnit ist zirks Lothringen, an der Frau öLischen Nied und der 
namentlich der nie wirklich gehaltene P. des Jso- Linie Mel;-Teterch-en der Elsas- othring. Eisenbah- 
krates (s.  Jn der röm. Litteratur sind erhalten  neu, Si3 eines kath. Dekanats, hat (1900) 283 kath. 
der P. des 1llngern Plinius zu Ehren Trajans und E., Posta entur, Telegraph. Nach P. wurde früher 
eine Sammlung von (cP-in ykici vete1-es 1atini)),  
am Ende des 3. und im 4.eZahrh. von Eunienius Paugenösis (grch.), s. Erblichkeit. [genannt. 
(s. d.) und andern zum Teil unbekannten Rhetoren Pauzeomctrie (grch.), soviel wie Nichteukli- 
verfaßt (zuleHt hg. von Bährens, Lpz.1874). dische eometrie (s.  
Panegi)ris (grch.), bei den alten Griechen eine Pimgermanismns, ein alle german. Völker 
Versammlung des ganzen Volks, ein Volksfest, setzt umfassendes Nationalbewußtsein. 
in der griech. Kirche die religiöse Jahresfeier einer Paugolin, s. SchupPentiere. 
Kirche, eines Klosters u. s. w. Paugrit3,KolonieimLandkreisElbing desprenß. 
Prmegyrist (grch.), Lobredner (s. Panegvricus). Reg.-Bez. Danzig, zum Gutsbezirl Elbinger Terri- 
Pssom et dir(-enges, s. C-ireensis(he Spiele. torium gehörig, hat (1900) 3515 E., darunter 130-L 
Pauenthe"i"snins, s. Panthei"sm3is. Katholi en, Postagentur und Fernsprechverbindung. 
Paugam, Hauptstadt von Goa (s.   Allheilige))), bei den Neu- 
Pangaiii oder Rufu (Ruvu), Fluß in Deutsch- griechen Name der Jungfrau Maria. 
Ostafrika, entsteht aus-Ruvu (Riisu) und Rongo, PanhellenZpn, das Heiligtum des Zeus Pan- 
welche die südl. Abflüsse des Kilima-Ndsiharo-Ge- hellenios, d. h. des von- allen griech. Stänimen 
birges sammeln (ein Quellslus3 ist der Ds chip e- verehrten Zeus, aiif Ägina; daselbst wurden die 
f,luß oder Jibe aus dem Dsehipesee), bei Panhellenia, ein allgemeines Fest der Hellenen, 
Klein-Arufcha, strömt, 30-50 In breit, zwischen gefeiert. -P. hieß auch der 1828 nach der Schlacht 
dem Litäma: iind Paregebirge, 168 km in felsigem bei Navcirin eingeset-,te griecb. Staatsrat.
        

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